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Adipositas-Parameter (BMI & Co) als Marker für kardiovaskuläres Risiko? 2011

Inzwischen gibt es etablierte Risikofaktoren für kardiovaskuläre Krankheiten:  Diabetes, Hypertonie, Rauchen, Cholesterin-Werte, Alter usw.  

Der Zusatz von BMI und Taille-zu-Hüfte-Verhältnis zu den Standard-Risikomarkern führte nicht zu einer Verbesserung der Risikovorhersage kardiovaskulärer Erkrankungen.

BMI und Waist-to-hip ratio (Bauchumfang/Hüfte-Index) waren sich dabei gleichwertig.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Singulärer und kombinierter Zusammenhang von Body-Mass-Index und abdominaler Adipositas bei kardiovaskulärer Erkrankung. Eine Kooperationsanalyse von 58 prospektiven Studien.

HINTERGRUND:

Bei der Berechnung des kardiovakulären Risikos wird Adipositas je nach vorliegenden weiteren Risikofaktoren unterschiedlich gewichtet. In der Studie wurde der singuläre und kombinierte Zusammenhang von Body-Mass-Index (BMI), Taillenumfang und Taille-zu-Hüfte-Verhältnis mit dem Risiko einer kardiovaskulären Neuerkrankung bestimmt.

METHODEN:

In der Studie wurden Patientendaten von 58 Kohorten ausgewertet. Dabei wurden die Hazard Ratios (HR) pro 1 SD Erhöhung der Basiswerte berechnet (um 4,56 kg/m2 erhöhter BMI, um 12,6 cm gesteigerter Taillenumfang und um 0,083 erhöhtes Taille-zu-Hüfte-Verhältnis). Außerdem wurde eine Risikoabschätzung und Reklassifizierung vorgenommen. Anhand einer seriellen Bestimmung von Adipositas wurden die Attenuationsratios bestimmt.

ERGEBNISSE:

Von 221934 Probanden aus 17 Ländern waren Einzeldaten vorhanden (14297 Daten zum inzidenten Outcome kardiovaskulärer Erkrankungen; Risiko von 1,87 Millionen Personenjahren). Bei bis zu 63821 Probanden wurde Adipositas seriell bestimmt (mittleres Intervall 5,7 Jahre [SD 3,9]). Bei Probanden mit einem BMI ≥ 20 kg/m2 lag das HR für kardiovaskuläre Erkrankung im Bezug auf den BMI bei 1,23 (95%-KI 1,17-1,29), in Bezug auf den Taillenumfang bei 1,27 (1,20-1,33) und in Bezug auf das Taille-zu-Hüfte-Verhältnis bei 1,25 (1,19-1,31), jeweils nach Bereinigung um Alter, Geschlecht und Raucherstatus. Nach weiterer Anpassung auf die Parameter systolischer Blutdruck zu Beginn der Studie, Diabetes-Vorgeschichte sowie Gesamtcholesterin und HDL-Cholesterin lagen die HR für den BMI bei 1,07 (1,03-1,11),  für den Taillenumfang bei 1,10 (1,05-1,14) und  für das Taille-zu-Hüfte-Verhältnis bei 1,12 (1,08-1,15). Wurden die Daten zu BMI, Taillenumfang oder Taille-zu-Hüfte-Verhältnis in einem Vorhersagemodell für kardiovaskuläre Erkrankungen mit normalen  Risikofaktoren  eingerechnet, war die Risikodiskriminierung nicht wesentlich verbessert (Veränderung des C-Index -0,0001, -0,0001 und 0,0008). Auch die Klassifizierung der Teilnehmer hinsichtlich ihres vorhergesagten 10-Jahres-Risikos war nicht verbessert (Verbesserung der Reklassifizierung -0,19%, -0,05% und -0,05%). Vergleichbare Ergebnisse zeigten sich auch, wenn Adipositasparameter in Kombination analysiert wurde. Die Reproduzierbarkeit war für den BMI größer (Attenuationsrisiko 0,95, 95%-KI 0,93-0,97) als für den Taillenumfang (0,86, 0,83-0,89) oder das Taille-zu-Hüfte-Verhältnis (0,63, 0,57-0,70).

SCHLUSSFOLGERUNG: 

Sind Patientendaten zum systolischen Blutdruck, zur Diabestesvorgeschichte und zu Lipid-Werten vorhanden, führt die zusätzliche Analyse von  Body-Mass-Index, Taillenumfang und Taille-zu-Hüfte-Verhältnis (einzeln oder in Kombination) in den Industrieländern zu keiner Verbesserung der Risikovorhersage kardiovaskulärer Erkrankungen.

FINANZIERUNG:

British Heart Foundation und UK Medical Research Council.

  1. The Emerging Risk Factors Collaboration. Separate and combined associations of body-mass index and abdominal adiposity with cardiovascular disease: Collaborative analysis of 58 prospective studies. Lancet 2011 Mar 26; 377:1085.
Schlüsselwörter: bmi, Body-Mass-Index, abdominale Adipositas, khk, Herzinfarkt-Risiko-Marker, schlaganfall, marker, Bauchumfang, Waist to Hip Ratio, kardiovaskulärer Erkrankung, mortalität, übergewicht, dicke menschen, herzinfarkt-risiko, adipositas, BMI (Body-Mass-Index) als Sterblichkeit-Marker, Mortalitätsmarkernfektion, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013