Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Antibiotikum Rifaximin gegen minimale hepatische Enzephalopathie (HME), 2011

Rifaximin ist ein Breitbandantibiotikum, das nicht vom Darm resorbiert wird. Es ist in Deutschland seit 2008 zur Behandlung der Reisediarrhö zugelassen.

 

In zwei aktuellen Studien (1,2) war Rifaximin gegen leichte kognitive Funktionsstörungen (wie z.B. Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen) im Rahmen einer minimalen hepatischen Enzephalopathie wirksam. Die Kosten waren jedoch relativ hoch. 

 

In Deutschland wird bei hepatischer Enzephalopathie und erhöhten Ammoniakwerten das ebenfalls im Darm nicht resorbierbare Antibiotikum Paromomycin (Humatin®) eingesetzt. Eine Vergleichsstudie beider Präparate wäre sicherlich von Interesse.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Rifaximin verbessert die psychometrische Leistungsfähigkeit und die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten mit minimaler hepatischer Enzephalopathie (die RIME Studie).

ZIELSETZUNG:

Zirrhotiker mit einer minimalen hepatischen Enzephalopathie (MHE) haben eine schlechte gesundheitsbezogene Lebensqualität (engl. health-related quality of life (HRQOL)). Die Behandlung von MHE entwickelt sich derzeit noch. Das Ziel dieser doppel-blinden, randomisierten Pilotstudie war es, die Effizienz von Rifaximin zu beurteilen, sowie die neuropsychometrische (NP) Testleistung und die HRQOL von Patienten mit MHE zu verbessern.

(Anmerkung: Man geht davon aus, dass durch die Reduktion von Ammoniak-bildenen Bakterien aus dem Darm mit Hilfe von Rifaximin das Verhindern einer Enzephalopathie zu erklären ist. Rifamixin soll deshalb -neben seiner Verschreibung gegen Reisediarrhoe- zur Behandlung der HME auch in Deutschland zugelassen werden.)

 

METHODEN:

MHE wurde diagnostiziert, wenn zwei Ergebnisse der NP Tests (Nummer und Figuren Verbindungstest, Bildvervollständigung, Zahl-Symbol und Block-Designtests) über 2 Standardabweichungen vom Normalen abwichen. Die HRQOL wurde mit Hilfe des sickness impact profile (SIP) Fragebogens beurteilt. 

 

ERGBENISSE:
Eine Gesamtzahl von 486 Patienten mit Zirrhose wurden gescreent und 284 wurden als geeignet befunden. Von diesen hatten 115 (40,9%) MHE, von denen 21 die Zustimmung zur Studienteilnahme verweigerten und 94 randomisiert wurden, um den Placebo (n=45) und Rifaximin (n=49; 1200 mg/Tag) für acht Wochen zu erhalten. Am Ende der Behandlung zeigten signifikant mehr Patienten in der Rifaximingruppe eine Aufhebung der MHE (75,5% (37/49) vs. 20% (9/45) in der Placebogruppe; P<0,0001). Die Rifaximingruppe zeigte außerdem eine signifikante Reduktion der durchschnittlichen Anzahl der abnormen NP Tests (baseline: 2,35 (95% Konfidenzintervall (CI), 2,17-2,53); zwei Wochen: 1,29 (95% CI, 1,02-1,56), P=0,002; acht Wochen: 0,81 (95% CI, 0,61-1,02), P=0,000), verglichen mit der Placebogruppe (baseline: 2,31 (95% CI, 2,03-2,59); zwei Wochen: 2,03 (95% CI, 1,74-2,31); acht Wochen: 1,97 (95% CI, 1,69-2,25), P>0,05). Auch der durchschnittliche SIP Gesamtwert verbesserte sich signifikant in der Rifaximingruppe (baseline: 11,67 (95% CI, 10,31-13,03); acht Wochen: 6,45 (95% CI, 5,59-7,30); P=0.000) verglichen mit der Placebogruppe (baseline: 9,86 (95% CI, 8,66-11,06); acht Wochen: 8,51 (95% CI, 7,35-9,67); P=0,82). Die Verbesserung der HRQOL korrelierte mit der Verbesserung in den NP-Test. Rifaximin wurde gut vertragen.

 

FAZIT:

Rifaximin verbessert signifikant sowohl kognitive Funktionen als auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten mit minimaler hepatischer Enzephalopathie. 

  1. Sidhu SS et al. Rifaximin improves psychometric performance and health-related quality of life in patients with minimal hepatic encephalopathy (The RIME Trial). Am J Gastroenterol 2011 Feb; 106:307
  2. Bajaj JS et al. Rifaximin improves driving simulator performance in a randomized trial of patients with minimal hepatic encephalopathy. Gastroenterology 2011 Feb; 140:478
Schlüsselwörter: Rifaximin, Antibiotika wirksam, leberzirrhose, humaton, HME, prophylaxe, vorbeugung, Hepatische Enzephalopathie, he, Xifaxan, koma, tests, kognitive funktionen, Paromomycin, mmse, leber, funktion, zirrhose, Lactulose, ammoniak, ,infektion, gedächtnis, psychometrische Leistungsfähigkeit, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013