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Ambulante Harnwegsinfektionen (HWI) durch Fluorchinolon-resistente Escherichia coli, 2011

Kürzlich stattgefundener Krankenhausaufenthalt, Urinkatheter und Fluorchinolon-Gebrauch in den letzten sechs Monaten waren unabhängige Risikofaktoren für eine Fluorchinolon-Resistenz bei einem ambulant erworbenen, fiebrigen Harnwegsinfekt (HWI) mit Escherichia coli.

Urin-Kulturen sollten bei HWI-Patienten mit einem dieser Risikofaktoren verpflichtend eingeführt werden, um eine richtige Therapie zu gewährleisten und Antibiotika-Resistenzen nicht weiter zu fördern.

In Deutschland wird der Fluorchinolon Ciprofloxacin (Ciprobay) bei Harnwegsinfektionen häufig eingesetzt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Risikofaktoren für Fluorchinolon-resistente Escherichia coli bei Erwachsenen mit ambulant aufgetretener fiebriger Harnwegsinfektion

ZIELSETZUNG:

Das Ziel der Studie war es, die Risikofaktoren für die Fluorchinolon-Resistenz bei ambulant erworbener, fiebriger Harnwegsinfektion (HWI) durch Escherichia coli zu untersuchen. 

 

METHODEN:

Es wurde eine nested case-control Studie mit einer Kohorte von konsekutiven Erwachsenen durchgeführt, die sich in einer Hausarztpraxis oder in einer Notaufnahme zwischen Januar 2004 und Dezember 2009 mit einem fiebrigen Harnwegsinfekt vorstellten. (Anmerkung: „Eine Nested Case-Control-Studie ist eine Fall-Kontroll-Studie bei der die Fälle und Kontrollen aus der Population einer Kohortenstudie gezogen werden“, Zitat: H.-P. Altenburg: Auswertung epidemiologischer Studien mit Hilfe von SAS II)

Eine Resistenz wurde mit Hilfe der EUCAST Kriterien (Ciprofloxacin MIC >1,0 mg/L) definiert. Die Fälle waren Patienten mit Fluorchinolon-resistentem E. coli und die Kontrollen wiesen Fluorchinolon-sensible Isolate in der Kultur auf. Die multivariable logistische Regressionsanalyse wurde benutzt, um potentielle Risikofaktoren für eine Fluorchinolon-Resistenz zu identifizieren.

 

ERGEBNISSE:
Von 787 konsekutiven Patienten hatten 420 Patienten E. coli-positive Urinkulturen. Von diesen waren 51 (12%) Fluorchinolon-resistent. Unabhängige Risikofaktoren für eine Fluorchinolon-Resistenz waren der Urinkatheter [odds ratio (OR) 3,1; 95% Konfidenzintervall (CI) 0,9-11,6], ein kürzlich stattgefundener Krankenhausaufenthalt (OR 2,0; 95% KI 1,0-4,3) und der Gebrauch von Fluorchinolon in den letzten sechs Monaten (OR 17,5; KI 6,0-50,7). Umweltfaktoren (wie zum Beispiel Kontakt mit Tieren oder hospitalisierten Haushalts-Angehörigen) waren mit einer Fluorchinolon-Resistenz nicht assoziiert. Von den Fluorchinolon-resistenten Stämmen waren 33% resistent gegen Amoxicillin/Clavulansäure und 65% gegen Trimethoprim/Sulfamethoxazol; 14% waren extended-spectrum b-lactamase (ESBL) positiv verglichen mit <1% der Fluorchinolon-sensiblen Isolaten.

 

FAZIT:

Kürzlich stattgefundener Krankenhausaufenthalt, Urinkatheter und Fluorchinolon-Gebrauch in den letzten sechs Monaten waren unabhängige Risikofaktoren für eine Fluorchinolon-Resistenz bei einem ambulant erworbenen, fiebrigen Harnwegsinfekt mit Escherichia coli. Der Kontakt mit Tieren oder hospitalisierten Haushaltsangehörigen war mit einer Fluorchinolon-Resistenz nicht assoziiert. Fluorchinolon-Resistenz  könnte ein Marker für eine breite Resistenz sein, die auch ESBL-Positivität einschließt.

  1. van der Starre WE et al. Risk factors for fluoroquinolone-resistant Escherichia coli in adults with community-onset febrile urinary tract infection. J Antimicrob Chemother 2011 Mar; 66:650.
Schlüsselwörter: Fluorchinolon, resistente Escherichia coli, Escherichia-coli-Resistenz, Harnwegsinfektionen, Geriatrie, Frauen, Ciprofloxacin -Ciprobay- und TMP-SMX -Bactrim, bakterie, Fluorchinolone, Antibiotika-Resistenz, harnwegs-infektion, zystitis, resistente bakterien, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013