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Glutenunverträglichkeit ohne Zöliakie-Krankheit und Reizdarm, 2011

Manche Patienten mit Symptomen eines Reizdarm-Symptoms berichten über Glutenunverträglichkeit, ohne jedoch an Zöliakie (Sprue) erkrankt zu sein (negative endoskopischer und laborchemischer Diagnostik). Eine aktuelle Studie zeigte, dass es Glutenunverträglichkeit ohne Zöliakie-Nachweis gibt und bestimmte Reizdarm-Patienten mit Glutenunverträglichkeit von einer glutenfreien Diät profitieren könnten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Gluten verursacht gastro-intestinale Symptome bei Patienten, die nicht unter Zöliakie leiden: eine doppelblinde, randomisierte und Placebo-kontrollierte Studie.
ZIELSETZUNGEN:
Obwohl immer häufiger Patienten - die nicht unter  Zöliakie leiden - mit gastro-intestinalen Symptomen eine glutenfreie Diät verordnet wird, gibt es nur geringe Beweise dafür, dass Gluten ein Auslöser für diese Symptome ist. Die Ziele dieser Studie waren zum einen festzustellen, ob die Gluteneinnahme Symptome bei diesen Patienten verursachen kann und zum anderen den zugrundeliegenden Mechanismus zu untersuchen.
 
METHODEN:
Eine erneute doppelblinde, randomisierte, Placebo-kontrollierte Studie mit Patienten, die am Reizdarmsyndrom litten. Bei diesen Patienten war Zöliakie bereits ausgeschlossen und ihre Symptome - unter einer glutenfreien Diät - wurden kontrolliert.
Die Teilnehmer erhielten während einer bis zu 6-wöchigen glutenfreien Diät entweder Gluten oder Placebo (in Form von 2 Brotscheiben sowie 1 Muffin pro Tag). Die Symptome wurden anhand einer visuellen Analogskala
bewertet und die Laborwerte für Darmentzündung, -schädigung sowie der Immunaktivität wurden überwacht.


RESULTATE:
Insgesamt nahmen 34 Patienten (zwischen 29-59 Jahre, 4 Männer) an der kompletten Studie teil. Bei 56% wurde das menschliche Leukozytanantigen HLA-DQ2 und/oder HLA-DQ8 nachgewiesen. Die Einhaltung (Compliance ) der Diät und der Ergänzungen war sehr hoch/groß. Von 19 Patienten der Glutengruppe gaben 13 (68%) an, dass die Symptome nicht ausreichend kontrolliert waren; verglichen dazu gaben dies 6 von 15 (40%) der Placebo- gruppe an (P=0.0001; Generalized Estimating Equation = GEE). Auf einer visuellen Analogskala gaben die Patienten der Glutengruppe innerhalb 1 Woche  schlechtere Werte bezogen auf die Gesamtheit der Symptome (P=0.047), Schmerzen (P=0.016), Blähungen (P=0.031), Zufriedenheit mit Stuhlkonsistenz (P=0.024) und Müdigkeit (P=0.001) an. Anti-Gliadin Antikörper wurden nicht verursacht.
Es gab keine bedeutenden Änderungen der Werte des fäkalen Laktoferrin, der Zöliakie-Antikörper, des hoch-sensitiven CRP oder der intestinalen Permeabilität. Es gab keine Unterschiede bezüglich eines Endpunkts der Patienten mit oder ohne DQ2/DQ8.
 
ZUSAMMENFASSUNGEN:
„Nicht-Zöliakie-abhängige Glutenintoleranz“ kann vorkommen, jedoch konnten keine Anhaltspunkte zum Mechanismus herausgefunden werden.

  1. Biesiekierski JR et al. Gluten causes gastrointestinal symptoms in subjects without celiac disease: A double-blind randomized placebo-controlled trial.
Schlüsselwörter: Glutenunverträglichkeit, Celiac disease, reizdarmsyndrom, durchfälle, kinder, erwachsene, gluten-allergie, durchfall, Kind, Untergewicht, Übergewicht, Glutenfreie Diät, colon irritabile, Diabetes, Zöliakie, Immunsyste, Kinder, Kachexie, Blähungen, Bauch, Darmberuhigung, Sprue, Malabsorptionsymptom, Ernährung, biopsie, endoskopie, gastroskopie, Reizdarm, Gluten-unverträglichkeit, gewichtsabnahme, Gluten, Diät, Diarrhoe, Durchfall, ohne villöse Atrophie, Gluten-sensitive Enteropathie, Nebenwirkung, gastro-intestinale Symptome, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013