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Soziale Netzwerke (Facebook & Co.): Nutzen/Risiko bei Kindern und Jugendlichen - AAP-Empfehlungen, USA 2011

In den letzten Jahren hat die Anwendung von sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder MySpace bei Kindern und Jugendlichen auch in Deutschland rasant zugenommen. In den USA wird es geschätzt, dass die Jugendliche sich täglich mehr als 10 Mal einloggen, und dafür häufig Ihre Mobiltelefone verwenden. American Academy of Pediatrics (AAP) hat einen Bericht über die Vorteile und Risiken der Anwendung der sozialen Netzwerke durch Kinder und Jugendliche veröffentlicht. Die AAP-Empfehlungen sind im Internet als Volltext einsehbar (1).

Vorteile:

  • Kommunikation mit Freunden

  • Charity: Gelegenheiten für den Einsatz zu gemeinschaftlichen Zwecken

  • Kontakte innerhalb einer Gruppe mit ähnlichen Interessen und Hobbys

  • Austausch von Ideen durch Blogs, Bilder, Videos usw.

  • Verbesserung der sozialen Fähigkeiten

  • Zugang zu Gesundheitsinformationen

Risiken:

  • Cyberbullying (Cyber-Mobbing, Internet-Mobbing, oder auch Cyber-Stalking): Bösartiges Verwenden von sozialen Netzwerken und Internet, um kompromittierende Informationen über andere zu sammeln,

  • Online Harassment: Schädigen, Stalken, Mobben der anderen Teilnehmer in sozialen Netzwerken.

  • Sexting: Senden, Empfangen und Stellen von Media mit sexuellem bzw. pornografischem Inhalt (Bilder, Texte, Video usw.)

  • Facebook-Depression: Depressive Symptome und Internet-Abhängigkeit aufgrund des immensen Zeiteinsatzes bei sozialen Netzwerken

  • Zugriff auf nicht jugendfreie Inhalte

  • Persönliche Datenschutzverletzungen (Medknowledge-Hinweis: Im Mai 2011 wurde bekannt, dass Facebook die Daten über die Vorlieben und Interessen der Facebook-Nutzer aus den USA an Amazon verkauft hat; 5)

  • Einfluss der Online-Werbung auf  Konsumverhalten (Stichwort Shopping)

  • Schlafentzug 

AAP-Empfehlungen an Hausärzte

  • Eltern sollten ermutigt werden, mit ihren Kindern über deren Aktivitäten in sozialen Netzwerken zu sprechen.

  • Diskutieren von aktuellen Themen in sozialen Netzwerken innerhalb der Familie

  • Überwachung der Online-Aktivität der Kinder/Jugendliche durch die Eltern.

Medknowledge-Anmerkungen:

In den USA dürfen Kinder ab 13 Jahren an den sozialen Netzwerken teilnehmen. Aber dort wie auch in Deutschland machen bereits wesentlich jüngere Kinder bei Facebook und Co. mit, haben teilweise ihre eigenen Seiten.

Die AAP-Empfehlungen laufen darauf hinaus, dass die Eltern die Online-Aktivitäten ihrer Kinder im Auge behalten, gar kontrollieren sollten. Und das ist gerade nicht immer einfach. Ob Online- oder Offline-Aktivitäten in der Schule oder auf der Straße, die wichtigste Voraussetzung für offene Gespräche zwischen Eltern und Kindern sind vorhanden sein von festen familiären Strukturen, Vertrauen und Zuwendung. Trotz des digitalen Zeitalters hat sich daran nichts geändert.

Genauso wenig hat es sich daran auch geändert, warum so viele Menschen an sozialen Netzwerken teilnehmen: sie sind auf der Suche nach Gemeinschaften mit ähnlichen Interessen. Früher war es genauso, nur man hat sich in der Nachbarschaft, in den Vereinen usw. getroffen. Bei der neuen Welle mit sozialen Netzwerken scheint sich lediglich die Mittel für die zwischenmenschliche Kommunikation geändert zu haben. Die uralten Wünsche, Träume, Sehnsüchte der Menschen  bleiben gleich.

Literatur
  1. O'Keeffe GS et al. The impact of social media on children, adolescents, and families. Pediatrics 2011 Apr; 127:800.
  2. Facebook gefährdet professionelle Distanz, 16. Dezember 2010
  3. Ghassan Moubarak et al: Facebook activity of residents and fellows and its impact on the doctor–patient relationship. J Med Ethics doi:10.1136/jme.2010.036293
  4. Privatsphäre: Die Gefahren des sozialen Netzes, Spiegel-Bericht 2007
  5. Facebook leitet Nutzerdaten an Amazon weiter, Computer-Bild 20.04.2011
  6. Siehe auch: Licht und Schatten von Facebook und Co, 08.08.2011
Schlüsselwörter: Soziale Netzwerke, Facebook, myspace, depression, kinder, abhängigkeit, risiko, porno, Nutzen, sexuelle nötigung, cyber-mobbing, stalking, internet-mobbing, sex, bilder, leitlinie, erpressen, schule, Risiko, Kind Jugendliche, pornographie, Soziales Netzwerk, twitter, studie-vz, jugend, eltern, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013