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Pioglitazon (Actos) zur Diabetes-Prävention, 2011

Das Glitazon (auch bekannt als Insulinsensitizer) Pioglitazon verlangsamte in einer aktuellen Studie (1) das Progression einer Prädiabetes zu einem Diabetes, erhöhte jedoch gleichzeitig das Risiko für Ödeme und Gewichtszunahme. Lebenstil-Änderungen mit Diät und Sport sollten bei der Diabetes-Prävention weiterhin Vorrang haben.

--Aktuelles zu Pioglitazon 09.06.2011: Pioglitazon wurde in Frankreich wegen Harnblasenkrebs-Verdacht vom Markt genommen. Auch Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rät inzwischen ebenfalls von der weiteren Verwendung von Pioglitazon ab.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Pioglitazon zur Diabetes-Prävention bei gestörter Glukosetoleranz.

HINTERGRUND: Eine gestörte Glukosetoleranz ist mit erhöhter Prävalenz von kardio-vaskulären Erkrankungen sowie der Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 verbunden. Eingriffe, die solche Vorkommnisse verhindern oder verzögern können sind von großer klinischer Bedeutung.

Methoden: Wir führten eine randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierten Studie durch, um zu untersuchen, ob Pioglitazon das Risiko der Entwicklung eines Typ 2 Diabetes bei Erwachsenen mit gestörter Glukosetoleranz verringern kann.

Insgesamt 602 Patienten erhielten randomisiert entweder Pioglitazon oder Placebo. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 2,4 Jahre. Vierteljährlich wurde der Wert der Nüchternglukose gemessen und jährlich wurden orale Glukosetoleranztests durchgeführt.   Die Entwicklung des Typ 2 Diabetes wurde durch die Ergebnisse der wiederholten Tests festgestellt.

ERGEBNISSE: Die jährliche Inzidenzraten (Erkrankungshäufigkeit) für Diabetes mellitus Typ 2 waren 2,1% in der Pioglitazon-Gruppe und 7,6% in der Placebo-Gruppe; die Hazard Ratio für die Entwicklung eines Typ 2 Diabetes in der Pioglitazon-Gruppe betrug 0,28 (95% Konfidenzintervall 0,16 bis 0,49, P <0,001 ). Die Umstellung auf normale Glukosetoleranz trat bei 48% der Patienten in der Pioglitazon-Gruppe und 28% der Befragten in der Placebogruppe (P <0,001) auf.

Die Behandlung mit Pioglitazon im Vergleich zu Placebo war mit folgenden

- deutlich geringeren Werten - verbunden:

-> Nüchternblutzuckers

(Rückgang von 11,7 mg / dl vs 8,1 mg / dl [0,7 mmol / l vs 0,5 mmol pro Liter], p <0,001)

-> 2h-Glucose-Wert

(Abnahme von 30,5 mg / dl vs 15,6 mg / dl [1,6 mmol / l vs 0,9 mmol pro Liter], p <0,001)

-> HbA-1C-Wert

( Rückgang von 0,04 Prozentpunkten gegenüber einem Anstieg von 0,20 , P <0,001).

Unter der Pioglitazon-Therapie sank der diastolische Blutdruck (um 2,0 mm Hg vs 0,0 mm Hg, p = 0,03), verminderte sich die Rate der Intima-Media-Verdickung (31,5%, P = 0,047) und es wurde ein stärkerer Anstieg des High-Density-Lipoprotein-Cholesterins (von 7,35 mg / dl vs 4,5 mg / dl [0,4 mmol / l vs 0,3 mmol pro Liter], P = 0,008) beobachtet.

Die Gewichtszunahme war größer in der Pioglitazon-Gruppe als in der  Placebo-Gruppe    (3,9 kg vs 0,77 kg, p <0,001) und Ödeme traten häufiger (12,9% vs 6,4%, P = 0,007) auf.

FAZIT: Im Vergleich zu Placebo reduzierte Pioglitazon das Risiko der Umwandlung von gestörter Glukosetoleranz zu Diabetes mellitus Typ 2 um 72%, war aber mit einer signifikanten Gewichtszunahme und Ödemen verbunden.

(Funded by Takeda Pharmaceuticals and others; ClinicalTrials.gov number, NCT00220961.).

  1. DeFronzo RA et al. Pioglitazone for diabetes prevention in impaired glucose tolerance. N Engl J Med 2011 Mar 24; 364:1104
Schlüsselwörter: Primäre und sekundäre Prävention, Mikroangiopathie, Makropathie, Insulinsensitizer Pioglitazon, Actos, diabetes mellitus, risikogruppen, screening, blutzucker-kontrolle, Prädiabetes, HbA1c-Untersuchung, Diabetes-Früherkennung, Diabetes-Screening, infektion, prävention, vorsorge, Krankheit, Studie, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013