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Orthostatische Hypotonie im Alter, 2011

Aktuelle Studie (1):  Das Vorkommen einer orthostatischen Hypotonie (Absacken des Blutdruckes beim Wechsel vom Liegen zum Stehen) kommt bei älteren Erwachsenen überraschend oft vor.

Orthostatische Hypotonie wird als Abfall des systolischen Blutdruckes von mehr als 40mmHg innerhalb von 15s bei Wechsel vom Sitzen/Liegen in die aufrechte Körperlage definiert (2).

Orthostatische Hypotonie ist bei älteren Menschen relativ häufig, insbesondere bei denen, die antihypertensiva einnehmen oder unter Krankheiten mit Störungen des autonomen Nervensystems (z.B. Diabetes) leiden.

Eine aktuelle Studie (1) aus Ireland verwendete ein Gerät zur nicht-invasiven kontinuierlichen Messung der orthostatischen Blutdruck-Schwankungen bei 442 älteren Menschen (Alter im Mittel 72J, 72% Frauen), die nicht unter Demenz oder autonomer Neuropathie leideten.

Der mittlere systolische Blutdruck (SBP) betrug 160mmHg. Die Änderungen vom Sitzen/Liegen zum Stehen ergaben folgende Muster:

  • "small drop, fast overrecovery" : Geringer Blutdruck-Abfall, fast überschießende Gegenregulation bei etwa 25% der Teilnehmer. Mittlerer systolischer Blutdruckabfall  16mmHg in den ersten 30s; schnelle Erholung mit Überschreitung des Ausgangs-Blutdruckes  in den nächsten 30s.

  • "medium drop, slow recovery" : Mittlerer Blutdruck-Abfall, langsame Erholung bei 54% der Teilnehmer. Mittlerer systolischer Blutdruckabfall 35mmHg in den ersten 30s;  beinahe Erreichen des Ausgangs-Blutdruckes in den nächsten 30s bis 2min.

  • "large drop, nonrecovery" : Starker Blutdruck-Abfall, keine Erholung bei 21% der Teilnehmer. Mittlerer systolischer Blutdruckabfall 62mmHg in den ersten 30s;  langsames nicht-komplettes Erreichen des Ausgangs-Blutdruckes in den nächsten 2min.

Etwa 13% der Teilnehmer hatten nach den obengenannten Kriterien eine initiale orthostatische Hypotonie; diese Älteren hatten auch häufiger eine Sturzanamnese in letzter Zeit (24.7% vs 10.4%), mehr als 4 Medikamente (54% vs. 39%) und waren insgesamt gebrechlicher bezüglich der motorischen Funktionen (14.1% vs 5.4%.)

Fazit: Also was tun? Ärzte sollten ältere Patienten nach Schwindel bei Änderungen der Körperhaltung fragen, gezielt orthostatische Blutdruck-Schwankungen kontrollieren, und gegebenfalls die Medikamente, insbesondere Antihypertensiva anpassen. Des Weiteren wäre es wichtig, nach Ess- und Trink-Gewohnheiten zu fragen (Exsikkose? Ernährungssstörung?).

  1. Romero-Ortuno R et al. Continuous noninvasive orthostatic blood pressure measurements and their relationship with orthostatic intolerance, falls, and frailty in older people. J Am Geriatr Soc 2011 Apr; 59:655
  2. Initial orthostatic hypotension: review of a forgotten condition
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Stand: 25. Mai 2013