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Intensive Blutzucker-Kontrolle und Lebensqualität, ACCORD-Substudie, 2011

ACCORD-Studie (2) untersuchte den Wert einer intensivierten Blutzuckerkontrolle bei Diabetes-Typ-II. US-Behörden hatten 2008 einen Therapie-Arm der ACCORD-Studie vorzeitig gestoppt. Der Versuch, das Hämoglobin A1c auf Werte von gesunden Menschen zu senken (unter 6%), hatte zu einem deutlichen Anstieg der Todesfälle geführt. Wir hatten 2008 die ACCORD-Studie vorgestellt (siehe unten <outbind://41/l 2008> ). Danach wurde vor allem bei älteren Patienten von einer aggressiven Einstellung mit einem HbA1c-Ziel unter 6%, wie es in der Accord-Studie verfolgt wurde, abgeraten. Die meisten Empfehlungen orientieren sich derzeit um einen HbA1c-Wert von 7%.

Inzwischen ist eine neue Analyse (1) in Diabetes Care publiziert, die über die Lebensqualität der ACCORD-Studie-Patienten berichtet. Die Ergebnisse zeigten, dass Intensive Blutzucker-Kontrolle nicht zu Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, weder körperlich und psychisch führte.

Des Weiteren ist aktuell im Juli 2011 eine Meta-Analyse (3) in der Fachzeitschrift BMJ erschienen, die zeigte, dass möglicherweise die Risiken einer intensive Blutzucker-Kontrolle bei Diabetes-Typ-II (Hypoglykämien) überwiegen. Also die negativen Berichte über die intensive Blutzuckereinstellung bei Diabetes-Typ-II reißen nicht ab.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Auswirkungen von intensiver Senkung des Glukosespiegels auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Diabetes Typ 2: Die ACCORD-Studie

ZIEL: Die Strategie der intensivierten Glukosekontrolle sollte in Bezug auf gesundheitsbezogene Lebensqualität (engl. HRQL) mit Standard-Glukosekontrolle verglichen werden. Diese Analyse sollte in einer Nebenstudie der ACCORD (Action to Control Cardiovascular Risk in Diabetes)-Studie durchgeführt werden.

STUDIENGESTALTUNG UND METHODEN: Eine zufällig ausgewählte Untergruppe von 2.053 Patienten der ACCORD-Studie, die in die HRQL-Nebenstudie aufgenommen wurden, wurden bei Aufnahme in die Studie und nach 12, 36 und nach 48 Monaten untersucht. Die Erfassung der HRQL beinhaltete einen allgemeinen Gesundheitsstatus (kurzer Gesundheitsfragebogen aus 36 Items [SF-36]), Diabetessymptome (die Checklist für Diabetes-bedingte Symptome), Depression (Patienten-Gesundheitsfragebogen 9 [PHQ-9]) und Behandlungszufriedenheit (Fragebogen zur Diabetes-Behandlungszufriedenheit [DTSQ]). ANOVA-Modelle wurden mit wiederholten Messungen benutzt, um unter Adjustierung für Kovariablen, die Veränderung der HRQL zwischen den Behandlungsgruppen über 48 Monate hinweg zu vergleichen. Die Auswirkungen der frühen Beendigung des Kontrollarms zur intensiven Glukosekontrolle aus der ACCORD-Studie auf die Studienergebnisse wurden ebenfalls analysiert.

ERGEBNISSE: Insgesamt vervollständigten 1.956 (95%) der Patienten die HRQL-Fragebögen bei Aufnahme in die Studie. Der Studienarm mit intensiver Therapie hatte eine größere Abnahme des Punktwerts zur körperlichen Gesundheit nach SF-36 als der Standardarm (-1,6 gegenüber -1,1; P=0,0345). Die Behandlungszufriedenheit nach DTSQ zeigte bei intensiver Therapie im Vergleich zur Standardtherapie eine höhere Verbesserung (P=0,0004). Es gab keine Unterschiede der durchschnittlichen Punktwerte auf der Checklist für Diabetes-bedingte Symptome und auf dem PHQ-9. Der Übergang von Teilnehmern aus dem Arm mit intensiver Therapie in die Standardtherapie nach Beendigung des Studienarms mit intensiver Therapie zeigte keine signifikanten Auswirkungen auf die HRQL.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Strategie der ACCORD (Action to Control Cardiovascular Risk in Diabetes)-Studie für intensive Kontrolle des Glukosespiegels führte nicht zu Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und war mit mäßigen Verbesserungen in der Behandlungszufriedenheit des Diabetes assoziiert. Die Akzeptanz durch die Patienten war daher scheinbar nicht durch intensive und komplexe Interventionen beeinträchtigt, wie sie im Rahmen der ACCORD-Studie vorgenommen wurden.

  1. Anderson RT et al. Effect of intensive glycemic lowering on health-related quality of life in type 2 diabetes: ACCORD trial. Diabetes Care 2011 Apr; 34:807
  2. ACCORD-Studie - Typ-II-Diabetes: Studienabbruch nach vermehrten Todesfällen 2008 // Fünfjahres-Ergebnisse, 2011
  3. Rémy Boussageon et al: Effect of intensive glucose lowering treatment on all cause mortality, cardiovascular death, and microvascular events in type 2 diabetes: meta-analysis of randomised controlled trials. BMJ 2011; 343: d4169
Schlüsselwörter: Lebensqualität, Intensive Blutzucker-Kontrolle, qualtität, leben, blutzuckersenkung, zucker, Rosiglitazon, Mortalität, Sterblichkeit, intensivierte insulin-therapie, blutzucker-senkung, Avandia, Todesfall, aggresive HbA1c –Senkung, ACCORD-Studiem, Typ-II-Diabetes Mellitus, psyche, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013