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Hysterektomie mit oder ohne Ovarektomie, 2011

Hysterektomie: operative Entfernung der Gebärmutter (Uterus)

Ovarektomie (oder Oophorektomie): operative Entfernung eines oder beider Eierstöcke (Ovarien)

Die elektive bilaterale Salpingo-Ovarektomie (BSO) wird routinemäßig mit einer Hysterektomie für benigne Konditionen (z.B. Uterusmyome) durchgeführt, um spätere Eierstockkrebs vorzubeugen. Die Langzeit-Daten dazu sind jedoch widersprüchlich.

Eine aktuelle Studie (1) ging diese Frage nach. Die Fünfjahres-Ergebnisse ergaben, dass eine beidseitige Salpingo-Ovarektomie keine Negativeffekte zeigt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Ovarektomie versus ovarienerhaltender Operation mit Hysterektomie: kardiovaskuläre Erkrankungen, Hüftfrakturen und Krebs in der „Women’s Health Initiative Observational Study“. 

HINTERGRUND:

Die elektive bilaterale Salpingo-Ovarektomie (BSO) wird routinemäßig mit einer Hysterektomie für benigne Konditionen durchgeführt, trotz widersprüchlicher Daten über Langzeit-outcomes.

METHODEN:

In diese prospektive Kohorte wurden 25 448 postmenopausale Frauen zwischen 50 und 79 Jahren in die „Women’s Health Initiative Oberservational Study“ eingeschlossen, die in ihrer Geschichte eine Hysterektomie und BSO (n=14 254 [56,0%]) oder eine Hysterektomie mit Ovarienerhalt (n=11 194 [44,0%]) und keine positive Familienanamnese für Eierstockkrebs aufwiesen. Multivariable Cox proportionale Hazards Regressionsmodelle wurden genutzt, um den Effekt von BSO auf das Auftreten von kardiovaskulären Erkrankungen, Hüftfrakturen, Krebs und Tod zu untersuchen.

Anmerkung: Die „Women’s Health Initiative Oberservational Study“ war eine Studie über 15 Jahre (1992-2007) in den USA und untersuchte die häufigsten Ursachen für Tod, Behinderung und schlechte Lebensqualität bei generell gesunden, postmenopausalen Frauen: kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs und Osteoporose. Es sollten unter anderem Ursachen und Präventionsstrategien ermittelt werden.

ERGEBNISSE:

Ein aktueller oder früherer Gebrauch von Östrogenen und/oder Progestin war gemeinhin unabhängig von dem BSO Status (78,6% der Kohorte). In multivariablen Analysen war die BSO nicht mit einem erhöhten Risiko für fatale oder nichtfatale koronare Herzerkrankungen (hazard ratio 1,00 [95% Konfidenzintervall, 0,85-1,18]), koronare Arterienbypass-Operation/perkutane transluminale Koronarangioplastie (0,95 [0,82-1,10]), Schlaganfall (1,04 [0,87-1,24]), sämtliche kardiovaskuläre Erkrankungen (0,99 [0,91-1,09]), Hüftfrakturen (0,83 [0,63-1,10]) oder Tod (0,98 [0,87-1,10]) assoziiert. Eine bilaterale Salpingo-Ovarektomie verminderte die Inzidenz von Eierstockkrebs (0,02% in der BSO Gruppe; 0,33% in der Gruppe mit Ovarienerhalt; Anzahl der notwendigen Behandlungen (engl. number needed to treat): 323) während eines mittleren (SD) follow-up von 7,6 (1,6) Jahren. Es wurden aber  keine signifikanten Assoziationen für Brustkrebs, kolorektalen Krebs oder Lungenkrebs gefunden.

 

FAZIT:

In dieser großen prospektiven Kohortenstudie verminderte eine bilaterale Salpingo-Ovarektomie (BSO) - verglichen mit Hysterektomie und Ovarienerhalt- das Risiko für Eierstockkrebs. Die Inzidenz an Ovarialkrebs war aber in beiden Gruppen gering. Die Ergebnisse dieser Studie suggerieren, dass eine bilaterale Salpingo-Ovarektomie -verglichen mit Hysterektomie und Ovarienerhalt- vermutlich keinen Negativeffekt auf die kardiovaskuläre Gesundheit, auf Hüftfrakturen, Krebs oder auf die Gesamtmortalität hat. 

  1. Jacoby VL et al. Oophorectomy vs ovarian conservation with hysterectomy: Cardiovascular disease, hip fracture, and cancer in the Women's Health Initiative Observational Study. Arch Intern Med 2011 Apr 25; 171:760
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Stand: 25. Mai 2013