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PCI als Übertherapie – Hat sich seit COURAGE-Studie was geändert? 2011

COURAGE-Studie (2) hatte 2007 gezeigt, dass die Mehrzahl aller perkutanen koronaren Interventionen (PCI) heute bei Patienten mit stabiler Angina durchgeführt werden, und dass die PCI in dieser Gruppe weder Herzinfarkte verhindert, noch die Sterblichkeit senken würde. Damit wurde PCI in dieser Patientengruppe als Übertherapie angesehen, und es wurde betont, dass medikamentöse Therapie hier am Anfang stehen sollte.

Eine aktuelle Studie (1) untersuchte, ob die Ergebnisse der COURAGE-Studie den Einsatz des initialen medikamentösen Behandlungsversuches bei Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit gesteigert hat, bevor ein PCI durchgeführt wird.

Die Ergebnisse zeigten jedoch, dass weiterhin viele Patienten mit stabiler KHK keine optimale medikamentöse erhalten, bevor sie sich einer PCI unterziehen. Also es hat sich kaum was geändert, warum wohl?

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Patterns und Intensität der medikamentösen Therapie bei Patienten mit perkutaner Koronarintervention.

 HINTERGRUND: In der COURAGE-Studie zeigten die Überlebenswahrscheinlichkeiten bei Anwendung der Revaskularisationstherapie oder optimaler medikamentöser Therapie (OMT) keine Verbesserung der Lebensqualität bei stabiler koronarer Herzkrankheit (die nicht auf Angina-pectoris bezogen ist) durch eine perkutanen Koronarintervention (PCI). Dies legt nahe, dass eine Prüfung der optimalen medikamentösen Therapie vor PCI gerechtfertigt ist. Es ist unbekannt, bis zu welchem Grad eine optimale medikamentöse Therapie vor der PCI in der täglichen Praxis vollzogen wurde, oder ob seine Verwendung sich nach der COURAGE-Studie erhöhte.


ZIEL: Zu untersuchen ob die Verwendung der optimalen medikamentösen Therapie bei Patienten mit stabiler Angina pectoris, die sich einer PCI unterziehen, sich nach der  Veröffentlichung der COURAGE-Studie verändert hat.

 

GESTALTUNG, UMGEBUNG, TEILNEHMER: Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie von Patienten mit stabiler KHK, die einer PCI unterzogen wurden. Die Daten wurden aus dem Nationalen Kardiovaskular Register entnommen, und Zeitraum zwischen 1. September 2005 und 30. Juni 2009 untersucht. Die Analyse vergleicht den  Einsatz einer optimalen medikamentösen Therapie, sowohl vor PCI als auch zum Zeitpunkt der Entlassung, vor und nach der Veröffentlichung der COURAGE-Studie. Eine optimale medikamentöse Therapie wurde entweder als verschriebene Medikation oder als dokumentierte Kontraindikation für alle Arzneimittel (Thrombozytenaggregationshemmer, Beta-Blocker und Statine definiert.

 

MAIN OUTCOME: Anzahl der optimalen medikamentösen Therapie vor PCI und bei der Entlassung (nach PCI) zwischen den zwei Studienzeiten.

 

ERGEBNISSE: Von allen 467.211 Patienten (173.416 vor [37,1%] und 293.795 nach [62,9%] der COURAGE-Studie) wurde die optimale medikamentöse Therapie bei 206.569 Patienten vor PCI eingesetzt (44,2%, 95% Konfidenzintervall [CI], 44,1% -44,4%). 303.864 Patienten (65,0%, 95% CI, 64,9% -65,2%) erhielten die optimale medikamentöse Therapie bei der Entlassung oder nach PCI (P <.001) bevor die COURAGE-Studie veröffentlicht wurde.

Bei 75.381 Patienten (95% CI, 43,2% -43,7% 43,5%) wurde die optimale medikamentöse Therapie vor der COURAGE-Studie verwendet und in 131.188 Patienten (44,7%, 95% CI, 44,5% -44,8%) wurde eine optimale medikamentöse Therapie nach Veröffentlichung der COURAGE-Studie verwendet (p <.001). Verwendung von OMT bei der Entlassung nach PCI vor und nach der COURAGE-Studie betrug 63,5% (95% CI, 63,3% -63,7%) und 66,0% (95% CI, 65,8% -66,1%), bzw.  (P <.001).


FAZIT: Unter den Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit, die einer perkutanen Koronarintervention unterzogen wurden, erhielten weniger als die Hälfte eine optimale medikamentöse Therapie vor der Intervention, und etwa zwei Drittel bei der Entlassung nach der Intervention, mit relativ geringer Änderung dieses Praxis-Musters nach Veröffentlichung der COURAGE-Studie.

  1. Borden WB et al. Patterns and intensity of medical therapy in patients undergoing percutaneous coronary intervention. JAMA 2011 May 11; 305:1882
 
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Stand: 25. Mai 2013