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Inhalatives Anticholinergikum Tiotropium (Spiriva®) als Add-on-Therapie bei Patienten mit schwerem Asthma, 2011

Hintergrundinformationen:

Tiotropiumbromid (Spiriva®): ein 24 Stunden wirkendes Anticholinergikum, welches seit Mitte Juni in Deutschland zur Therapie von Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zugelassen ist.

ICS (inhaled corticosteroids): Inhalative Kortikosteroid-Therapie (in Deutschland z.B. Pulmicort)

LABA: Inhalative Langwirksame Beta-Agonisten [in Deutschland z.B. Salmeterol, oder Formoterol (Oxis)]

Eine aktuelle Studie (1) untersuchte die Wirksamkeit einer Tripletherapie:  Zusatz von Tiotropiumbromid (Spiriva) bei Patienten, die trotz einer bestehenden ICS/LABA-Kombinationstherapie (inhalatives Kortison plus langwirksame Beta-Agonisten) unter anhaltender Asthma leideten. Die Ergebnisse zeigten, dass Tiotropium (Spiriva) die Lungenfunktion bei Patienten mit schwerem unkontrolliertem Asthma bereits innerhalb von 8 Wochen verbessert.

Für Patienten mit schwerem unkontrollierten Asthma, die bereits ICS/LABA-Kombitherapie erhalten, gibt es nicht viele Behandlungs-Optionen: Derzeit vielleicht Theophylline und ebenfalls vielleicht Anti-IgE-Antikörper Omalizumab (Xolair). Die Ergebnisse der aktuellen Studie zeigte, dass Tiotropiumbromid (Spiriva) erfreulicherweise die Therapie-Optionen bei schwerem Asthma erweitert.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Tiotropium verbessert die Lungenfunktion bei Patienten mit schwerem unkontrollierten Asthma: Eine randomisierte, kontrollierte Studie.

HINTERGRUND:
Manche Patienten mit schwerem Asthma bleiben symptomatisch und obstruiert obwohl sie die maximal empfohlene Behandlung erhalten. Tiotropium, ein langwirksames inhalatives Anticholinergikum, könnte ein effektiver Bronchodilatator bei solchen Patienten sein.

 

ZIELSETZUNG:

Es sollte die Effizienz und die Sicherheit von zwei Dosen von Tiotropium (5 und 10 µg täglich) verglichen werden. Tiotropium wurde mit Hilfe des Respimat Inhalators mit einem Placebo als Zusatztherapie bei Patienten mit unkontrolliertem schweren Asthma verabreicht (Asthma Control Questionnaire Score ³ 1,5; postbronchodilatiertes FEV1 £80% vom prognostizierten Wert) trotz der Therapie mit mindestens einem hoch dosierten inhalativen Kortikosteroid plus einem langwirksamen b2-Agonisten.

 

METHODEN:

Die Studie war eine randomisierte, doppelblinde, crossover Studie mit drei über 8-Wochen dauernde Behandlungsperioden. Der primäre Endpunkt war der Höchstpunkt des FEV1 am Ende einer jeden Behandlungsperiode. 

 

ERGEBNISSE:

Von 107 randomisierten Patienten (54% weibliche Patienten; Durchschnitt 55 Jahre; postbronchodilatatorisches FEV1 65% des prognostizierten Wertes), 100 schlossen alle Perioden ab. Der Höchstwert des FEV1 war signifikant höher mit 5µg von Tirotropium (Differenz 139 mL; 95% CI, 96-181 mL) und 10 µg Tiotropium (Differenz 170 mL; 95% CI, 128-213 mL) als mit dem Placebo (beide P<0,0001). Es wurde kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden aktiven Dosen beobachtet. Der Tiefpunkt von FEV1 am Ende des Dosisintervalls war mit Tiotropium höher (5µg: 86 mL [95% CI, 41-132 mL]; 10µg: 113 mL [95% CI, 67-159 mL]; beide P<0,0004). Die täglichen expiratorischen Peak-Flow Messungen zu Hause waren höher mit beiden Tiotropium-Dosen. Es wurden keine signifikanten Unterschiede bei dem mit Asthma in Zusammenhang stehenden Gesundheitsstatus oder den  Symptomen beobachtet. Die unerwünschten Ereignisse waren unter den Gruppen balanciert, ausgenommen der Mundtrockenheit, die häufiger bei 10 µg Tiotropium war.

 

FAZIT:

Der Zusatz von einer einmal täglichen Tiotropiumdosis bei der Asthmabehandlung, die ein hochdosiertes inhalatives Kortikoidsteroid und einen langwirksamen b2-Agonisten beinhaltet, verbessert signifikant die Lungenfunktion über 24 Stunden bei Patienten mit inadäquat kontrolliertem schweren, permanenten Asthma.

  1. Kerstjens HAM et al. Tiotropium improves lung function in patients with severe uncontrolled asthma: A randomized controlled trial. J Allergy Clin Immunol 2011 May 31
Schlüsselwörter: Tiotropiumbromid, Spiriva, schwere asthma bronchiale, Therapie, COPD, Patienten, Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Chronische Bronchitis, Lungenemphysem, , Anticholinergikum, Ipratropiumbromid, Atrovent, Vitalkapazität und Lungenfunktion, asthmatiker, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013