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Patienten nach Herzinfarkt und Schmerzmittel: Selbst kurze NSAID-Einnahme mit Re-Herzinfarkt- Risiko assoziiert, 2011

Bei Patienten mit durchgemachtem Herzinfarkt führte sogar eine kurzzeitige Behandlung mit den meisten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAID wie Ibuprofen , Diclofenac, Rofecoxib, Celecoxib und Naproxen) zu einem erhöhten Risiko zu sterben oder einen neuerlichen Herzinfarkt zu erleiden. Also die NSAID so wenig wie nur möglich anordnen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einfluss der Dauer einer Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika auf das Sterberisiko und Wiederauftreten eines Myokardinfarkts bei Patienten mit durchgemachtem Myokardinfarkt: eine landesweite Kohortenstudie.
HINTERGRUND:
Obwohl nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) bei Patienten mit klinisch gesicherter kardiovaskulärer Erkrankung kontraindiziert sind, erhalten doch viele Patienten für einen kurzen Zeitraum eine Therapie mit NSAR. Es ist allerdings nur wenig bekannt über den Zusammenhang zwischen der Dauer der NSAR-Einnahme und dem kardiovaskulären Risiko. Aus diesem Grund untersuchten wir in einer landesweiten Kohortenstudie das kardiovaskuläre Risiko von Patienten mit durchgemachtem Myokardinfarkt (MI) in Bezug auf die Dauer der Einnahme von NSAR.

METHODEN UND ERGEBNISSE:
Aus dem dänischen Patientenregister wurden mittels individual-level Linkage alle Patienten ≥ 30 Jahre, die zwischen 1997 und 2006 wegen eines ersten Herzinfarkts hospitalisiert waren, erfasst, und aus dem nationalen Verschreibungsregister ihr nachfolgender Gebrauch von NSAR erhoben. Das Risiko, abhängig von der Dauer der NSAR-Einnahme zu sterben oder einen neuerlichen MI zu erleiden, wurde mittels multivariablem zeitabhängigem Cox-Modell mit proportionalem Ausfallrisiko ermittelt und in der Inzidenz pro 1000 Patientenjahre angegeben. Von den 83 677 untersuchten Patienten, erhielten während der Verlaufskontrolle 42,3% NSAR. Insgesamt wurden 35 257 Sterbefälle/rezidivierende MI beobachtet. Insgesamt führte die Einnahme von NSAR zu einem signifikant erhöhten Risiko zu Beginn der Therapie den Tod oder einen neuerlichen MI zu erleiden (Hazard Ratio: 1,45; 95%-Konfidenzintervall: 1,29 – 1,62). Dieses Risiko blieb während der ganzen Behandlung bestehen (Hazard Ratio: 1,55; 95%-Konfidenzintervall: 1,46 – 1,64 nach 90 Tagen). Die Analyse der einzelnen NSAR-Präparate zeigte, dass das herkömmliche NSAR Diclofenac mit dem höchsten Risiko assoziiert war (Hazard Ratio: 3,26; 95%-Konfidenzintervall: 2,57 – 3,86 für Tod/MI am Tag 1-7 der Behandlung).

SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Bei Patienten mit durchgemachtem MI führte sogar eine kurzzeitige Behandlung mit den meisten NSAR zu einem erhöhten Risiko zu sterben oder einen neuerlichen MI zu erleiden. Somit kann für diese Patientengruppe weder eine Kurzzeit- noch eine Langzeitbehandlung empfohlen werden. Für eine höhere Sicherheit sollte aus kardiovaskuläre Sicht jeglicher Gebrauch von NSAR so gering wie möglich gehalten werden.

  1. Schjerning Olsen A-M et al. Duration of treatment with nonsteroidal anti-inflammatory drugs and impact on risk of death and recurrent myocardial infarction in patients with prior myocardial infarction: A nationwide cohort study. Circulation 2011 May 24; 123:2226
Schlüsselwörter: NSAID, nichtsteroidale Antirheumatika, NSAR, kardiovaskuläre Risiken, Herzinfarkt, ASS, Ibuprofen, Naproxen, Indomethacin, Piroxicam, Ketoprofen, Vioxx, Bextra, Aspirin, myokardinfarkt, Celecoxib, Etoricoxib, niereninsuffienz, cox-2-hemmer, Rofecoxib, Lumiracoxib, niere,,infektion, sterberisiko, mortalität, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013