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AT-Blocker und Herzinfarkt als Komplikation? 2011

Die AT-Blocker sind eine Weiterentwicklung von ACE-Hemmer, und werden hauptsächlich bei Hypertonie eingesetzt. Die Subanalysen-Ergebnisse einer randomisierten Studie (2) hatte 2004 gezeigt, dass der AT-Blocker Valsartan (in Deutschland Diovan) möglicherweise mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt assoziiert war. Eine aktuelle Meta-Analyse (1) ging dieser Frage nach, und untersuchte ob AT-Blocker tatsächlich mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen assoziiert sind.

Die Ergebnisse widerlegten die Hypothese, dass Angiotensinrezeptorblocker das Risiko von Herzinfarkten erhöhen. Im Gegenteil die AT-Blocker verringerten das Risiko für Schlaganfall, Herzinsuffienz und Diabetes.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Angiotensinrezeptorblocker und die Gefahr des Myokardinfarkts: Metaanalyse und Probesequenzanalyse von 147 020 Patienten aus randomisierten Studien.

ZIELSETZUNGEN: Insbesondere das kardiovaskuläre Outcome, sowie andere Resultate verbunden mit Angiotensinrezeptorblockern, auszuwerten.

 

DESIGN: Systematische Überprüfung der randomisierten, kontrollierten Studien mit Meta-Analyse und Probesequenzanalyse (trial sequential analysis =TSA).

 

DATENQUELLEN UND STUDIENAUSWAHL: Pubmed-, Embase- und CENTRAL-Suchen nach randomisierten klinischen Studien bis August 2010 in denen die Einnahme von Angiotensin-rezeptorblockern mit Kontrollen (Placebo/aktive Behandlung) verglichen wurde. An den Studien sollten mindestens 100 Patienten teilnehmen und das Follow-up  (die Verlaufskontrolle) sollte mindestens ein Jahr andauern.

 

DATENERHEBUNG: Herzinfarkt, Tod, Herz-Kreislauf-Tod, Angina pectoris, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und neu aufgetretenem Diabetes.

 

ERGEBNISSE: 37 randomisierte klinische Studien bezogen 147.020 Teilnehmer ein und hatten insgesamt ein Follow-up von 485.166 Patientenjahren.

Beim Vergleich von Kontrollgruppen (Placebo/Verum) ergab sich bei der Behandlung mit Angiotensinrezeptorblockern kein erhöhtes Risiko für Myokardinfarkt (relatives Risiko 0,99, 95% Konfidenzintervall 0,92 bis 1,07), Tod, Herz-Kreislauf-Tod oder Angina pectoris.  

Verglichen mit Kontrollen waren Angiotensinrezeptorblocker mit einer Reduktion des Risikos für Schlaganfall (0,90; 0,84 bis 0,98), Herzversagen (0,87; 0,81 bis 0,93), und neu aufgetretenem Diabetes (0,85; 0,78 bis 0,93) verbunden. Ähnliche Ergebnisse fanden sich beim Vergleich mit Placebogabe oder mit aktiver Behandlung. Basierend auf der Probesequenzanalyse, gibt es - beim Vergleich der Behandlung mit Angiotensinrezeptorblockern mit den Kontrollen - nicht einmal Hinweise auf  eine durchschnittliche (5,0-7,5%; oberes Konfidenzintervall 5-11%) relative Zunahme des Myokardinfarkts (absolute Zunahme von 0,3%), des Todes oder Herz-Kreislauf-Todes mit festen Beweise für die relative Reduktion des Risikos von Schlaganfällen (mindestens 1%, im Durchschnitt 10%; im Vergleich zur alleinigen Placebobehandlung), der Herz- insuffizienz (mindestens 5%, im Durchschnitt 10%), und des neu aufgetretenen Diabetes (mindestens 4%, im Durchschnitt 10%).

 

ZUSAMMENFASSUNG: Dieses große und umfassende Analyse lieferte sichere Beweise für die Widerlegung der Hypothese, dass Angiotensinrezeptorblocker das Risiko von Herzinfarkten erhöhen (Ausschluss durch einen absoluten Anstieg in Höhe von nur 0,3%). Verglichen mit den Kontrollen, reduzieren Angiotensin-Rezeptor-Blocker das Risiko für Schlaganfall, Herzinsuffizienz und neu auftretendem Diabetes.

  1. Bangalore S et al. Angiotensin receptor blockers and risk of myocardial infarction: Meta-analyses and trial sequential analyses of 147 020 patients from randomised trials. BMJ 2011 Apr 26; 342:d2234
  2. Amlodipin (Norvasc) vs. Valsartan (Diovan) bei Hypertonie (Bluthochdruck), VALUE 2004
Schlüsselwörter: Myokardinfarkt, Angiotensinrezeptorblocker, EF-Fraktion, ejektionsfraktion, Ventrikelfunktion, ARB, Valsartan, Diovan, Provas, AT-Blocker, gute LV-Funktion, Morbidität, herzinfarkt, MortalitätACE-Hemmer, Bluthochdruck, Herzinsuffienz und Hypertonie, nebenwirkung, komplikation, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013