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Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) und Albuminurie als Prädiktoren für Herzinfarkt/Schlaganfall-Risiko, 2011

Bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko helfen Informationen über die eGFR und Albuminurie zusätzlich zu den traditionellen kardiovaskulären Risikofaktoren (wie Alter, Geschlecht, KHK, Diabetes, Hypertonie, LDL-Cholesterin) nur wenig bei der Einschätzung des kardiovaskulären Risikos. Also es ist nicht empfehlenswert, GFR und Albuminurie in die Gruppe der kardiovaskulären Risikofaktoren aufzunehmen. Anders sieht es bei Nierenkrankheiten: sie haben hier einen großen Wert bei der Stratifizierung des renalen Risikos.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Geschätzte glomeruläre Filtrationsrate und Albuminurie als Prädikatoren für den Verlauf bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko: Eine Kohortenstudie.

HINTERGRUND: Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) und eine Albuminurie sind Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen und gleichzeitig Messwerte der Nierenfunktion.

ZIEL: Für die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) und das Albumin/Kreatinin-Verhältnis im Urin sollte die Bedeutung dieser Parameter – über traditionelle kardiovaskuläre Risikofaktoren hinausgehend – für die Klassifizierung des Patientenrisikos in Bezug auf kardiovaskuläre und renale Verläufe untersucht werden.

GESTALTUNG: Es handelt sich um eine prospektive Kohortenstudie, die alle Patienten aus der ONTARGET (ONgoing Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial) und der TRANSCEND (Telmisartan Randomized Assessment Study in Angiotensin-Converting-Enzyme-Inhibitor Intolerant Subjects with Cardiovascular Disease) zusammenfasste.

PATIENTEN: 27.620 Patienten älter als 55 Jahre mit dokumentierter kardiovaskulärer Krankheit, die über einen durchschnittlichen Zeitraum von 4,6 Jahren beobachtet wurden.

MESSUNGEN: Die eGFR, der Albumin/Kreatinin-Quotient im Urin und kardiovaskuläre Risikofaktoren wurden jeweils bei Aufnahme in die Studie erfasst. Die möglichen Verläufe waren: Tod durch jede Ursache; ein zusammengesetzter Endpunkt aus kardiovaskulär bedingtem Tod, Myokardinfarkt, Hirninfarkt und Krankenhausaufnahme aufgrund von Herzinsuffizienz; langfristige Dialysepflichtigkeit; ein zusammengesetzter Endpunkt aus langfristiger Dialysepflichtigkeit und einer Verdopplung des Serumkreatinin-Spiegels.

ERGEBNISSE: Eine niedrigere eGFR und ein höherer Albumin/Kreatinin-Quotient im Urin waren mit dem primären zusammengesetzten kardiovaskulären Endpunkt assoziiert (beispielsweise fand sich für eine eGFR<30 mL/min pro 1,73 m² und einen sehr hohen Albumin/Kreatinin-Quotienten im Urin ein adjustiertes relatives Risiko von 2,53 [95% Konfidenzintervall von 1,61 bis 3,99]). Allerdings führte das Hinzufügen von Informationen über die eGFR und den Albumin/Kreatinin-Quotienten im Urin bei den Analysen zur Risiko-Reklassifikationen nicht dazu, dass ein deutlich geringerer Anteil von Patienten in die moderate Risikogruppe eingestuft wurden (31% ohne bzw. 32% mit Informationen über die genannten Parameter der Nierenfunktion). Im Gegensatz dazu waren die eGFR und der Albumin/Kreatinin-Quotient im Urin stark mit dem Risiko für langfristige Dialyse assoziiert und verbesserten sowohl die Kalibrierung des Modells als auch die Möglichkeiten zur Risikostratifizierung deutlich, wenn diese Informationen zu den traditionellen, kardiovaskulären Risikofaktoren hinzugefügt wurden (ohne Informationen über die genannten Parameter der Nierenfunktion wurden 65% der Patienten einer moderaten Risikogruppe zugeteilt, mit diesen Informationen waren dies nur noch 18%).

EINSCHRÄNKUNG: Die Messung der Kreatinin-Spiegel war nicht standardisiert.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Patienten mit hohem, gefäßbedingten Risiko, helfen Informationen über die eGFR und den Albumin/Kreatinin-Quotienten im Urin zusätzlich zu den traditionellen kardiovaskulären Risikofaktoren nur wenig bei der Einschätzung des kardiovaskulären Risikos, sie haben aber einen großen Wert bei der Stratifizierung des renalen Risikos.

  1. Clase CM et al. Estimated glomerular filtration rate and albuminuria as predictors of outcomes in patients with high cardiovascular risk: A cohort study. Ann Intern Med 2011 Mar 1; 154:310
  2. Glomeruläre Filtrationsrate, Proteinurie und Risiko für akutes Nierenversagen, 2011
Schlüsselwörter: Geschätzte Glomeruläre Filtrationsrate, GFR, eGFR, akutes nierenversagen, Proteinurie Systolischer Blutdruck, hypertonie, sterblichkeit, Mortalität, alte menschen, chronische Nierenerkrankung, chronische niereninsuffienz, dialyse, bluthochdruck, antihypertensiva, Albuminurie, miktroproteinurie, diabetes-mellitus, blutzucker, khk, crp, prädikator, protein-ausscheidung, eiweiß, at-blocker, diuretika, antihypertensiva, ace-hemmer, sterberate, sterben, pyelonephritis, niere, nierenfunktion, niere-versagen, kreatinin, harnstoff, herzinfarkt, schlaganfall, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013