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Opiat-Verschreibungen und Überdosis-Todesfälle: Höhere Dosierungen besonders gefährlich, 2011

Opiate werden immer häufiger auch bei chronischen Schmerzen eingesetzt. In Deutschland wird beispielsweise Morphin als Retardtabletten (z.B. als MST®) oder Fentanyl als Pflaster (z.B Durogesic®-Schmerzpflaster) eingesetzt. Eine aktuelle Studie (1) aus den USA zeigte: Bei Patienten, denen aufgrund von Schmerzen Opioide verschrieben werden, waren höhere Opioiddosierungen mit einem erhöhten Risiko assoziiert, an einer unabsichtlicher Opioid-Überdosierung zu versterben.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Assoziation zwischen Verschreibungs-Schemata von Opioiden und der Häufigkeit von Todesfällen aufgrund einer Opioid-Überdosierung.

KONTEXT: Die Zahl der Todesfälle aufgrund der Einnahme einer Überdosis von rezeptierten Opioiden hat in den Vereinigten Staaten innerhalb der letzten Dekade deutlich zugenommen. Das Schema, mit dem Opioide verschrieben werden, könnte mit dem Risiko eines Sterbefalls aufgrund einer Überdosierung in Verbindung stehen.

ZIEL: In dieser Studie sollte die Assoziation zwischen der höchsten verschriebenen täglichen Opioiddosis und der Einnahmeanweisung („nach Bedarf“, regelmäßige Einnahme, oder beides) mit dem Risiko, an einer Überdosis zu versterben, bei Patienten mit Krebs, chronischen Schmerzen, und bekanntem Substanzmissbrauch untersucht werden.

GESTALTUNG: Fall-Kohortenstudie.

UMFELD: Gesundheitsverwaltung der Veteranen (engl, VHA) von 2004 bis 2008.

TEILNEHMER: Alle Patienten, die unbeabsichtigt an einer Überdosis ihrer rezeptierten Opioid-Medikation verstorben waren (n=750), sowie eine zufällige Stichprobe von Patienten (n=154.684), welche Dienste der Gesundheitsversorgung in den Jahren 2004 oder 2005 in Anspruch genommen hatten, und zur Schmerzbehandlung eine Opioidtherapie erhielten. Der Haupt-Endpunkt war die Assoziation zwischen dem Verschreibungsschema des Opioids (Dosis und Einnahmeanweisung) und einem Todesfall aufgrund einer unbeabsichtigten Überdosierung des verschriebenen Opioids, jeweils innerhalb von Untergruppen, die nach klinischer Diagnose definiert wurden. Weiterhin wurde eine Adjustierung für die Altersgruppe, das Geschlecht, die Rasse, den ethnischen Hintergrund und bestehende Komorbiditäten vorgenommen.

ERGEBNISSE: Die Häufigkeit einer tödlichen Überdosierung bei Personen unter Opioidtherapie betrug über die Dauer der Studie hinweg ungefähr 0,04%. Das Risiko, an einer Überdosis zu versterben, war direkt assoziiert mit der verschriebenen täglichen Maximaldosis des Opioid-Medikaments. Das adjustierte relative Risiko (RR) war für Personen mit einer verschriebenen Höchstdosis von 100 mg pro Tag oder mehr im Vergleich zu Personen mit einer Höchstdosis zwischen 1 mg und 20 mg pro Tag jeweils wie folgt: Für Personen mit bekanntem Substanzmissbrauch: adjustiertes RR=4,54 (95% Konfidenzintervall [KI]: 2,46-8,37; absoluter, angenäherter Risikounterschied [engl. ARDA]=0,14%); für Personen mit chronischen Schmerzen: adjustiertes RR=6,64 (95% KI: 3,31-13,31; ARDA=0,23%); für Personen mit Krebs: adjustiertes RR=11,99 (95% KI: 4,42-32,56; ARDA=0,45%). Nach der Adjustierung bestand keine Assoziation mit dem Risiko für Überdosierungen für die Einnahme von Opioiden sowohl nach Bedarf als auch nach regelmäßigem Zeitplan.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Patienten, denen aufgrund von Schmerzen Opioide verschrieben werden, waren höhere Opioiddosierungen mit einem erhöhten Risiko assoziiert, an einer Opioid-Überdosierung zu versterben.

  1. Bohnert ASB et al. Association between opioid prescribing patterns and opioid overdose-related deaths. JAMA 2011 Apr 6; 305:1315.
  2. Siehe auch: Opiatanalgetika: Unabsichtliche fatale Opiat-Überdosierung, 2009
 
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Stand: 25. Mai 2013