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Unterscheidung zwischen psychogenen und epileptischen Anfällen, 2011

Es wurden sechs Zeichen eines Krampfanfalls identifiziert , die verlässlich zwischen einem psychogenen, nicht-epileptischen Krampfanfall und einem epileptischen Krampfanfall unterscheiden können.

Drei Zeichen für PNES (Psychogene Anfälle): erhaltenes Bewusstsein, Augen flattern, und Verstärkung oder Verminderung durch Umstehende.

Drei Zeichen für epileptische Krampfanfälle: abrupter Beginn, Augen öffnen/Augen weiten und postiktale Verwirrung/Schlaf.

Die Studien-Ergebnisse zeigten des Weiteren, dass Augenzeugen-Berichte leider sehr ungenau und somit unverlässlich waren, um den Ärzten eine Hilfestellung zu geben, zwischen psychogenen und epileptischen Anfällen zu unterscheiden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Kann über die Semiologie eines Krampfanfalls vorhergesagt werden, ob es sich um einen psychogenen, nicht-epileptischen Krampfanfall handelt? Eine prospektive Studie.

ZIEL: Die Verminderung der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Lasten, die durch die Verzögerung von adäquater Diagnostik bei vermutlichen psychogenen, nicht-epileptischen Krampfanfällen (engl. PNES) entsteht, kann durch rasche Durchführung einer Video-Elektroenzephalographie (VEEG), dem diagnostischen Goldstandard, erreicht werden. Ärzte veranlassen die Durchführung eines VEEG, wenn die Semiologie des Krampfanfalls auf einen PNES hinweist. Allerdings  wurden bisher nur wenige semiologische Zeichen für einen PNES durch gut gestaltete Studien identifiziert, und in den meisten VEEG-Studien wird nicht gleichzeitig erhoben, wie genau Augenzeugen die Semiologie eines Krampfanfalls wiedergeben können. In dieser Studie wird der Wert der Wiedergabe der Semiologie eines Krampfanfalls durch Augenzeugen-Berichte und durch Videoaufnahmen in Bezug auf die Vorhersage eines PNES eingeschätzt.

METHODEN: Es erfolgte die prospektive Befragung von Augenzeugen von Krampfanfällen bei Patienten, die eine Überweisung zur Durchführung einer VEEG-Überwachung erhalten hatten. In dieser Befragung wurden sie nach 48 mutmaßlichen Zeichen für PNES und epileptische Krampfanfälle befragt. Mehrere Spezialisten für Epilepsie, die gegenüber dem EEG verblindet waren, untersuchten unabhängig voneinander die Krampfanfall-Videos und dokumentierten das Vorhandensein oder Fehlen dieser Zeichen. Unter der Benutzung von generalisierten, einschätzenden Gleichungen wurden verlässliche, per Video dokumentierte Zeichen für PNES und epileptische Krampfanfälle identifiziert. Weiterhin wurden die Augenzeugen-Berichte mit den Videoaufnahmen verglichen, um zu untersuchen, wie genau diese Zeichen erkannt werden. Durch logistische Regression wurde bestimmt, ob der durch das VEEG diagnostizierte Krampfanfall-Typ auch durch Augenzeugen-Berichte erkannt werden konnte.

ERGEBNISSE: Es wurden 120 Krampfanfälle (36 PNES, 84 epileptische Krampfanfälle) bei 35 aufeinander folgenden Patienten untersucht. Von 45 per Video dokumentierten Zeichen waren lediglich drei Zeichen für PNES („erhaltenes Bewusstsein“, „Augen flattern“, und „Verstärkung oder Verminderung durch Umstehende“) und drei Zeichen für epileptische Krampfanfälle („abrupter Beginn“, „Augen öffnen/Augen weiten“ und postiktale „Verwirrung/Schlaf“) signifikant und damit verlässliche Indikatoren für den Typ des Krampfanfalls. Berichte von Augenzeugen über diese sechs Zeichen waren ungenau und unterschieden sich statistisch nicht von bloßen Mutmaßungen. Als Konsequenz daraus konnte durch Augenzeugen-Berichte die durch VEEG gestellte Diagnose nicht vorhergesagt werden. Diese Ergebnisse wurden in einer zweiten, prospektiven Kohortenstudie mit 36 aufeinander folgenden Patienten bestätigt.

INTERPRETATION: Es konnten sechs semiologische Zeichen eines Krampfanfalls identifiziert werden, die verlässlich zwischen einem psychogenen, nicht-epileptischen Krampfanfall und einem epileptischen Krampfanfall unterscheiden können. Gleichzeitig wurde erkannt, dass die Augenzeugen-Berichte über diese Zeichen nicht verlässlich sind. Die Autoren sprechen Empfehlungen aus, wie die Genauigkeit von Augenzeugen-Berichten erhöht werden kann.

  1. Syed TU et al. Can semiology predict psychogenic nonepileptic seizures? A prospective study. Ann Neurol 2011 Jun; 69:997.
Schlüsselwörter: Psychogener krampfanfall, diagnose, Semiologie, nicht-epileptischer kramfanfall, fokale krampfanfälle, epilepsie, antiepileptika, antikonvulsivum, psychisch, vorgemacht, falscher anfall, Medikament, Untercheidungs-Kriterien, postiktale verwirrung, delir, augen-bewegungen, nystagmus, prolaktin, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013