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PPI und Co: Magensäure-suppressive Medikamente bei  nicht-schwerkranken Patienten, 2011

In Krankenhäusern ist es inzwischen fast ein Reflex: der Patient wird stationär aufgenommen, und erhält von den Ärzten fast automatisch einen Protonenpumpenhemmer (PPI wie Omeprazol oder Pantozol), unabhängig davon ob er schwerkrank ist, oder auch Blutungsrisiken aufweist (z.B. Antithrombotische Therapie oder Antikoagulation mit Marcumar, oder gastrointestinale Blutungen in der Vorgeschichte). Der Gedanke oft dahinter: "es schadet ja nicht".

Der Nutzen der unkritischen Anwendung der Magensäure-supprimierende Medikamente ist jedoch unklar. Eine aktuelle Studie (1) ging dieser Frage nach.

Die Ergebnisse zeigten, dass der Nutzen gering ist. Magensäure supprimierende Medikamente (also vornehmlich PPIs) sollten nicht routinemäßig bei nicht lebensbedrohlich kranken Neuaufnahmen im Krankenhaus verschrieben werden.

Medknowledge-Anmerkung: Ob die Aussage dieser Studie in Deutschland einen Wiederhall finden wird, ist fraglich. Bisher sind mehrere Studien veröffentlicht, die zeigen, dass der PPI-Einsatz ganz und gar nicht ohne Nebenwirkungen ist, bisher hat sich jedoch in der Praxis des breitflächigen unkritischen Einsatzes dieser Medikamente kaum was geändert (2).

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Verwendung von Medikamenten zur Suppression der Magensäure und das Risiko nosokomialer Gastrointestinaler Blutung

HINTERGRUND: Medikamente die die Magensäure supprimieren werden immer häufiger bei hospitalisierten Patienten verschrieben, die nicht an lebensbedrohlichen Erkrankungen leiden, obwohl die Inzidenz nosokomialer gastrointestinaler Blutungen und der Nutzen dieser Medikamente noch unklar ist. In dieser Studie wird versucht die Inzidenz nosokomialer gastrointestinaler Blutungen ausserhalb der Intensivstationen zu bestimmen und die Assoziation zur Gabe Magensäure supprimierender Medikamente und die resultierenden Komplikationen.

 

METHODEN: Dies ist eine Pharmakoepidemiologische Kohorten Studie von Patienten die im Zeitraum von 2004 bis 2007 im Akademischen Medical Center hospitalisiert wurden, mit einem Mindestalter von 18 Jahren, und einem Krankenhausaufenthalt von mehr als 3 Tagen. Aufnahmen mit primärer gastrointestinalen Blutung wurden ausgeschlossen. Jede Verschreibung eines Protonenpumpeninhibitors oder Histamin-2-Rezeptor-Inhibitor wurde als „Magensäure suppressive Medikation“ verstanden. Das Main Outcome wurde am Auftreten nosokomialer gastrointestinaler Blutungen gemessen. Einte „propensity matched generalisierte estimating equation“ wurde verwendet um  confounder zu kontrollieren. ????Entschuldigung, das konnte ich nicht übersetzen???

 

ERGEBNISSE: Die finale Kohorte bestand aus 78,394 Aufnahmen, mittleren Alters von 56 Jahren, 41% Männer. Magensäure supprimierende Medikamente wurden in 59% der Aufnahmen verordnet, und nosokomiale gastrointestinale Blutungen traten bei 224 Aufnahmen auf (0.29%). Nachdem der Propensity score angewandt wurde, war die angepasste Odds ratio für gastrointestinale Blutungen in der Gruppe mit Magensäure supprimierender Medikation relativ zu der Gruppe ohne Medikation 0.63 (95% Konfidenzintervall, 0.42-0.93). Die number needed to treat um das Auftreten einer gastrointestinalen nosokomialen Blutung zu verhindern war 770.

 

ZUSAMMENFASSUNG: Nosokomiale gastrointestinale Blutungen ausserhalb der Intensivstationen sind selten. Trotz protektiver Wirkung der Magensäure supprimierenden Medikamente, ist die number to treat um eine nosokomiale gatrointestinale Blutung zu verhindern, relativ hoch. Dies unterstützt die Meinung, das Magensäure supprimierende Medikamente nicht routinemässig bei nicht lebensbedrohlich kranken Neuaufnahmen verschrieben werden sollten.

  1. Herzig SJ et al. Acid-suppressive medication use and the risk for nosocomial gastrointestinal tract bleeding. Arch Intern Med 2011 Jun 13; 171:991
  2. Überblick - Protonenpumpenhemmer (PPI): Kritische Studien zur PPI-Indikationen
Schlüsselwörter: magenblutung, Medikamenten, Suppression der Magensäure, Magensäure-suppressive Medikamente Rezidivprophylaxe des peptischen Ulkus, khk-patienten, Omeprazol, Antra, Ulkusblutung-Rezidivvorbeugung, Ulkus, Blutung, Magengeschwür, schwerkrank, Aspirin, Magen, Geschwür, Blutung, ASS, Esomeprazol, Nexium, Clopidogrel, Plavix, Iscover, herzinfarkt, nosokomiale Gastrointestinale Blutung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013