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HbA1C und abnorme Nüchtern-Blutzucker für die Diagnose „Prädiabetes" und Diabetes-Inzidenz, 2011

American Diabetes Association hat 2010 HbA1c-Werte zwischen 5.7% to 6.4%  als ein neues Kriterium zur Prädiabetes-Diagnose vorgeschlagen (2). Eine Studie (1) aus Japan hat jetzt dieses neue Kriterium mit der Standard-Methode abnormer Nüchtern-Blutzucker (Dysglycemia, 100–125 mg/dL) verglichen. Es ging darum, wie Menschen mit einem erhöhten Risiko einer Diabetesprogression am besten identifiziert werden können. Die Ergebnisse zeigten, dass Messung von Nüchtern-Blutzucker und HbA1c-Wert zusammen die bessere Methode ist, als alleinige Messungen dieser Werte.

Ob diese Besserung der Voraussagekraft für Diabetes-Progression durch die beiden Methoden auch die Langzeit-Outcome der Diabetes-Patienten beeinflussen kann, muss jedoch noch untersucht werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

HbA1C 5,7-6,4% und abnorme Nüchtern-Plasmaglukose für die Diagnose „Prädiabetes“ und das Risiko für die Diabetes-Progression in Japan (TOPICS 3): eine longitudinale Kohortenstudie

HINTERGRUND:

Die klinische Relevanz der diagnostischen Kriterien für Prädiabetes für die Vorhersage der Progression vom Diabetes wurde nur wenig erforscht. Diese Studie sollte die Prävalenz vom Prädiabetes, der entweder mit dem neuen glykierten Hämoglobin A1C (HbA1c) 5,7-6,4% Kriterium oder mit dem abnormen Nüchtern-Glukosewert beurteilt wurde, vergleichen. Weiterhin sollten Unterschiede in der Progressionsrate zum Diabetes zwischen diesen beiden Kriterien für Prädiabetes in einer japanischen Population bestimmt werden.

 

METHODEN:

Diese longitudinale Kohortenstudie schloss 4670 Männer und 1571 Frauen ein, die zwischen 24 und 82 Jahren alt waren und kein Diabetes zum Studienbeginn aufwiesen (Diabetes wurde definiert mit Hilfe des Nüchtern-Plasmaglukosewerts ³ 7,0 mmol/L, durch selbst berichteten klinisch diagnostizierten Diabetes oder durch HbA1C ³ 6,5%). Diese Patienten besuchten das Toranomon Krankenhaus (Tokio, Japan) für einen Routine-Gesundheitscheck zwischen 1997 und 2003. Die Teilnehmer mit einer Diagnose ‚Prädiabetes’ zum Studienbeginn entsprechend der abnormen Nüchternglukose (abnorme Nüchternglukose 5,6-6,9 mmol/L) oder dem HbA1C -Wert von 5,7-6,4% oder beidem wurden in vier Gruppen anhand der Diagnose des Prädiabetes zum Studienbeginn unterteilt. Die Progressionsrate zum Diabetes wurde jährlich bestimmt.

 

ERGEBNISSE:

Das mittlere follow-up waren 4,7 (Standardabweichung 0,7) Jahre. Bei 412 (7%) der 6241 Teilnehmer wurde Prädiabetes anhand der Basis des HbA1C-Kriteriums von 5,7-6,4% diagnostiziert.  Alleiniges Screening des HbA1C Wertes verfehlte 1270 (61%) der 2092 prädiabetischen Individuen, die durch eine Kombination von abnormer Nüchternglukose und HbA1C 5,7-6,4% diagnostiziert wurden. Die gesamte kumulative Wahrscheinlichkeit der Progression zum Diabetes unterschied sich nicht signifikant zwischen den Teilnehmern mit Prädiabetes, der ungleich entweder mit dem HbA1C -Wert oder mit der abnormen Nüchternglukose allein diagnostiziert wurde (Inzidenz war 7% für HbA1C allein [412  Individuen und 30 inzidente Fälle] und 9% für die abnorme Nüchternglukose allein [n=1270, 108 Fälle]; Log-Rang-Test p=0,3317). Die multivariable angepasste Hazard Ratios für inzidenten Diabetes waren 6,16 (95% Konfidenzintervall [CI] 4,33-8,77) für die Patienten, bei denen der Prädiabetes durch die abnormale Nüchternglukose allein diagnostiziert wurde und 6,00 (3,76-9,56) für die Diagnose durch HbA1C allein und wurden erheblich erhöht auf 31,9 (22,6-45,0) bei der Diagnose sowohl durch die abnormale Nüchternglukose und HbA1C, verglichen mit normoglykämischen Individuen.

 

INTERPRETATION:

Die Diagnose des Prädiabetes, bestimmt sowohl mit dem neuen HbA1C Kriterium als auch mit der abnormen Nüchternglukose, identifiziert Individuen mit einem erhöhten Risiko einer Diabetesprogression. Obwohl das neue HbA1C Kriterium weniger Individuen mit hohem Risiko identifiziert als die abnorme Nüchternglukose, war der vorhergesagte Wert für die Diabetesprogression bestimmt durch den HbA1C 5,7-6,4%  ähnlich zu dem Wert, der allein durch die abnorme Nüchternglukose bestimmt wurde. Die beiden zusammen benutzten Tests könnten Menschen wirksam anvisieren, die sehr wahrscheinlich einen Diabetes entwickeln werden und könnten eine frühe Intervention ermöglichen.

  1. Heianza Y et al. HbA1c 5•7–6•4% and impaired fasting plasma glucose for diagnosis of prediabetes and risk of progression to diabetes in Japan (TOPICS 3): A longitudinal cohort study. Lancet 2011 Jun 25
  2. HbA1c-Test - Prädiabetes: Routine-Blutuntersuchung könnte Vorstufen des Diabetes erkennen, 10.01.2011
  3. Siehe auch: HbA1c: Unsichere Diabetesdiagnose bei Kinder, 23.02.2011
Schlüsselwörter: Blutzucker, HbA1C, abnorme Nüchtern-Blutzucker, HbA1c, Unsicher, Diabetesdiagnose, jugend, Jugendliche, mädchen, intensive Insulintherapie, Blutzuckerkontrolle VADT-Studie, Intensivierte Insulintherapie Diabetes, Niedriger HbA1c als Sterberisiko, Sterblichkeit, Avandia, unzuverlässig, nicht genau, insulin, übergewicht, adipositas, Todesfall, aggresive HbA1c -Senkung, kinder, Nüchtern-Plasmaglukose, straffe Blutzuckereinstellung, Typ-2-Diabetes Mellitus, Nutzen, Rosiglitazon, Mortalität, , Typ-II-Diabetes Mellitus, Diagnose, Diabetes-Inzidenz, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013