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Diabetes-Risiko steigt mit der Höhe der Statindosis, 2011

Bisher haben einzelne Studien gezeigt, dass Hochdosis-Statintherapie mit dem Risiko für die Entwicklung einer Insulinresistenz und eines Diabetes-Typ-II assoziiert war.

Eine aktuelle Meta-Analyse (1) zeigt jetzt, dass das Diabetes-Risiko mit der intensiv dosierten Statin-Therapie am höchsten war. In der Meta-Analyse untersuchten Studien wurden moderate Dosen gegen intensive Dosen verglichen:  wie z.B. > Atorvastatin (Sortis) 10mg vs. 80mg; Simvastatin (Zocor) 20mg vs. 80mg.

Hochdosis-Statintherapie-Patienten sollten auf das Diabetes-Risiko hin überwacht werden.

Medknowledge-Anmerkung: Inzwischen zeigten mehrere Studien (2) , dass Statine unabhängig vom Ausgangs-LDL-Wert zu einer weiteren Senkung der des kardiovaskulären Risikos führen. Daher ist eine intensivierte LDL-Cholesterinsenkung mit niedrigen Zielwerten und hochdosierten Statintherapie inzwischen unter den Fachkreisen umstritten. Die Ergebnisse der aktuellen Studie sind eine weitere Warnung vor einem unkritischen Einsatz der Hochdosis-Statintherapie.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Risiko für inzidentiellen Diabetes bei intensiver Dosis verglichen mit einer moderaten Dosis bei Statin-Therapie: Eine Meta-Analyse.

ZUSAMMENHANG:

Eine kürzliche Meta-Analyse zeigte, dass eine Statin-Therapie mit einem hohen Risiko verbunden ist, einen Diabetes mellitus zu entwickeln.

 

ZIELSETZUNG:

Die Studie sollte untersuchen, ob die intensive Dosis einer Statin-Therapie -verglichen mit einer moderaten Dosis- mit einem höheren Risiko für einen neu auftretenden Diabetes mellitus verbunden ist.

 

DATENQUELLEN:

Es wurden relevante Studien mit Hilfe der Literatursuche von MEDLINE, EMBASE und dem Cochrane Central Register of Controlled Trials (vom 1.Januar 1996 bis 31. März 2011) herausgefiltert. Unpublizierte Daten wurden von Forschern gestellt.

 

STUDIENAUSWAHL:

Es wurden randomisierte kontrollierte Endpunktstudien eingeschlossen, die eine intensive Dosis der Statin-Therapie mit einer moderaten Dosis der Statin-Therapie vergleichen. Es wurden mehr als 1000 Teilnehmer eingeschlossen, die für mehr als ein Jahr ein follow-up bekamen.    

 

DATENEXTRAKTION:

Es wurden tabellarische Daten für jede Studie erhoben, die Charakteristiken zum Studienbeginn und die Nummer der Teilnehmer enthielten, die einen Diabetes entwickelten und schwere kardiovaskuläre Ereignisse erlebten (kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Herzinfarkt oder Schlaganfall, koronare Revaskularisierung). Es wurden studienbezogene spezifische odds ratios (ORs) für einen neu auftretenden Diabetes und schwere kardiovaskuläre Ereignisse errechnet. Diese wurden mit Hilfe der Random-Effects-Modell Metaanalyse kombiniert. Die Heterogenität zwischen den Studien wurde mit der I(2) Statistik bewertet.

 

ERGEBNISSE:

In 5 Statinstudien mit 32 752 Patienten ohne Diabetes zum Studienbeginn, entwickelten 2749 Patienten einen Diabetes (1449 wurden der intensiv dosierten Therapie zugeteilt, 1300 der moderat dosierten Therapie, 2.0 zusätzliche Fälle in der intensiven Dosis-Gruppe pro 1000 Patientenjahren repräsentierend). 6684 Patienten erlitten kardiovaskuläre Ereignisse (3134 und 3550, respektive, 6.5 weniger Fälle in der intensiven Dosis-Gruppe pro 1000 Patientenjahren repräsentierend) über gewichtetes Mittel (SD) follow up für 4,9 (1,9) Jahre. Die odds ratios waren 1,12 (95% Konfidenzintervall [CI], 1,04-1,22; I(2) = 0%) für einen neu auftretenden Diabetes und 0,84 (95% CI, 0,75-0,94; I(2) = 74%) für kardiovaskuläre Ereignisse bei den Teilnehmern mit intensiv dosierter Therapie, verglichen mit der moderat dosierten Therapie. Verglichen mit der moderat dosierten Statin-Therapie, war die number needed to harm (Anzahl, die benötigt wird, um Schaden anzurichten) pro Jahr für die intensiv dosierte Statin-Therapie 498 für neu auftretenden Diabetes während die Anzahl der notwendigen Behandlungen (engl. number needed to treat) pro Jahr für die intensive Dosis der Statin-Therapie 155 für kardiovaskuläre Ereignisse war.  

 

FAZIT:

In einer gepoolten Analyse der Daten von 5 Statinstudien, war die intensiv dosierte Statin-Therapie mit einem erhöhten Risiko für neu auftretenden Diabetes verbunden, verglichen mit einer moderat-dosierten Statintherapie.

  1. Preiss D et al. Risk of incident diabetes with intensive-dose compared with moderate-dose statin therapy: A meta-analysis. JAMA 2011 Jun 22/29; 305:2556.
  2. Myopathie: FDA warnt vor 80mg-Simvastatin (Zocor)-Hochdosis-Statintherapie - Ist eine intensive LDL-Senkung überhaupt sinnvoll? 09.60.2011
Schlüsselwörter: Diabetes-Risiko und Statin-Dosis, Myopathie, ck, muskelkrankheit, intensive lipidtherpie, lipide, myositis, Hochdosis-Statin-Therapie, Low-Dosis-Statintherapie, KHK, Herzinfarkt, Statine, Rosuvastatin, nebenwirkungen, Crestor, Myopathie, Simvastatin, Zocor-Hochdosis-Therapie, niedrigdosis, Intensivierte LDL-Cholesterinsenkung, pravasin, Statine, Unabhängig, CRP, Entzündung, lipid-senkung, Choleseterinsenker, sortis, intensivierte lipidtherapie, intensive cholesterinsenkung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

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Stand: 25. Mai 2013