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Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW): direkte Patienten-Meldungen an
die Behörden, 2011
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Die Fachzeitschrift „Der
Arzneimittelbrief“ veröffentlichte in der aktuellen Ausgabe 8/2011
einen interessanten Artikel mit dem Titel „Unerwünschte
Arzneimittelwirkungen (UAW): Sollen Patienten direkt an die Behörden
berichten dürfen?“ (1). |
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In Deutschland werden die Meldungen zu
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bisher von Ärzten, Apothekern und
Pharmafirmen an die Arzneimittelbehörden geschickt. |
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In Niederlanden gibt es ein neues
System, in dem Patienten übers Internet UAWs an die Behörden direkt
melden können. Der Arzneimittelbrief berichtet über das
niederländische Pharmakovigilanzzentrum (LAREB). LAREB habe kürzlich
die Erfahrungen mit der direkten Patienten-Meldung der Unerwünschten
Arzneimittelwirkungen (UAW) veröffentlicht (2, 3). |
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LAREB hatte von den Patienten, die zum
ersten Mal das Epilepsie-Medikament Pregabalin (Lyrica) erhalten
hatten, webbasiert Daten über UAWs erhalten. Wenn die Patienten bei
den Apotheken zwischen 2006 und 2008 das Rezept für Pregabalin
einreichten, wurden sie dort direkt online bei LAREB registriert,
und erhielten alle 6 Monate per E-Mail einen Fragebogen zu UAWs.
Etwa 29% der Patienten füllten alle 4 Fragebogen innerhalb dieser
Zweijahre. |
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Die von den Patienten berichteten UAWs
waren denen in den Zulassungsstudien ähnlich. Nur die Konsequenzen
unterschieden sich. Während 55% der Patienten, die LAREB eine UAW
berichteten, das Medikament absetzten, war das bei den
Zulassungsstudien dies bei 12% der Patienten der Fall. Und etwa 20%
der Patienten hatten bei LAREB-Erfassung selbstständig die Dosis
verändert oder ohne Rücksprache mit ihrem Arzt das Medikament
abgesetzt. |
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Fazit: Als Fazit zieht „Der Arzneimittelbrief“, dass die
direkte Meldung der
Unerwünschten
Arzneimittelwirkungen (UAW) durch die Patienten an die Behörden vor
allem Erkenntnisse gibt, wie die Patienten tatsächlich mit UAWs
umgehen, und was tatsächlich in der Realität passiert. |
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Medknowledge-Anmerkung: Das
patientenbasierte Meldesystem wäre in Deutschland für eine flächendeckende
Anwendung für alle Medikamente zum jetzigen Zeitpunkt zu aufwendig.
Möglicherweise könnte es bei bestimmten Medikamenten mit gezielten
Fragestellungen vom Nutzen sein. |
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Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW): Sollen Patienten
direkt an die Behörden berichten dürfen?. Arzneimittelbrief
8/2011
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LAREB Holland
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Linda Härmark et al: Longitudinal monitoring of the safety of
drugs by using a web-based system: the case of pregabalin.
Pharmacoepidemiology and Drug Safety. June 2011, Volume 20;
Pages 550-674
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Nebenwirkungen, medikamente, arzneimittel,
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