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Hochrisikomedikamente bei Patienten in der hausärztlichen Versorgung - Nebenwirkungen, 2011

Hochrisiko-Patienten (hohes Alter, Komorbiditäten wie Herz- oder Nierenkrankheit), die besonders empfindlich für unerwünschte Arzneimittel-Wirkungen (UAW) sind, erhalten relativ oft multiple Hochrisiko-Medikament-Verschreibungen (z.B. Marcumar plus NSAR).

Möglicherweise könnten durch elektronische Patientenakten und Monitoring der Verschreibungen könnten die Ärzte über Risiko-Verschreibungen bei bestimmten Patientengruppen schneller alarmiert werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Verschreibung von Hochrisikomedikamenten bei Patienten in der Primärversorgung, die besonders für unerwünschte Medikamenten-Nebenwirkungen gefährdet sind: Querschnitt- Populationsdatenbankanalyse der schottischen Allgemeinmedizin

ZIELSETZUNG:

Es sollte die Prävalenz und die Struktur von Verschreibungen der Hochrisikomedikamente untersucht werden, definiert als potenziell ungeeignetes Verschreiben von Medikamenten an Patienten in der Primärversorgung, die besonders für unerwünschte Arzneimittelwirkungen gefährdet sind.

 

DESIGN:

Querschnitt-Populationsdatenbankanalyse.

 

SETTING:

Allgemeinmediziner in Schottland.

 

TEILNEHMER:

315 schottische Allgemeinmediziner mit 1,76 Millionen registrierten Patienten, 139 404 (7,9%) von diesen wurden auf Grund von Alter, Komorbiditäten oder durch Verschreibungen mit anderen Medikamenten als besonders gefährdet für unerwünschte Arzneimittelwirkungen bezeichnet.

 

HAUPTMESSPUNKTE:

Hauptmesspunkt war die Zuverlässigkeit der einzelnen 15 Indikatoren - jeweils vier für nicht-steroidale Antiphlogistika, gleichzeitige Verschreibung von Warfarin und Verschreibung bei Herzversagen, zwei für Dosisanweisungen bei Methotrexat und einen für antipsychotische Verschreibung bei Demenz. Ein weiterer Punkt war die Kombination von allen 15 Indikatoren für die Unterschiede der Praxen bezogen auf die Raten der Hochrisikoverschreibung. Weiterhin wurden die Eigenschaften der Patienten und Praxen in einer Mehrebenenanalyse bestimmt, die mit Verschreibung von Hochrisikomedikamenten assoziiert sind.

 

ERGEBNISSE:

19 308 von 139 404 (13,9%, 95% Konfidenzintervall 13,7% bis 14,0%) Patienten haben mindestens eine risikoreiche Verschreibung im letzten Jahr erhalten. Dieser kombinierte Indikator war eine vernünftige zuverlässige Messung der Praxisrate über die risikoreiche Verschreibung (Reliabilität >0,7 für 95,6% der Praxen, >0,8 für 88,2%). Die Patienteneigenschaft, die am stärksten mit einer risikoreichen Verschreibung assoziiert war, war die Anzahl der verschriebenen Medikamente (>11 Langzeit verschriebene Medikamente v 0; odds ratio 7,90, 95% Konfidenzintervall, 7,19 - 8,68). Nach Anpassung für Patienteneigenschaften, variierten die Raten der risikoreichen Verschreibung vierfach zwischen den Praxen. Diese Variation wurde nicht durch strukturelle Eigenschaften der Praxen erklärt werden.

 

FAZIT:

Fast 14% der Patienten, die als besonders gefährdet für unerwünschte Arzneimittelwirkungen definiert wurden, wurden ein oder mehr risikoreiche Medikamente verschrieben.

Der benutzte kombinierte Indikator von risikoreichem Verschreiben könnte Praxen erkennen, die unter- oder überdurchschnittlich risikoreiche Verschreibungsraten mit begründeter Konfidenz haben. Nach Anpassung war nur die Anzahl der Medikamente, die langfristig den Patienten verschrieben worden waren stark mit einem risikoreichen Verschreiben assoziiert und es existierten beachtliche Unterschiede zwischen den Praxen. Ein risikoreiches Verschreiben wird in vielen Fällen angemessen sein, aber die große Variation zwischen den Praxen deutet Möglichkeiten für eine Verbesserung an.

  1. Guthrie B et al. High risk prescribing in primary care patients particularly vulnerable to adverse drug events: Cross sectional population database analysis in Scottish general practice. BMJ 2011 Jun 21; 342:d3514
Schlüsselwörter: Hochrisikomedikamenten, Nebenwirkungen, medikamente, arzneimittel, Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW): direktes Patienten-Meldesystem, ema, lareb, Behörden, adverse drug reactions, ADR, ärzte, risiko-medikamente, apotheker, nebenwirkung, apotheken, patienten melden direkt, hausarzt, hausärztliche Versorgung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013