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Obstruktive Schlafapnoe: Längerfristige Wirkung einer stark kalorienreduzierten Diät, 2011

In einer Studie (1) aus Schweden hatten 2010 adipöse Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA), die eine stark kalorienreduzierte Diät eingehalten hatten, hatten darunter innerhalb von 9 Wochen stark an Gewicht verloren (durchschnittlich 18kg) und erhebliche Besserung der OSA-Symptomatik erzielt.

Eine aktuelle Studie (2) untersuchte jetzt, ob die anfänglichen Erfolge einer kalorienreduzierten Diät bei Patienten mit mittlerer bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe auch nach einem Jahr noch erhalten sind.

Ja, die ursprünglich erzielte Gewichtsabnahme hielt sich insgesamt an (durchschnittlich 12kg im Vergleich vor einem Jahr). Nach einem Jahr brauchten etwa die Hälfte der Patienten keine Überdruckbeatmung (CPAP) beim Schlafen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Stark kalorienreduzierte Diät: Längerfristige Wirkung auf obstruktive Schlafapnoe. Eine prospektive Beobachtungsstudie mit Follow-up in einer Kohorte aus einer randomisierten kontrollierten Studie.

ZIEL:

In der vorliegenden Studie sollte untersucht werden, ob die anfänglichen Erfolge einer kalorienreduzierten Diät bei Patienten mit mittlerer bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe auch nach einem Jahr noch erhalten sind.

DESIGN:

Die prospektive Beobachtungsstudie mit Follow-up wurde an einer Klinik durchgeführt.

SETTING:

Ambulantes Adipositas-Zentrum an einer Universitätsklinik in Stockholm (Schweden).

TEILNEHMER:

Eingeschlossen wurden 63 Männer im Alter von 30-65 Jahren mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 - 40. Die Teilnehmer litten alle an einer mittleren bis schweren obstruktiven Schlafapnoe, definiert über einen Apnoe/Hypnoe-Index (AHI) ≥15 (Episoden/h). Alle Teilnehmer wurden mittels CPAP (continuous positive airway pressure) behandelt. 

INTERVENTION:

Die Patienten durchliefen ein einjähriges Programm zur Gewichtsreduktion. Dieses enthielt initial eine stark kalorienreduzierte Diät über 9 Wochen (7 Wochen mit etwa 550 kcal und 2 Wochen mit allmählicher Einführung normaler Kalorienmengen) und anschließend ein Programm zur Gewichtserhaltung.

HAUPT-OUTCOME:

Bestimmt wurde der AHI, der als Hauptindex für den Schwergrad einer obstruktiven Schlafapnoe gilt. Die Daten aller Patienten wurden analysiert; bei fehlenden Daten wurden die Anfangsdaten extrapoliert.

ERGEBNISSE:

Von den 63 ausgewählten Patienten beendeten 58 Patienten die stark kalorienreduzierte Diät und begannen mit dem Programm zur Gewichtserhaltung.  44 Patienten beendeten das gesamte Programm. Am Ende des Jahres standen von 49 Patienten alle Bestimmungswerte zur Verfügung. Der anfängliche AHI lag bei 36. Nach einer stark kalorienreduzierten Diät war er um -21 verbessert  (95%-Konfidenzintervall -17 bis -25), das Gewicht um -18 kg (-16 bis -19; beide p < 0,001). Nach einem Jahr war der AHI um -17 verringert (-13 bis -21) und das Körpergewicht um -12 kg (-10 bis -14), jeweils verglichen mit dem Ausgangsniveau (beide p< 0,001). Patienten mit anfangs schwerer obstruktiver Schlafapnoe zeigten eine stärkere Verbesserung des AHI (-25) als Patienten mit mittlerer Erkrankung (-7, p< 0,001). 30 von 63 Patienten (48%, 95%-Konfidenzintervall  35-60%) benötigten nach einem Jahr keine CPAP-Therapie mehr. Außerdem erreichten 6 von 63 Patienten (10%, 2-17%) eine komplette Remission der obstruktiven Schlafapnoe (AHI < 5). Im Follow-up zeigte sich eine dose-response-Assoziation zwischen Gewichtsverlust und AHI (ß = 0,50 Episoden/kg, 0,11 bis 0,88; p = 0,013).

SCHLUSSFOLGERUNG:

Bei adipösen Männern mit mittlerer bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe, die eine stark kalorienreduzierte Diät mit erfolgreicher Besserung der Erkrankung durchlaufen hatten, war die Besserung auch nach einem Jahr noch erhalten. Am meisten profitierten Patienten mit deutlichem Gewichtsverlust oder anfänglich schwerer Schlafapnoe.

  1. Johansson K et al. Longer term effects of very low energy diet on obstructive sleep apnoea in cohort derived from randomised controlled trial: Prospective observational follow-up study. BMJ 2011 Jun 1; 342:d3017
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Stand: 25. Mai 2013