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Auswirkung einer Operation-Verzögerung bei älteren Patienten mit Hüftfraktur, 2011

Operation in den ersten 5 Tagen brachte keine klaren Vorteile.

Bei Patienten mit Hüftfrakturen wird eine Operation so schnell wie möglich angestrebt, nach Möglichkeit in den ersten 24 Stunden. Bisherige Studienergebnisse lieferten jedoch bei dieser Vorgehensweise positive wie negative Ergebnisse. Eine aktuelle Studie (1) ging dieser Fragestellung bei 2250 Patienten mit Hüftfraktur (Alter>65J) nach, und analysierte die Daten für die Zeit bis zur Operation, die Gründe für die Verzögerung, sowie die Mortalität und Komplikationsraten.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Operation in den ersten 5 Tagen keine klaren Vorteile brachte. Eine mögliche Vorgehensweise könnte daran bestehen, die stabilen Patienten früh zu operieren, und die instabilen Patienten mit schweren medizinischen Problemen in den ersten Tagen zunächst zu stabilisieren und erst dann zu operieren.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Gründe und Auswirkungen von chirurgischer Verzögerung bei Patienten mit Hüftfraktur: eine Kohortenstudie.

HINTERGRUND:

Die klinische Auswirkung einer chirurgischen Verzögerung bei älteren Patienten mit Hüftfraktur ist umstritten. Diskrepanzen unter Studienergebnissen könnten durch Verwechslungen auftreten, die durch den Verzögerungsgrund oder eine andere Auswirkung auf Patienten-Risikountergruppen hervorgerufen sind.

 

ZIELSETZUNG:

Es sollte die Auswirkung von chirurgischer Verspätung auf das Krankenhausoutcome, entsprechend den Gründen der Verspätung, beurteilt werden.

 

DESIGN:

Prospektive Kohortenstudie.

 

SETTING:

Eine Hüftfrakturabteilung in einem Universitätsklinikum in Spanien.

 

PATIENTEN:

2250 konsekutiv ältere Patienten mit einer Hüftfraktur

 

MESSUNGEN:

Zeit bis zur Operation, Gründe für eine chirurgische Verspätung, adjustierter Tod im Krankenhaus und Risiko für Komplikationen

 

ERGEBNISSE:
Die mittlere Zeit zur Operation betrug 72 Stunden. Ein Fehlen von freien OP-Sälen (60,7%) und akute medizinische Probleme (33,1%) waren die Hauptgründe für Verspätungen von mehr als 48 Stunden. Insgesamt waren die Raten vom Tod im Krankenhaus und Komplikationen respektive 4,35% und 45,9%. Bei klinisch instabilen Patienten aber waren diese 13,7% und 74,2%. Längere Verzögerungen waren mit höheren Mortalitätsraten und Raten von medizinischen Komplikationen assoziiert. Nach Anpassung an Alter, Demenz, chronisch komorbide Konditionen und Funktionalität blieb diese Assoziation für eine Verzögerung von 120 Stunden oder weniger nicht bestehen aber blieb für eine Verzögerung von länger als 120 Stunden (P=0,002 für die gesamte Zeitauswirkung auf den Tod und 0,002 für Komplikationen) bestehen. Die Risiken wurden nach Anpassung für die Anwesenheit von akut medizinischen Bedingungen als Grund für die Verzögerung abgeschwächt (P=0,06 für den Zeiteffekt für Mortalität und 0,31 für medizinische Komplikationen). Ein Risiko für eine Harnwegsinfektion blieb hoch (odds ratio 1,54 [95% Konfidenzintervall 0,99-2,44]). Es wurde keine Interaktion zwischen der Verzögerung und Alter, Demenz oder funktionellem Status gefunden.

 

LIMITATIONEN:

Die Studie war eine single-centre Studie ohne follow-up nach Entlassung.

 

FAZIT:

Die berichtete Assoziation zwischen einer späten Operation und einer höheren Morbidität und Mortalität bei Patienten mit Hüftfrakturen ist größtenteils durch die medizinischen Gründe für die chirurgische Verzögerung erklärbar, obwohl irgendeine Assoziation zwischen sehr später Operation und schlechterem outcome bestehen bleibt.  

  1. Vidán MT et al. Causes and effects of surgical delay in patients with hip fracture: A cohort study. Ann Intern Med 2011 Aug 16; 155:226
  2. Siehe auch: Hüftfraktur: Schnelle Operation senkt Sterblichkeit, 14.09.2010
Schlüsselwörter: Hüftfraktur, Gründe, Auswirkungen, chirurgische Verzögerung Früh-Operation senkt Sterblichkeit, Prothese, Hüftpfannenkorrektur, Gelenkersatz, Verletzungen, Minimal invasive Chirurgie, Rekonstruktion, Sehnenriss, Hüftprothese, Knochentransplantat, Hüftgelenkersatz, Arthroskopie, Knochen, Hüfte, Gelenkverschleiss, Arthrose, Hüft- und Knieprothesen-Implantation, ältere patienten, alter, mobilität, immobilität, Hüftgelenkspiegelung, Umstellungsosteotomie, Kunstgelenke, Hüft-TEP, Zementfreie, Zement, Prothesenwechsel, Osteosynthese, pertrochantäre Oberschenkelfraktur, alte patienten, zu spät, verspätet, oberschenkelhalsfraktur, mortalität, thrombose, Endoprothetik, Seitenband, Transplantation, Koxarthrose, Operationen, Endoskopie, Hüftprothesen, Hüftgelenk-Operationen, embolie, thromboembolie, Krankenhaus, Knochenbruch, oberschenkelhalbruch, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013