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Anhaltende, asymptomatische, isolierte Mikrohämaturie und das Risiko für chronisches Nierenversagen, 2011

Asymptomatische isolierte Mikrohämaturie geht mit einem erhöhten Risiko für chronische Endstadium-Niereninsuffienz einher. Die Kosten und Vorteile eines Hämaturie-Screenings bei jungen Menschen sind jedoch noch unklar, diese Frage müsste in weiteren Studien geklärt werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Permanente, asymptomatische, isoliert mikroskopische Hämaturie bei israelischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen und das Risiko für chronisches Nierenversagen

ZUSAMMENHANG:

Es sind nur wenige Daten zu den Langzeitoutcomes unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit permanenter, asymptomatischer, isoliert mikroskopischer Hämaturie vorhanden.

 

ZIELSETZUNG:

In dieser Studie sollte das Risiko für ein chronisches Nierenversagen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit permanenter, asymptomatischer, isoliert mikroskopischer Hämaturie beurteilt werden.

 

DESIGN, SETTING UND TEILNEHMER:

Es wurde eine landesweite, populationsbasierte, retrospektive Kohortenstudie durchgeführt. Es wurden dafür medizinische Daten von 1 203 626 Personen zwischen 16 und 25 Jahren (60% männlich), die für die Musterung für den Militärdienst zwischen 1975 und 1997 und zu dem israelischen Register des zu behandelnden chronischen Nierenversagens zugefügt worden sind, benutzt. Inzidentielle Fälle von zu behandelndem chronischen Nierenversagen zwischen dem 1. Januar 1980 und dem 31. Mai 2010 wurden eingeschlossen. Die Cox proportionalen Hazardmodelle wurden  verwendet, um die Hazard Ratio (HR) der zu behandelnden Fälle von chronischem Nierenversagen unter denen zu ermitteln, die eine permanente, asymptomatische, isoliert mikroskopische Hämaturie diagnostiziert bekommen hatten.

 

HAUPTMESSPUNKTE:

Der Zeitpunkt vom Auftreten des zu behandelnden chronischen Nierenversagens war der Hauptmesspunkt. Das wurde definiert als der Zeitpunkt vom Beginn der Dialyse-Behandlung oder der Zeitpunkt der renalen Transplantation, je nachdem, was zuerst kam.

 

ERGEBNISSE:
Eine permanente, asymptomatische, isoliert mikroskopische Hämaturie wurde bei 3690 von   1 203 626 geeigneten Individuen (0,3%) diagnostiziert. Während 21,88 (Standardabweichung (SD) 6,74) Jahren des follow-up entwickelten 26 Individuen (0,70%) mit und 539 (0,045%) ohne permanente, asymptomatische, isoliert mikroskopische Hämaturie ein zu behandelndes chronisches Nierenversagen. Das ergibt Inzidenzraten von respektive 34,0 und 2,05 pro 100 000 Personenjahre und ein nicht adjustiertes hazard ratio von 19,5 (95% Konfidenzintervall [CI] 13,1-28,9). Ein multivariates Modell, das für Alter, Geschlecht, väterliches Land der Herkunft, Aufnahmejahr in die Studie, Body Mass Index und Blutdruck zum Studienbeginn adjustiert, veränderte nicht erheblich das Risiko, das mit einer permanenten, asymptomatischen, isoliert mikroskopischen Hämaturie (HR 18,5 [95% CI 12,4-27,6]) assoziiert ist. Ein erheblich höheres Risiko für ein zu behandelndes chronisches Nierenversagen auf Grund einer primären glomerulären Erkrankung wurde für die Individuen mit einer permanenten, asymptomatischen, isoliert mikroskopischen Hämaturie gefunden, verglichen mit denen ohne diese Bedingung (Inzidenzraten 19,6 vs 0,55 pro 100 000 Personenjahre, respektive; HR 32,4 [95% CI 18,9-55,7]). Der Anteil des zu behandelnden chronischen Nierenversagens auf Grund von mikroskopischer Hämaturie war 4,3 % (95% CI, 2,9%-6,4%).

 

FAZIT:

Das Vorhandensein von permanenter, asymptomatischer, isoliert mikroskopischer Hämaturie bei Personen zwischen 16 und 25 Jahren war mit einem signifikant erhöhtem Risiko für ein zu behandelndes chronisches Nierenversagen für einen Zeitraum über 22 Jahre assoziiert. Die Inzidenz und das absolute Risiko bleiben dennoch relativ niedrig. 

  1. Vivante A et al. Persistent asymptomatic isolated microscopic hematuria in Israeli adolescents and young adults and risk for end-stage renal disease. JAMA 2011 Aug 17; 306:729
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Stand: 25. Mai 2013