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Auswirkung der oralen Antikoagulation auf menstruelle Blutung und Verhütungsverhalten, 2011

Orale Antikoagulation (in Deutschland oft Marcumar; als Indikation häufig Thrombose, Thromboembolien) war mit einer schweren menstrualen Blutung und Veränderungen oder Absetzen von Kontrazeptiva assoziiert.

Sexuell aktive Frauen, die orale Antikoagulation bedürfen, sollten über die möglichen Verhütungsmethoden informiert werden:  Mechanische Verhütung, Sterilisation und Progestin-basierte Kontrazeption sind mögliche Verhütungsmethoden für diese Patientengruppe.

Zum Beispiel könnte Depot-Medroxyprogesteronacetat eine mögliche Option sein. Medroxyprogesteronacetat ist als Dreimonatsspritze (Depo-Provera®, Depo-Clinovir®) in der Schweiz auf dem Markt. Eine weitere Option ist die Langzeitverhütung mit dem levonorgestrel-freisetzendes Intrauterinsystem (LNG-IUS: Hormonspirale Mirena® von Bayer) .

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Menstruationsprobleme und Kontrazeption bei gebärfähigen Frauen unter oraler Antikoagulationstherapie.

HINTERGRUND:

Orale Antikoagulantien sind mit erhöhter Blutungsneigung assoziiert. In der Studie sollten Änderungen in der Menstruationsblutung bei Frauen unter Antikoagulationstherapie untersucht werden.

STUDIENDESIGN:

Am Royal Free Hospital in London wurden Frauen mit oraler Antikoagulationstherapie mündlich und mittels Fragebogen zu Unterschieden in ihrem Menstruationszyklus vor und nach Beginn der Antikoagulationstherapie befragt. Zusätzlich sollten sie während ihrer darauf folgenden Menstruationsblutung einen Erhebungsbogen mit graphischer Darstellung der Blutungsstärke ausfüllen.

ERGEBNISSE:

53 Frauen zwischen 20 und 50 Jahren nahmen an der Studie teil; 47 Frauen füllten den Erhebungsbogen aus. Die mittlere Dauer der Menstruationsblutung lag vor Beginn der Antikoagulationstherapie bei 5 Tagen und erhöhte sich mit Therapiebeginn auf 7 Tage. 31 von 47 Frauen (66%) mit ausgefülltem Erhebungsbogen zeigten einen Score >100. Die Anzahl von Frauen mit starken Blutungen oder Koagelbildung während der Menstruation, Zwischenblutungen oder postcoitalen Blutungen stieg ebenfalls an. Insgesamt 29 Frauen (54,7%) änderten während der Antikoagulationstherapie die Verhütungsmethode. 17 Frauen ohne Schwangerschaftswunsch setzten keine Verhütungsmittel ein, einschließlich 10 Frauen mit hormoneller Kontrazeption vor Beginn der Antikoagulationstherapie.

SCHLUSSFOLGERUNG:

Bei Frauen im gebärfähigen Alter treten während einer Antikoagulationstherapie verstärkte und verlängerte Menstruationsblutungen auf. Gebärfähige Frauen unter  Antikoagulationstherapie sollten in Bezug auf Menstruationsstörungen überwacht werden, um eine zügige und angemessene Behandlung zu gewährleisten. Eine Beratung über die passende Kontrazeption sollte ebenfalls Teil der medizinischen Versorgung sein. Mechanische Verhütung, Sterilisation und Progestin-basierte Kontrazeption sind mögliche Verhütungsmethoden für diese Patientengruppe.

  1. Huq FY et al. Menstrual problems and contraception in women of reproductive age receiving oral anticoagulation. Contraception 2011 Aug; 84:128
Schlüsselwörter: Menstruation-probleme, geburt, schwangerschaft, pille, mikropill, verhützung, Kontrazeption, gebärfähige Frauen, orale Antikoagulationstherapie, antikoagulation, blutung, LNG-IUS, langzeitverhütung, spirale, hormonspirale, einlage, pessar, marcumar-therapie, thrombose, embolie, thromboembolie, menstruelle Blutung; infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013