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PCI bei akuter Herzinfarkt:  Ursächliche-Gefäß-  vs.  Mehrgefäß-Intervention, 2011

Nur Ursächliche-Gefäß-PCI besser als Mehrgefäß-PCI bei akuter Myokardinfarkt (STEMI)

Eine aktuelle Studie (1) und eine Meta-Analyse (2) unterstützen die Vorgehensweise, nur die infarkt-verursachende Gefäße während einer PCI zu behandeln, und nicht zum Rundumschlag auszuholen. Eine gleichzeitige PCI mehrerer Gefäße bei Mehrgefäß-KHK-Patienten sei mit einer höheren Mortalität und höheren Rate an Stentthrombosen assoziiert.

Momentan erhalten in den USA ca. 10%-20% aller STEMI-Patienten eine Multivessel-Gefäßerweiterung (meist mit Stent) während der PCI.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Zweizeitige versus einmalige perkutane Koronarintervention (PCI) mehrerer Gefäße bei akutem Myokardinfarkt: Welche prognostische Bedeutung kommt diesen beiden Reperfusionsstrategien zu ?  

Zuvor unauffällige Plaques in den Koronargefäßen können die Ursache eines späteren Rezidivereignisses sein. Die Frage ist, ob diese „non-culrpit lesions“ („nichtschuldige“ Läsionen) bei der primären perkutanen Katheterintervention eines akuten Myokardinfarkts gleichzeitig mit der schuldigen Läsion („culprit lesion“)   mitbehandelt werden sollten. 

 

Es ist noch unbekannt, wie sicher oder sogar wünschenswert es ist, das für das akute Ereignis nichtursächliche Gefäß bei Patienten mit akutem ST-Streckenhebungsinfarkt und Mehrgefäßerkrankung während der primären perkutanen Koronarintervention (PCI) mitzubehandeln. Das Ziel einer Studie, die im „Journal of the American College of Cardiology“ erschien war, die gleichzeitige Behandlung der für das akute Ereignis ursächlichen Koronarläsion („culprit lesion“) und nichtursächlicher Koronarläsionen („non-culprit lesions“) bei der primären PCI mit der PCI der ursächlichen Koronarläsion und nachfolgender PCI der nichtursächlichen Läsionen zu einem späteren Zeitpunkt bei Patienten mit akutem ST-Streckenhebungsinfarkt (STEMI) und Mehrgefäßerkrankung zu vergleichen. 

 

Methoden:

In der HORIZONS-AMI (Harmonizing Outcomes With Revascularization and Stents in Acute Myocardial Infarction)-Studie, wurde bei 668 der 3602 eingeschriebenen Patienten mit ST-Streckenhebungsinfarkt (18,5%) eine PCI der ursächlichen sowie der nichtursächlichen  Koronarläsionen der Mehrgefäßerkrankung durchgeführt. Die Patienten wurden in eine Gruppe mit einer Einzel-PCI (n=275) versus eine Gruppe mit zweizeitiger PCI (n=393) eingeteilt. Die analysierten Endpunkte waren die 1-Jahresraten der kardiovaskulären Hauptnebenwirkungen und deren Komponenten Tod, Reinfarkt, Zielgefäßrevaskularisierung wegen Ischämie sowie Schlaganfall.

 

Ergebnisse:

Die einmalige PCI war im Vergleich zur zweizeitigen assoziiert mit einer höheren 1-Jahres-Mortalität (9,2% vs. 2,3%), höheren kardialen Mortalität (6,2% vs. 2,0%), höheren Rate von definitiver/wahrscheinlicher Stentthrombose (5,7% vs. 2,3%) und einem Trend hin zu schwerwiegenderen kardiovaskulären Hauptnebenwirkungen (18,1% vs. 13,4%). Der Mortalitätsvorteil zugunsten der zweizeitigen PCI konnte in einer Untergruppe von Patienten, die eine echte elektive Mehrgefäß-PCI erhielten, aufrechterhalten werden. Außerdem war die Strategie der zweizeitigen PCI unabhängig assoziiert mit einer niedrigeren Gesamtmortalität nach 30 Tagen und nach einem Jahr.

 

Fazit:

Bei Patienten mit akuten ST-Streckenhebungsinfarkt, die eine primäre perkutane Koronarintervention (PCI) erhalten, sollte die verzögerte Angioplastie nichtursächlicher Läsionen die Standardmethode darstellen, da die gleichzeitige PCI mehrerer Gefäße mit einer höheren Mortalität und höheren Rate an Stentthrombosen assoziiert sein könnte. 

  1. Kornowski R et al. Prognostic impact of staged versus "one-time" multivessel percutaneous intervention in acute myocardial infarction: Analysis from the HORIZONS-AMI (Harmonizing Outcomes With Revascularization and Stents in Acute Myocardial Infarction) trial. J Am Coll Cardiol 2011 Aug 9; 58:704.
  2. Vlaar PJ et al. Culprit vessel only versus multivessel and staged percutaneous coronary intervention for multivessel disease in patients presenting with ST-segment elevation myocardial infarction: A pairwise and network meta-analysis. J Am Coll Cardiol 2011 Aug 9; 58:692
Schlüsselwörter: herzinfarkt, antithrombotische therapie, multivessel-intervention, akutes koronarsyndrom, Herzinfarkt, Einsatz, Clopidogrel, Plavix, Aspirin, ASS, Langzeittherapie, gefäß-krankheit, Monotherapie, myokardinfarkt, pci, akute perkutane koronarintervention, duale therapie, antikoagulation, gerinnung, kardiovaskuläre krankheiten, marcumar, lyse, Kombinationstherapie, gefässe, infektion, intervention, mehrfachgefäß-khk, 1-Gefäß-KHK, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013