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Ist dieser Patient entscheidungsfähig?:  Medizinische Entscheidungsfähigkeit von Patienten, 2011

Entscheidungsunfähigkeit der Patienten ist weit verbreitet und wird von Ärzten häufig nicht erkannt.

Der Mini-Mental-Status-Test (MMSE) ist nur in Extremfällen hilfreich. MMSE-Score-Ergebnisse <20 oder >24 korrelierten mit niedrigerer bzw. höherer Entscheidungsfähigkeit, während Ergebnisse zwischen 20 bis 24 keine genaue Aussagekraft hatten.

Die Evaluationshilfe (Aid to Capacity Evaluation, ACE) sei klinisch das beste verfügbare Instrument, um Ärzte bei der Beurteilung der medizinischen Entscheidungsfähigkeit von Patienten zu unterstützen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Ist dieser Patient entscheidungsfähig? - Medizinische Entscheidungsfähigkeit von Patienten

HINTERGRUND:

Die Frage, ob ein Patient entscheidungsfähig ist, sollte immer im Zusammenhang mit einer konkreten medizinischen Entscheidungsnotwendigkeit untersucht werden.

ZIEL:

Die Studie beschäftigt sich mit der  Prävalenz von Entscheidungsunfähigkeit und der Genauigkeit von Assessments bei Patienten ohne schwerwiegende psychische Störungen. 

DATENQUELLEN:

MEDLINE und EMBASE (seit Einführung bis April 2011) sowie Literaturangaben ausgewählter Artikel.

STUDIENAUSWAHL:

Eingeschlossen wurden qualitativ hochwertige prospektive Studien (n = 43) zur Bestimmung der medizinischen Entscheidungsfähigkeit von Patienten  im Rahmen der Therapieentscheidung.

DATENAUSWAHL:

Zwei Autoren beurteilten unabhängig voneinander die Studienqualität, erhoben relevante Daten und lösten Unstimmigkeiten im Konsens.

ERGEBNISSE:

Mangelnde Entscheidungsfähigkeit trat bei gesunden, älteren Kontrollteilnehmern seltener auf (2,8%; 95%-Konfidenzintervall [KI], 1,7%-3,9%) als bei stationären Patienten (26%; 95%-KI, 18%-35%). Eine durch objektive Diagnostik festgestellte Entscheidungsunfähigkeit (positive Likelihood Ratio [LR+] 7,9; 95%-KI, 2,7-13) wurde im subjektiven Empfinden lediglich bei 42% (95%-KI, 30%-53%) aller betroffenen Patienten erkannt. Obwohl der Mini-Mental-Status-Test (MMSE) nicht zur Unfähigkeitsbestimmung entwickelt wurde, war die Wahrscheinlichkeit einer Unfähigkeit bei einem Wert <20 erhöht (LR, 6,3; 95%-KI, 3,7-11). Bei einem Wert von 20 - 24 war keine Aussage möglich (LR, 0,87; 95%-KI, 0,53-1,2) und bei einem Wert >24 war die Wahrscheinlichkeit einer Unfähigkeit signifikant verringert (LR, 0,14; 95%-KI, 0,06-0,34). Lediglich drei von neun Bestimmungsmethoden, die mit dem Goldstandard verglichen wurden, sind einfach durchzuführen und haben hilfreiche Testmerkmale: die Evaluationshilfe (Aid to Capacity Evaluation, ACE) (LR+, 8,5; 95%-KI, 3,9-19; negative LR [LR-], 0,21; 95%-KI, 0,11-0,41), der Hopkins Kompetenztest (LR+, 54; 95%-KI, 3,5-846; LR-, 0; 95%-KI, 0,0-0,52) und der Test zum Verständnis der Behandlungsaufklärung (LR+, 6,0; 95%-KI, 2,1-17; LR-, 0,16 ; 95%-KI, 0,06-0,41). Die ACE wurde in der größten Studie validiert, steht online kostenlos zur Verfügung und enthält ein Trainingsmodul. 

SCHLUSSFOLGERUNGEN:

Entscheidungsunfähigkeit ist weit verbreitet und wird häufig nicht erkannt. Der Mini-Mental-Status-Test (MMSE) ist nur in Extremfällen hilfreich. Die Evaluationshilfe (Aid to Capacity Evaluation, ACE) ist das am besten verfügbare Instrument, um Ärzte bei der Beurteilung der medizinischen Entscheidungsfähigkeit von Patienten zu unterstützen.

  1. Sessums LL et al. Does this patient have medical decision-making capacity? JAMA 2011 Jul 27; 306:420.
Schlüsselwörter: Medizinische Entscheidungsfähigkeit von Patienten, entscheidungen, betreuungsbeschluss, entmündigung, selbständig, arzt, ärzte, operation, selbst entscheiden, beschluss, gerichtlich, aufklärung, Aid to Capacity Evaluation, betreung, ACE, entscheidung selbstständig treffen, entmündigen, therapie, unterbringungsbeschluss, zurechnungsfähigkeit, gericht, betreuer, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013