Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Durch Trimethoprim-Sulfamethoxazol (co-trimaxazol) induzierte Hyperkaliämie bei älteren Patienten, die Spironolacton erhalten, 2011

Ältere Patienten, die Spironolacton erhielten, sollten bei einer Infektion das Antibiotikum Trimethoprim-Sulfamethoxazol (co-trimaxazol) aufgrund des Hyperkaliämie-Risikos nicht erhalten. Diese Medikamentenkombination sollte wenn möglich vermieden werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Durch Trimethoprim-Sulfamethoxazol induzierte Hyperkaliämie bei älteren Patienten, die Spironolacton erhalten: Eine eingebettete Fall-Kontrollstudie.

ZIELE: Bei älteren Patientin, die mit einer Kombination von Trimethoprim-Sulfamethoxazol und Spironolacton behandelt werden, sollte das Risiko für eine Aufnahme in ein Krankenhaus aufgrund einer Hyperkaliämie untersucht werden.

GESTALTUNG: Bevölkerungsbasierte, eingebettete Fall-Kontrollstudie.

UMFELD: Ontario, Kanada zwischen dem 1. April 1992  und dem 1. März 2010.

TEILNEHMER: Einwohner von Ontario im Alter von 66 Jahren oder mehr, die eine dauerhafte Behandlung mit Spironolacton erhielten und innerhalb von 14 Tagen nach einer Verordnung von Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Amoxicillin, Norfloxacin oder Nitrofurantoin aufgrund einer Hyperkaliämie ins Krankenhaus aufgenommen wurden, wurden als Fälle definiert. Bis zu vier Kontrollen für jeden Fall wurden aus der gleichen Kohorte mit ähnlichen Eigenschaften bezüglich Alter, Geschlecht, sowie dem Vorhandensein von chronischer Niereninsuffizienz und Diabetes ausgewählt. Die Kontrollen mussten innerhalb von 14 Tage vor dem Index-Datum des jeweiligen Falles ebenfalls eines der vier verschiedenen Antibiotika der Studie erhalten haben.

HAUPT-ERGEBNIS-MESSPUNKTE: Es wurden die Wahrscheinlichkeits-Verhältnisse für eine Assoziation zwischen der Aufnahme in ein Krankenhaus aufgrund einer Hyperkaliämie und der Verschreibung eines studienrelevanten Antibiotikums in den 14 vorhergehenden Tagen erhoben. Es erfolgte eine Adjustierung für begleitende Umstände sowie die Einnahme von Medikamenten, die das Risiko einer Hyperkaliämie beeinflussen können.

ERGEBNISSE:  Während der 18-jährigen Dauer der Studie wurden 6.903 Aufnahmen in ein Krankenhaus aufgrund einer Hyperkaliämie identifiziert. 306 davon erfolgten innerhalb von 14 Tagen nach der Einnahme eines Antibiotikums. Von diesen Fällen wurden 248 (81%) anschließend 783 entsprechenden Kontrollen zugeordnet. 10,8% (17.859 von 165.754) der Benutzer von Spironolacton erhielten zumindest einmalig eine Verordnung für Trimethoprim-Sulfamethoxazol. Im Vergleich zu Amoxicillin war die Verschreibung von Trimethoprim-Sulfamethoxazol mit einer deutlichen Erhöhung des Risikos für eine Aufnahme in ein Krankenhaus aufgrund einer Hyperkaliämie assoziiert (adjustiertes Wahrscheinlichkeits-Verhältnis [engl. Odds ratio] 12,4; 95% Konfidenz-Intervall [KI] von 7,1 bis 21,6).  Der Anteil, welcher der Bevölkerung zuzuschreiben war, betrug 59,7% - dies bedeutet, dass ungefähr 60% aller Fälle einer Hyperkaliämie bei älteren Patienten, die Spironolacton einnahmen und mit einem Antibiotikum für einen Harnwegsinfekt behandelt wurden, vermeidbar gewesen wären, wenn Trimethoprim-Sulfamethoxazol nicht verschrieben worden wäre. Die Behandlung mit Nitrofurantoin war ebenfalls mit einem höheren Risiko für eine Hyperkaliämie assoziiert (adjustiertes Wahrscheinlichkeits-Verhältnis 2,4; 95% KI von 1,3 bis 4,6). Für Norfloxacin wurde kein erhöhtes Risiko festgestellt (adjustiertes Wahrscheinlichkeits-Verhältnis 1,6; 95% KI von 0,8 bis 3,4).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei älteren Patienten, die Spironolacton erhielten, war die Behandlung mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol mit einer deutlichen Erhöhung des Risikos assoziiert, aufgrund einer Hyperkaliämie in einem Krankenhaus aufgenommen zu werden. Diese Medikamentenkombination sollte daher wenn möglich vermieden werden.

  1. Tony Antoniou et  al: Trimethoprim-sulfamethoxazole induced hyperkalaemia in elderly patients receiving spironolactone: nested case-control study. BMJ 2011; 343:d5228
Schlüsselwörter: Trimethoprim-Sulfamethoxazol, co-trimaxol, cotrim, bactrim, trimethoprim, Hyperkaliämie, nierenfunktion, niereninsuffienz, ältere Patienten, Spironolacton, diuretika, kalium-spiegel, hyponatriämie, hypernatriämie, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013