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Verwendung Langzeit-Effekte von Esstörungen auf Fruchtbarkeit und Schwangerschaft, 2011

Lebenslange Essstörungen waren mäßig mit Fruchtbarkeitsstörungen assoziiert.

Ärzte sollten Frauen mit Essstörung-Vorgeschichte dahingehend beraten, dass sie wahrscheinlich Kinder bekommen können, selbst dann, wenn Menstruationsstörungen vorliegen. Daher ist es wichtig, diese Frauen über Verhütungsmaßnahmen ausreichend zu informieren. Aufgrund möglicher  negativer Einstellungen zur Schwangerschaft sollten die Frauen mit Essstörungen psychologische Unterstützung, insbesondere während der Schwangerschaft erhalten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Fruchtbarkeit und pränatale Einstellungen gegenüber Schwangerschaft bei Frauen mit Essstörungen: Ergebnisse von der Avon longitudinalen Studie von Eltern und Kindern

ZIELSETZUNG:

Es sollten die Auswirkungen von Essstörungen auf die Fruchtbarkeit und die Einstellungen gegenüber Schwangerschaft untersucht werden.

 

DESIGN:

Eine longitudinale prospektive Geburtenkohorte.

 

SETTING:

Avon Ares, UK

 

STICHPROBE:

Die Stichprobe war eine Kohorte von 14 663 Frauen, die in der Avon longitudinalen Studie von Eltern und Kindern (ALSPAC) eingeschrieben waren. Einzeln geborene Kinder und Lebendgeburten wurden in vier Gruppen eingeschlossen: lebenslange Anorexia nervosa (nervöse Magersucht, AN; n= 171); lebenslange Bulimia nervosa (nervöse Fressbrechsucht, BN; n= 199), lebenslange Anorexia und Bulimia nervosa (AN + BN; n= 82); und die allgemeine Bevölkerung (n= 10 636).

 

METHODEN:

Es wurden Fruchtbarkeitsstörungen, Konzeptionszeit und Einstellungen zur Schwangerschaft bei Frauen mit AN, BN und AN + BN untersucht, verglichen mit den restlichen Stichproben (allgemeine Bevölkerung).

 

HAUPTMESSPUNKTE:

Hauptmesspunkte waren, ob sie einen Arzt wegen Fruchtbarkeitsstörungen aufgesucht hatten, die Zeit bis zur Konzeption (> 12 Monate und >6 Monate), nicht geplante Schwangerschaften und die Einstellungen zur Schwangerschaft in der 12. und 18. Woche der Schwangerschaft.

 

ERGEBNISSE:
Bei Frauen mit AN (Odds Ratio [OR] 1,6, 95% Konfidenzintervall [CI] 1,1-2,5; P< 0,021) und bei Frauen mit AN + BN (OR 1,9, 95% CI 1,1-3,4; P> 0,020) war es wahrscheinlicher, dass sie einen Arzt wegen lebenslangen Fruchtbarkeitsproblemen aufsuchten. Bei Frauen mit AN + BN war es auch wahrscheinlicher, dass es länger als sechs Monate zur Befruchtung dauerte (OR 1,9, 95% CI 1,0-3,5; P<0,04) und dass sie ihre aktuelle Schwangerschaft mit Fruchtbarkeitsbehandlungen empfangen hatten. Nicht geplante Schwangerschaften waren üblicher in der AN Gruppe verglichen mit der allgemeinen Bevölkerung. Alle Essstörungsgruppen erlebten häufiger negative Gefühle, als sie von der Schwangerschaft erfuhren. Das blieb höher ausgeprägt in der AN + BN Gruppe bis zur 18. Woche der Schwangerschaft.

 

FAZIT:

Lebenslange Essstörungen waren mit Fruchtbarkeitsstörungen, nicht geplanten Schwangerschaften und negativen Einstellungen zur Schwangerschaft assoziiert. Die Fachleute im Gesundheitswesen sollten auf Essstörungen achten, wenn sie die Fruchtbarkeit beurteilen und eine Fertilitätsbehandlung anbieten.

  1. Easter A et al. Fertility and prenatal attitudes towards pregnancy in women with eating disorders: Results from the Avon Longitudinal Study of Parents and Children. BJOG 2011 Aug 3
Schlüsselwörter: schwangerschaft, Essstörungen. Fertilität, Amenorrhoe, anorexie, Ausbleiben Menstruation, Frauen, Anorexia nervosa, Ghrelin-Werten, Essverhalten, gewicht-abnahme, bmi, fehlbildungen, gesund, Bulimie, Essstörung, kinder, pränatal, geburt, fehlbildung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013