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Adipositaschirurgie: Magenbypass vs. Duodenal-Switch, 2011
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Anmerkung: Bei einem Magenbypass
wird ein Teil des Magens abgetrennt und der proximale Rest wird mit
einer Y-Roux-Gastrojejunostomie verbunden. (Video, Zugriff am 9.11.2011) .
Der duodenale Switch ist eine Variation der biliopankreatischen
Diversion. Dabei wird der Pylorus erhalten und das Dumping-Syndrom
vermindert. Der Duodenalstumpf wird verschlossen und das Ileum wird mit
dem Pylorus anastomosiert. Das Jejunum wird erst 100 cm vor dem
terminalen Ileum wieder anastomosiert. (Nach M.Müller, „Chirurgie für
Studium und Praxis“, 10. Auflage, 2010/2011, Breisach am Rhein, S.179). |
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Aktuelle Studie (1):
Duodenal-Switch-Patienten hatten mehr Gewicht (74 vs. 51 kg)
verloren, aber dafür mehr Nebenwirkungen erlitten (62% vs. 32%). Die
Komplikationen waren u. a. Krankenhaus-Wiederaufnahme, Re-Operation,
schlechtere Aufnahme der Nahrungsmittel am Darmtrakt, Infektionen
und Leberfunktionsstörungen. |
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Ausführlichere Daten
der aktuellen Studie (1):
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Gewichtsverlust, kardiovaskuläre
Risikofaktoren und Lebensqualität nach Magenbypass und duodenalem
Switch: Eine randomisierte Studie.
HINTERGRUND:
Der Magenbypass und der duodenale Switch
sind derzeit durchgeführte bariatrische chirurgische Verfahren.
Unkontrollierte Studien suggerieren, dass der duodenale Switch einen
höheren Gewichtsverlust als der Magenbypass induziert.
ZIELSETZUNG:
Es sollte festgestellt werden, ob der
duodenale Switch zu einem höheren Gewichtsverlust und zu mehr
wünschenswerten Verbesserungen der kardiovaskulären Risikofaktoren
und der Lebensqualität als der Magenbypass führt.
DESIGN:
Randomisierte, parallel-gruppierte
Studie. (ClinicalTrials.gov Registrationsnummer: NCT00327912)
SETTING:
Zwei akademisch medizinische Zentren
(eins in Norwegen und eins in Schweden).
PATIENTEN:
60 Teilnehmer mit einem Body-Mass-Index
(BMI) zwischen 50 und 60 kg/m2.
INTERVENTION:
Magenbypass (n=31) oder duodenaler
Switch (n=29).
MESSUNGEN:
Die primäre Messgröße war die
Veränderung des BMI nach zwei Jahren. Sekundäre Messgrößen schlossen
anthropometrische Maße, die Konzentrationen von den Blutlipiden,
Glukose, Insulin, vom C-reaktiven Protein und von Vitaminen, die
gesundheitsbezogene Lebensqualität und unerwünschte Ereignisse ein.
ERGEBNISSE:
58 von 60 Teilnehmern (97%)
komplettierten die Studie. Die durchschnittliche Reduktion des BMI
waren 17,3 kg/m2 (95% Konfidenzintervall [CI], 15,7 bis 19,0 kg/m2)
nach einem Magenbypass und 24,8 kg/m2 (CI 23,0 bis 26,5 kg/m2) nach
einem duodenalen Switch (mittlere Differenz zwischen den Gruppen:
7,44 kg/m2 [CI 5,24 bis 9,64 kg/m2]; P < 0,001). Die gesamte
Cholesterinkonzentration nahm um 0,24 mmol/L (CI -0,03 bis 0,50
mmol/L) (9,27 mg/dL [CI -1,16 bis 19,3mg/dL]) nach Magenbypass und
um 1,07 mmol/L (CI 0,79 bis 1,35 mmol/L) (41,3 mg/dL [CI 30,5 bis
52,1 mg/dL]) nach duodenalem Switch ab (mittlere Differenz zwischen
den Gruppen 0,83 mmol/L [CI 0,48 bis 1,18 mmol/L]; 32,0 mg/dL [CI
18,5 bis 45,6 mg/dL]; P ≤ 0,001). Reduktionen der Konzentration des
low-density lipoprotein Cholesterins (LDL), der anthropometrischen
Maße, der Fettmasse und der fettfreien Masse waren ebenfalls nach
dem duodenalen Switch größer (P ≤ 0,010 jeweils für die Vergleiche
zwischen den Gruppen). Beide Gruppen zeigten Verringerungen des
Blutdrucks und der mittleren Konzentration von Glukose, Insulin und
dem C-reaktiven Protein, ohne dass eine Differenz zwischen den
Gruppen bestand. Die duodenale Switch-Gruppe, aber nicht die
Magenbypass-Gruppe, zeigte Konzentrationsminderungen von Vitamin A
und von 25-Hydroxy-Vitamin D. Die meisten Short-Form-36 Health
Survey dimensionale Scores verbesserten sich in beiden Gruppen mit
einer größeren Verbesserung bei einem von acht Bereichen
(körperlicher Schmerz) nach Magenbypass. Von der Operation bis zum
Zeitpunkt nach 2 Jahren hatten 10 Teilnehmer (32%) unerwünschte
Ereignisse nach Magenbypass und 18 (62%) nach duodenalem Switch (P =
0,021). Unerwünschte Ereignisse, die auf Mangelernährung
zurückzuführen sind, traten nur nach duodenalem Switch auf.
LIMITATIONEN:
Die klinische Erfahrung mit dem
Magenbypass war an den Studienzentren größer als mit dem duodenalen
Switch.
FAZIT:
Die duodenale Switch-Operation war mit
einem größeren Gewichtsverlust, größerer Verringerung von dem
gesamten und dem LDL Cholesterin, aber mit mehr unerwünschten
Ereignissen assoziiert. Die Verbesserungen der anderen
kardiovaskulären Risikofaktoren und der Lebensqualität waren nach
beiden Verfahren ähnlich. |
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Søvik TT et al. Weight loss, cardiovascular risk factors, and
quality of life after gastric bypass and duodenal switch: A
randomized trial. Ann Intern Med 2011 Sep 6; 155:281.
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Schlüsselwörter:
Adipositas, Übergewicht, Chirurgie,
Duodenal-Switch, dünndarm-switch, Therapie, kardiovaskuläre Risikofaktoren,
sport, training, lebensqualität, hypertonie, bluthochdruck, Diät,
Magenbypass, Body Mass Index, Laparoskopie, Laparoskopische Magenband,
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