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Primäre Hyperparathyreoidismus: Korrelieren die Symptome mit dem Schweregrad der Hyperkalzämie? 2011

Die klinischen Symptome der Patienten mit primärer Hyperparathyreoidismus korrelieren laut einer aktuellen Studie (1) NICHT mit dem Schweregrad der Hyperkalzämie.

Diese Ergebnisse stellen die übliche Vorgehensweise in Frage,  bei Hyperparathyreose-Patienten mit unspezifischen Symptomen die Indikation für eine Operation (Hyperparathyreoidektomie) zu stellen.  

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Ist es möglich, durch biochemische Abweichungen bei Patienten mit primären Hyperparathyreoidismus die Symptomatik vorherzusagen?

HINTERGRUND: Primärer Hyperparathyreoidismus manifestiert sich mit einer Vielzahl von Symptomen mit sehr unterschiedlichen Schweregraden. Der Grund für diese Symptome ist weiterhin nicht vollständig geklärt. Das Ziel der Autoren war es festzustellen, ob der Grad der präoperativen Abweichung der biochemischen Parameter (Kalzium, Parathormon, Vitamin-D-Spiegel) bei Patienten, die aufgrund eines primären Hyperparathyreoidismus einer Operation unterzogen werden, mit der Ausprägung der Symptomatik korreliert.

STUDIEN-GESTALTUNG: Über 15 Monate hinweg füllten 229 aufeinanderfolgende Patienten mit primären Hyperparathyreoidismus vor der Durchführung einer Parathyreoidektomie einen Fragebogen zur Symptomatik aus. Die Symptom-Profile von Patienten, die bei initialer Vorstellung eine deutliche Hyperkalzämie aufwiesen (>=11,2 mg/dL) wurden mit denen von Patienten mit niedrigeren Kalziumspiegeln (<11,2 mg/dL) verglichen. Die Patienten wurden ebenfalls kategorisiert nach den Werten für Parathormon (< oder >= 130 pg/mL) und Vitamin-D (< oder >= 30 ng/mL) und anschließend ähnlichen Vergleichen unterzogen.

ERGEBNISSE: 78 Patienten (34%) hatten einen initialen Kalziumspiegel von >= 11,2 mg/dL, aber im Vergleich zu Patienten mit einem Kalzium-Spiegel von <11,2 mg/dL trat bei Patienten mit deutlicher Hyperkalzämie nur eine Nephrolithiasis häufiger auf (18% gegenüber 9%, p=0,04). Umgekehrt waren Knochen- oder Gelenkschmerzen, Obstipation und Depression bei Patienten mit Kalziumspiegeln <11,2 mg/dL deutlich häufiger (p=0,001 bzw. p=0,031 bzw p=0,006). Patientenanalysen auf der Grundlage von Messungen des Parathormon-Spiegels oder der Vitamin-D-Spiegel zeigten keine deutlichen Unterschiede in Bezug auf die Ausprägung der Symptomatik.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Daten zeigen an, dass der Grad der Erhöhung von Parathormon und das Vorhandensein eines Mangels an Vitamin D nicht mit dem Vorhandensein und der Ausprägung von Symptomen bei Patienten mit primärem Hyperparathyreoidismus korreliert. Eine deutliche Hyperkalzämie war mit Nephrolithiasis assoziiert, aber interessanterweise hatten die Patienten mit milder Hyperkalzämie deutlich häufiger eine Depression, Knochen- oder Gelenkschmerzen und Obstipation. Dies deutet an, dass diese Symptome vermutlich nicht durch die Hyperkalzämie verursacht werden.

  1. Bargren AE et al. Can biochemical abnormalities predict symptomatology in patients with primary hyperparathyroidism? J Am Coll Surg 2011 Sep; 213:410
Schlüsselwörter: primäre Hyperparathyreoidismus, vorhersage, Schilddrüsenentfernung, Überfunktion, operation, medikamentös, konservativ, Hyperparathyreoidektomie, Schilddrüse, Hyperpara, operation, minimalinvasiv, Symptomatik, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013