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Sicherheit von Magnetresonanztomographie (MRT) bei Patienten mit implantierten kardialen Geräten (wie ICD, Schrittmacher), 2011

Mit den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen (Siehe Studien-Protokoll unten im PATIENTEN-Teil) können Magnetresonanztomografie-Untersuchungen (MRT) bei Patienten mit ausgewählten kardialen Geräten durchgeführt werden. Weil Veränderungen in den Geräte-Variablen und der Programmierung auftreten können, ist während der MRT-Untersuchung eine elektrophysiologische Überwachung notwendig.

Die Editoralisten sehen Vorhandensein von implantierten kardialen Geräten nicht mehr als Kontraindikation für MRT. Die Ergebnisse der Studie sollte jedoch nicht auf MRT-Geräte mit Feldstärken unter oder über 1.5T übertragen werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Eine prospektive Untersuchung eines Verfahrens für die Untersuchung von Patienten mit implantierten kardialen Geräten in einem Magnetresonanztomografen

HINTERGRUND: Die Untersuchung mit Magnetresonanztomografen (MRT) wird aufgrund von Sicherheitsbedenken bei Patienten mit implantierten kardialen Geräten wie Herzschrittmachern und Defibrillatoren vermieden.

ZIEL: Es sollte die Sicherheit eines Protokolls für die Untersuchung von Patienten mit Herzschrittmachern in einem MRT mit der üblichen Magnetfeldstärke von 1,5 T untersucht werden.

GESTALTUNG: Prospektive, nicht-randomisierte Studie.

UMFELD: Ein Zentrum in den Vereinigten Staaten (94% der Untersuchungen) und ein Zentrum in Israel.

PATIENTEN: 438 Patienten mit kardialen Geräten (54% mit Schrittmachern, 46% mit Defibrillatoren) die insgesamt 555 MRT-Untersuchungen erhielten. Die Intervention bestand darin, dass die Stimulation bei Schrittmacher-abhängigen Patienten asynchron eingestellt wurde, bei allen anderen wurde die Stimulation in den Bedarfsmodus (On-Demand) umgestellt. Tachyarrhythmie-Funktionen wurden ausgeschaltet. Der Blutdruck, das EKG, die Pulsoxymetrie und die klinischen Symptome wurden durch einen Krankenpfleger mit Erfahrung in kardialer Reanimation und Kenntnissen in der Geräteprogrammierung überwacht. Ein Elektrophysiologe konnte zusätzlich direkt hinzugezogen werden.

MESSUNGEN: Aktivierung oder Hemmung der Stimulation, Symptome und Variablen der Geräte.

ERGEBNISSE: Bei drei Patienten (0,7%; 95% Konfidenzintervall [KI] von 0% bis 1,5%) stellte sich das Gerät um in einen temporären, sekundären Programmierungsmodus, ohne dass dabei langfristige Auswirkungen beobachtet wurden. Die rechtsventrikuläre (RV) Abtastung (mediane Veränderung: 0 mV; Interquartilbereich [IQB] von -0,7 bis 0 mV) und die Impedanzen des Vorhofs, des rechten und des linken Ventrikels (jeweils mediane Veränderungen: -2 Ohm [IQB von -13 bis 0 Ohm]; -4 Ohm [IQB von -16 bis 0 Ohm]; -11 Ohm [IQB von -40 Ohm bis 0 Ohm]) waren direkt nach der MRT-Untersuchung vermindert. Bei einer langfristigen Nachuntersuchung (61% der Patienten) zeigte sich eine reduzierte Abtastung im RV (mediane Veränderung 0 mV; IQB von -1,1 bis 0,3 mV), eine verminderte Impedanz des Kabels im RV (mediane Veränderung -3 Ohm; IQB von -29 bis 15 Ohm), eine erhöhte Erfassungsschwelle im RV (mediane Veränderung 0 V; IQB von 0 bis 0,2 Ohm) und eine verminderte Batteriespannung (mediane Veränderung -0,01 V; IQB von -0,04 bis 0 V). Die beobachteten Veränderungen machten keine Geräterevision oder eine erneute Programmierung erforderlich.

EINSCHRÄNKUNGEN: Nicht alle verfügbaren kardialen Geräte wurden untersucht. Langfristige persönliche oder telefonische Nachbeobachtung war bei 43 Patienten (10%) nicht möglich. Außerdem fehlten einige Daten. Die Patienten mit fehlenden langfristigen Daten zur Erfassungsschwelle hatten vor der MRT-Untersuchung höhere Erfassungsschwellen im rechten Vorhof und im rechten Ventrikel und hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit dafür, eine MRT-Untersuchung des Brustkorbs erhalten zu haben. Untersuchungen zu den Defibrillationsschwellen und eine Randomisierung zu einer Kontrollgruppe erfolgten nicht.

SCHLUSSFOLGERUNG: Mit den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen können Magnetresonanztomografie-Untersuchungen (MRT) bei Patienten mit ausgewählten kardialen Geräten durchgeführt werden. Weil Veränderungen in den Geräte-Variablen und der Programmierung auftreten können, ist während der MRT-Untersuchung eine elektrophysiologische Überwachung notwendig.

  1. Nazarian S et al. A prospective evaluation of a protocol for magnetic resonance imaging of patients with implanted cardiac devices. Ann Intern Med 2011 Oct 4; 155:415
  2. Siehe auch: Herzschrittmacher - ICD (Defibrillator) bei Kernspintomographie (MRT), 2004
Schlüsselwörter: Magnetresonanztomografen, Medikament, Herzschrittmacher, defi, ICD, CT, Röntgen, Kernspintomographie, MRT, Magnetresonanztomographie und Magnetfelder, Defibrillator, röntgen, kardiologie, herz-katheteruntersuchung, reanimation, wiederbelebung, defibrillieren, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013