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TIA-Patienten: Frühes Schlaganfallrisiko und Voraussagekraft der Kombination von DWI und ABCD2-Score, 2011

Transitorische ischämische Attacke (TIA) sind kurzfristige Durchblutungsstörungen des Gehirnes. TIA´s dauern definitionsgemäß maximal 24 Stunden. Manche TIA-Patienten haben ischämische Veränderungen bei  Diffussionsgewichtete-Magnetresonanztomographie (DWI), diese Patienten haben in der Regel schlechte Kurzzeit-Prognosen (7-Tagesprognose), als die mit normalen DWI-Untersuchungsergebnissen.

Eine aktuelle Studie untersuchte kurzeit-Schlaganfallrisiko von Patienten, die eine transitorische ischämische Attacke (TIA) erleiden, und wie weit  Diffussionsgewichtete-MRT (DWI) und ABCD2-Score zur Schlaganfall-Voraussage von Nutzen sein kann.

Die Ergebnisse zeigten, dass Kombinieren von Diffussionsgewichteter-MRT (DWI) mit ABCD2-Score bei klassischer zeitdefinierter TIA die Voraussage-Kraft für Schlaganfälle verbessern kann.

Die 7-Tages-Schlaganfallrate betrug 7% bei DWI-positiven Patienten, jedoch nur 0,4% bei DWI-negativen Patienten. Durch Zusatz von ABCD2-Score zu DWI-positiven Patienten konnte die Voraussagekraft weiter verbessert werden:

Bei Patienten mit ABCD2-Score von 0–3 betrug die Schlaganfallrate 1,8%, und bei Patienten mit ABCD2-Score von 6–7 war die Schlaganfallrate 12.5%. Bei DWI-negativen Patienten brachte ABCD2-Score wenig.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Frühes Schlaganfallrisiko und der Nutzen des ABCD2-Scores bei einer TIA bei Unterscheidung nach Gewebeverlust oder Zeit: Eine multizentrische Studie.

ZIELE: Das Schlaganfallrisiko unmittelbar nach einer durch den zeitlichen Verlauf definierten transitorisch-ischämischen Attacke (TIA) ist hoch. Prognostische Scores (ABCD2 und ABCD3-I) wurden entwickelt, um bei der Behandlung zu helfen. Die amerikanische Schlaganfall-Organisation (American Stroke Association) hat vorgeschlagen, die Kriterien für die Unterscheidung zwischen einer TIA und einem Schlaganfall nicht mehr zeitlich festzulegen, sondern nach dem Gewebeverlust zu definieren. Es fehlt allerdings an Studien, welche die Definition nach Gewebeverlust benutzen. In einer multizentrischen, beobachtenden Kohortenstudie wurde die Prognose und die Leistung des ABCD2-Scores bei einer TIA untersucht. Dabei wurde entsprechend den neu vorgeschlagenen Kriterien eine Untergruppierung vorgenommen in eine Gewebeverlust-positive und eine Gewebeverlust-negative Gruppe, je nach den Ergebnissen in einer diffusionsgewichteten Bildgebung oder einer CT-Untersuchung.

METHODEN: Zwölf Zentren stellten Daten bereit über ABCD2-Scores, DWI- oder CT-Untersuchungen sowie Nachbeobachtungen in Kohorten von Patienten mit einer TIA, die nach den zeitbasierten Kriterien definiert worden war. Die Schlaganfall-Häufigkeiten an den Tagen 7 und 90 wurden in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit zur Gewebeverlust-positiven oder Gewebeverlust-negativen Untergruppe untersucht, also in Abhängigkeit vom Vorhandensein eines Hirninfarktes. Die prädiktive Leistung des ABCD2-Scores wurde mittels Analysen zur Fläche unter der Grenzwertoptimierungskurve (auch ROC-Kurve) untersucht.

ERGEBNISSE: Insgesamt wurden 4.574 Patienten eingeschlossen. Bei Patienten mit DWI-Untersuchung (n=3.206) trat ein erneuter Schlaganfall nach 7 Tagen bei 7,1% (95% Konfidenz-Intervall [KI] von 5,5 bis 9,1%) der Gewebeverlust-positiven Ereignisse und bei 0,4% (95% KI von 0,2 bis 0,7%) der Gewebeverlust-negativen Ereignisse auf (p diff < 0,0001). Die korrespondierenden Häufigkeiten bei Patienten mit CT-Untersuchungen waren 12,8% (95% KI von 9,3 bis 17,4%) bzw. 3,0% (95% KI von 2,0 bis 4,2%; p diff < 0,0001). Der ABCD2-Score hatte einen prädiktiven Wert bei Gewebeverlust-positiven und Gewebeverlust-negativen Ereignissen (ROC = 0,68 [95% KI von 0,63 bis 0,73] bzw. 0,73 [955 KI von 0,67 bis 0,80]; p sig < 0,0001 für beide Ergebnisse; p diff = 0,17). Gewebeverlust-positive Ereignisse mit niedrigen ABCD2-Scores und Gewebeverlust-negative Ereignisse mit hohen ABCD2-Scores bedeuteten ein ähnlich hohes Schlaganfallrisiko, besonders bei der Nachbeobachtung nach 90 Tagen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Ergebnisse unterstützen das Konzept einer auf Gewebeverlust basierten Definition einer transitorisch-ischämischen Attacke (TIA) und eines Schlaganfalls, zumindest in Bezug auf die prognostische Bedeutung.

  1. Giles MF et al. Early stroke risk and ABCD2 score performance in tissue- vs time-defined TIA: A multicenter study. Neurology 2011 Sep 27; 77:1222
  2. Siehe auch: ABCD2-Score für Schlaganfall-Risiko ist möglicherweise unspezifisch, 2011
Schlüsselwörter: Frühes Schlaganfallrisiko, Nutzen des ABCD2-Scores, zeit, ABCD2-Score für Schlaganfall-Risiko, Apoplex, Schlaganfall, Vorhersage, Voraussage, transitorische ischämische Attacke, TIA, Test, unspezifisch, sensitivität, Gewebeverlust., magnetic resonance diffusion-weighted imaging, DWI, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013