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Sollte Clopidogrel (Plavix®) vor einer Gefäß-Operation abgesetzt werden? 2011

Eine aktuelle Studie deutet darauf hin, dass Clopidogrel das Blutungsrisiko bei peripheren arteriellen Operationen nicht erhöht. Als periphere arterielle Gefäß-OPs wurden in der Studie folgende Operationen ausgewertet: Karotisendarterektomie (CEA), einen Bypass an der unteren Extremität (LEB), eine endovaskuläre abdominelle Aortenaneurysmatherapie (EVAR) oder eine offene abdominelle Aortenaneurysmatherapie (oAAA).

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Clopidogrel ist nicht mit starken Blutungskomplikationen bei einer peripheren arteriellen Operation assoziiert

ZIELSETZUNG:

Es gibt eine bleibende Variation bei der präoperativen Handhabung von Clopidogrel zum Zeitpunkt einer Gefäßoperation. Während einige Chirurgen vorziehen, Clopidogrel auf Grund eines wahrnehmbaren Risikos einer perioperativen Blutung zu pausieren, führen andere eine Operation bei Patienten, die Clopidogrel für eine angemessene Indikation einnehmen, durch. Die Absicht dieser Studie war zu untersuchen, ob präoperativ eingenommenes Clopidogrel mit signifikanten Blutungskomplikationen während einer peripheren arteriellen Operation assoziiert war.

 

METHODEN:

Es wurde ein prospektives regionales vaskuläres Operationsregister reviewed, das von 66 Chirurgen von 15 Zentren in New England von 2003 bis 2009 aufgezeichnet wurde. Es wurde der präoperative Gebrauch von Clopidogrel innerhalb von 48 Stunden der Operation analysiert. Die Patienten erhielten eine Karotisendarterektomie (CEA), einen Bypass an der unteren Extremität (LEB), eine endovaskuläre abdominelle Aortenaneurysmatherapie (EVAR) oder eine offene abdominelle Aortenaneurysmatherapie (oAAA). Rupturierte abdominelle Aortenaneurysmata wurden ausgeschlossen. Die Endpunkte schlossen postoperative Blutungen ein, die eine Reoperation erforderlich machten, sowie die Inzidenz und das Volumen von Bluttransfusionen. Statistische Analysen wurden mit der Varianzanalyse, dem exakten Test nach Fisher, mit dem χ(2)-Test und dem Wilcoxon Rangsummentest durchgeführt.

 

ERGEBNISSE:
Innerhalb des Studienintervalls wurden insgesamt 10 406 Patienten operiert. Das schließt 5264 CEAs, 2883 LEBs, 1125 EVARs und 1134 oAAAs ein. Der Gebrauch von Thrombozytenaggregationshemmern variierte unter den Patienten: 19% (n=2010) nahmen keine Thrombozytenaggregationshemmer, 69% (n=7132) nahmen Aspirin (ASS) allein ein, 2,2% (n=229) nahmen Clopidogrel allein ein und 9,7% (n=1017) nahmen Aspirin und Clopidogrel zusammen ein. Clopidogrel allein oder als duale Thrombozytenaggregationshemmtherapie war am häufigsten vor einer CEA gebraucht und am wenigstens oft in der oAAA-Gruppe (CEA 16,1%, LEB 9,0%, EVAR 6,5%, oAAA 5%). Eine Reoperation auf Grund von Blutungen unterschied sich nicht signifikant unter den Patienten, die ein Regime mit einem Thrombozytenaggregationshemmer erhielten (keine Medikamente 1,5%, ASS 1,3%, Clopidogrel 0,9%, ASS/Clopidogrel 1,5%, p=0,74). Wird nach dem Operationstypus analysiert, wird kein Unterscheid bei der Reoperation auf Grund von Blutungen unter Thrombozytenaggregationshemmern beobachtet. Es gab auch keinen Unterschied in der Inzidenz von Transfusionen unter den Behandlungsgruppen mit Thrombozytenaggregationshemmern (keine Medikamente 18%, ASS 17%, Clopidogrel 0%, ASS/Clopidogrel 24%, p=0,1). Es wurde kein Unterschied festgestellt, wenn nach dem individuellen Operationstypus analysiert wurde. Unter den Patienten, die eine Transfusion benötigt haben, war kein signifikanter Unterschied in der durchschnittlichen Anzahl von benötigten Einheiten von Erythrozytenkonzentraten (keine Medikamente 0,7 Einheiten, ASS 0,5 Einheiten, Clopidogrel 0 Einheiten, ASS/Clopidogrel 0,6 Einheiten, p=0,1). Es bestand auch kein Unterschied, wenn nach dem Operationstypus stratifiziert wurde.

 

FAZIT:

Die Patienten, die eine periphere arterielle Operation erhalten haben, bei denen Clopidogrel  entweder allein oder als Teil einer Thrombozytenaggregationshemmtherapie weitergeführt wurde, hatten keine signifikanten Blutungskomplikationen, verglichen mit den Patienten, die keine thrombozytenaggregationshemmende Therapie oder Aspirin allein zu dem Zeitpunkt der Operation einnahmen. Diese Daten suggerieren, dass Clopidogrel präoperativ bei Patienten mit einer für Clopidogrel angemessenen Indikation, wie bei symptomatischen Karotiserkrankungen oder einer kürzlichen Verwendung von medikamentenbeschichteten Koronarstents, sicher weitergegeben werden kann.

  1. Stone DH et al. Clopidogrel is not associated with major bleeding complications during peripheral arterial surgery. J Vasc Surg 2011 Sep; 54:779
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Stand: 25. Mai 2013