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Lungenembolie nach totaler Hüft-Arthroplastie, 2011

Medknowledge-Anmerkung: Den Begriff totale Hüft-Arthroplastie haben wir als Implantation einer totalen Hüftprothese (THP) interpretiert.

Eine aktuelle Studie (1) ging der Frage der pulmonalen Embolien (PE) nach totaler Hüft-Arthroplastie nach. Die Ergebnisse zeigten, dass PE-Inzidenz bei allen Prophylaxe-Methoden ähnlich war. Als Methoden wurden angewandt: ASS(5%), Warfarin (35%; in Deutschland Marcumar), Niedrigmolekulares-Heparin (LMWH; 41%), oder mechanische Prophylaxe (meist Kompression)

Die Ergebnisse werfen naturgemäß folgende Frage auf: Bei Anwendung moderner OP-Techniken und früher postoperativer Mobilisation nach Hüft-Ersatz-OP müsste es überprüft werden, ob der Nutzen von Prophylaxe-Maßnahmen mit Heparin, Marcumar oder neuen Heparin-Alternativen, die Nachteile (wie Blutungsrisiko, Kosten) überwiegen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Prophylaxe gegen pulmonale Embolien bei Patienten, die eine Totale Hüft-Arthroplastie erhalten.

HINTERGRUND:

Die optimale Prophylaxe-Methode, um pumonalen Embolien bei Patienten, die eine Totale Hüft-Arthroplastie erhalten, vorzubeugen, bleibt kontrovers. Richtlinien scheinen widersprüchlich zu sein. Die Absicht der vorliegenden Studie war es zu untersuchen, ob es ein Agens gibt, das am besten als Prophylaxe gegen postoperative pulmonale Embolien wirkt und ob die Art der Anästhesie die Rate von pulmonalen Embolien beeinflusst.

METHODEN:

Von 2001 bis 2008 wurde ein “Total Joint”-Register von einer nationalen Gesundheitserhaltungs-Organisation evaluiert um die Rate von pulmonalen Embolien, fatalen pulmonalen Embolien und Tod bei 17,595 Patienten ohne venöse Thromboembolie in der Vorgeschichte, die mit einer unilateralen Totalen Hüft-Arthroplastie geführt wurden, festzustellen. Alle Patienten wurden 90 Tage postoperativ verfolgt. Die Daten wurden elektronisch abstrahiert und durch Analyse der Diagramme validiert. Multivariate logistische Regressionsmodelle wurden genutzt um Assoziationen zwischen den genutzten Prophylaxe- und Anästhesie-Typen und pulmonalen Embolien abzuschätzen, während andere Risikofaktoren angeglichen wurden.

ERGEBNISSE:

Patienten erhielten entweder nur mechanische Prophylaxe (N=1533) oder chemische Prophylaxe (Aspirin [N = 934], Coumadin [Warfarin] [N = 6063] oder Niedermolekulares Heparin [N = 7202]) mit oder ohne mechanische Prophylaxe. Die Rate an pumonalen Embolien betrug insgesamt 0.41% (95% Konfidenz Intervall [KI], 0.32% bis 0.51%), bei mechanischer Prophylaxe 0.37% (95% KI, 0.05% bis 0.70%), unter Aspirin-Therapie 0.43% (95% KI, 0.01% bis 0.85%), unter Coumadin-Therapie 0.43% (95% KI, 0.26% bis 0.59%), unter Therapie mit Niedermolekularem Heparin 0.40% (95% KI, 0.26% bis 0.55%), 0.43% bei Gebrauch von gewöhnlicher Anästhesie (95% KI, 0.28% bis 0.58%), und 0.40% bei Gebrauch von nicht-gewöhnlicher Anästhesie (95% KI, 0.28% bis 0.52%). Die Mortalitätsrate betrug insgesamt 0.51% (95% KI, 0.40% bis 1.01%), 0.67% bei mechanischer Prophylaxe (95% KI, 0.23% bis 1.34%), 0.64% unter Aspirin-Therapie (95% KI, 0.13% bis 1.28%), 0.51% unter Coumadin-Therapie (95% KI, 0.33% bis 1.02%), 0.42% unter Therapie mit Niedermolekularem Heparin (95% KI, 0.27% bis 0.83%), 0.51% bei Gebrauch von gewöhnlicher Anästhesie (95% KI, 0.35% bis 0.67%), und 0.50% bei Gebrauch von nicht-gewöhnlicher Anästhesie (95% KI, 0.36% bis 0.64%). Regressionsmodelle zeigten keinen Zusammenhang zwischen der Art der genutzten Prophylaxe oder der Wahl der Anästhesie-Form und gesteigerten Risiken, eine pulmonale Embolie zu bekommen, wenn diese für Alter, Geschlecht und den „American Society of Anesthesiologists score“ angepasst wurden.

FAZIT:

Es wurden keine klinischen Unterschiede zwischen Prophylaxe-Typen, die venösen Thromboembolien vorbeugen oder der Art der Anästhesie in Bezug auf pulmonale Embolien, fatale pulmonale Embolie oder Tod nachgewiesen, basierend auf einer prospektiven Datensammlung eines zeitgemäßen „Total Joint“-Registers.

  1. Khatod M et al. Prophylaxis against pulmonary embolism in patients undergoing total hip arthroplasty. J Bone Joint Surg Am 2011 Oct 5; 93:1767
Schlüsselwörter: Totale Hüft-Arthroplastie, totale Hüftprothese THP, TEP, Embolie, Enoxaparin, Clexane, Thrombose, Prophylaxe, Hüfttep, Knietep, Antikoagulation, niedermolekulare Heparin, Operationen, Postoperativ, Krebs, Hüftgelenkoperation, Kniegelenkoperation, Heparin, poststationär, Kniegelenkersatz, Hüftgelenkersatz, Hüftop, Knieop, Antikoagulation, Thromboembolie, Hüftgelenk, Kniegelenk, pulmonal, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013