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Stumpfe Kopfverletzungen bei Kindern: Wann ist eine Überwachung notwendig? 2011

Kinder mit stumpfen Kopfverletzungen und einem Normalbefund in der computertomographischen Untersuchung des Kopfes (CCT) haben ein geringes Risiko für neurologische Komplikationen.

Kinder mit stumpfen Kopferverletzungen, die Glasgow-Coma-Score von 14 bis 15 aufweisen, und einen normalen CCT-Befund haben, brauchen keine neurochirurgische Interventionen. Sie können nach Hause entlassen werden, die Eltern müssten über Zeichen einer Verschlechterung aufgeklärt werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Benötigen Kinder mit stumpfen Kopfverletzungen und einem Normalbefund in der computertomographischen Untersuchung des Kopfes eine stationäre Aufnahme zur neurologischen Überwachung?

STUDIEN-ZIEL: In der Notaufnahme eines Krankenhauses werden häufig Kinder mit geringfügigen, stumpfen Kopfverletzungen, definiert durch initiale Werte auf der Glasgow Coma Scale (GCS) von 14 oder 15, zur stationären Überwachung aufgenommen, auch wenn die computertomographische Untersuchung des Kopfes (cCT) einen Normalbefund zeigt. Die Autoren wollten die Häufigkeit von neurologischen Komplikationen bei Kindern mit geringfügigen, stumpfen Kopfverletzungen und einem Normalbefund im cCT untersuchen.

METHODEN: Es wurde eine prospektive, multizentrische, beobachtende Kohortenstudie von Kindern unter 18 Jahren und einem stumpfen Kopftrauma (sowohl mit alleiniger Kopfverletzung als auch bei multiplen Verletzungen) in 25 Zentren zwischen den Jahren 2004 und 2006 durchgeführt. In dieser Unterstudie wurden Patienten mit initialen Punktwerten von 14 oder 15 auf der GCS und einem Normalbefund im cCT bei Aufnahme betrachtet. Als pathologischer Befund im cCT galt dabei das Vorhandensein einer intrazerebralen Blutung, eines Hirnödems, eines Pneumocephalus oder einer Fraktur des Schädels. Patienten mit normalen Befunden im cCT, die zur stationären Überwachung aufgenommen wurden, wurden nachbeobachtet, um den neurologischen Verlauf zu untersuchen. Durch telefonische oder postalische Kontaktaufnahme wurden die Patienten, die aus der Notaufnahme nach Hause entlassen worden waren, nachbeobachtet in Bezug auf im weiteren Verlauf durchgeführte Bildgebung des Kopfes, aufgetretene neurologische Komplikationen oder durchgeführte neurochirurgische Interventionen.

ERGEBNISSE: Es wurden 13.543 Kinder mit einem GCS von 14 oder 15 und einem Normalbefund im cCT in der Notaufnahme in die Studie aufgenommen. Darunter befanden sich 12.584 (93%) Kinder mit einem GCS von 15 und 959 (7%) mit einem GCS von 14. 2.458 (18%) wurden zur stationären Überwachung aufgenommen, darunter 2.107 von 12.584 (17%) Patienten mit einem GCS von 15 und 378 von 959 (39%) Patienten mit einem GCS von 14. Von den 11.058 Patienten die aus der Notaufnahme nach Hause entlassen worden waren, konnten 8.756 (79%) erfolgreich telefonisch oder per Post nachbeobachtet werden. Für die übrigen Patienten wurden Überprüfungen der Krankenakten, der Daten aus der Qualitätssicherung und des Leichenschauhauses durchgeführt. 179 (2%) der Kinder erhielten im Verlauf Bildgebung per cCT oder Kernspintomographie (cMRT); 5 (0,05%) Kinder hatten dabei ein pathologisches Ergebnis im cCT/cMRT und keines der Kinder (0%; 95% Konfidenzintervall [KI] von 0% bis 0,03%) erhielt eine neurochirurgische Intervention. Von insgesamt 2.485 stationär aufgenommenen Patienten erhielten 137 (6%) im Verlauf ein cCT oder ein cMRT; 16 (0,6%) Kinder hatten dabei ein pathologisches Ergebnis im cCT/cMRT und keines der Kinder (0%; 95% KI von 0% bis 0,2%) erhielt eine neurochirurgische Intervention. Der negative prädiktive Wert für eine neurochirurgische Intervention bei einem Kind mit einem initialen GCS von 14 oder 15 und einem normalen Ergebnis im initialen cCT betrug 100% (95% von 99,97% bis 100%).

SCHLUSSFOLGERUNG: Kinder mit einer stumpfen Kopfverletzung und einem initialen Punktwert auf der Glasgow Coma Scale von 14 oder 15 sowie einem normalen Befund in der computertomographischen Untersuchung des Kopfes (cCT) haben ein sehr geringes Risiko, bei weiteren bildgebenden Untersuchungen des Kopfes pathologische Befunde aufzuweisen. Weiterhin haben sie ein extrem niedriges Risiko, im Verlauf eine neurochirurgische Intervention zu benötigen. Die stationäre Aufnahme von Kindern mit geringfügigen Kopfverletzungen und einem Normalbefund im cCT zur neurologischen Überwachung ist allgemein unnötig.

  1. Holmes JF et al. Do children with blunt head trauma and normal cranial computed tomography scan results require hospitalization for neurologic observation? Ann Emerg Med 2011 Oct; 58:315.
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Stand: 25. Mai 2013