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SSRI-Antidepressiva plus antithrombotische Medikamente (ASS und Co.) und Blutungsrisiko bei KHK-Patienten, 2011

Patienten, die Selektive Serotonin-Reuptake-Hemmer (SSRI) plus antithrombotische Medikamente (wie ASS, Clopidogrel) einnehmen, haben ein sehr hohes gastrointestinales Blutungsrisiko.

Die selektiven Serotonin-Reuptake-Hemmer (SSRI) beeinträchtigen die Thrombozytenfunktion. In früheren Beobachtungsstudien war SSRI-Einnahme mit einem erhöhten Blutungsrisiko assoziiert. In Deutschland werden als SSRI unter anderem Paroxetin (Tagonis), Escitalopram (Cipralex) oder auch Sertralin (Zoloft®) und Citalopram (Cipramil®) eingesetzt.

Eine aktuelle Studie (1) überprüfte erstmalig die Interaktion zwischen SSRIs und antithrombotischen Medikamente (ASS, Clopidogrel).

Ergebnisse: In der retrospektiven Studie wurden die Daten von 27.058 Patienten (50 Jahre oder älter) aus Kanada, die wegen Herzinfarkt zwischen 1997 und 2007 in Krankenhäusern behandelt wurden, analysiert. Das Blutungsrisiko war bei Patienten die SSRI plus ASS und/oder Clopidogrel einnahmen, im Vergleich zu Patienten unter alleiniger antithrombotischer Medikation doppelt so hoch.

Fazit: Patienten, die SSRI zusammen mit ASS oder mit ASS plus Clopidogrel nach Herzinfarkt einnehmen, haben ein deutlich erhöhtes Blutungsrisiko.

Es handelt sich dabei vermutlich um einen Klasseneffekt von SSRIs.

Für schwer depressive Patienten, die eine antithrombotische brauchen, könnten die Vorteile einer SSRI-Therapie möglicherweise die Risiken überwiegen. Risikopatienten sollten dann eine Gastroprotektion erhalten.  

Bei Patienten mit leichter Depression sollten die Ärzte die Notwendigkeit zweimal überlegen, bevor sie SSRIs zusätzlich zu antithrombotischer Therapie verschreiben.

Sie sollten überprüfen, ob diese Patienten auf alternative Therapien umgestellt werden können.

  1. Labos C et al. Risk of bleeding associated with combined use of selective serotonin reuptake inhibitors and antiplatelet therapy following acute myocardial infarction. CMAJ 2011 Nov 8; 183:1835.
  2. Siehe auch: Magenblutung durch SSRI (Antdiperessiva) plus NSAID, 9. Oktober 2007 
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Stand: 25. Mai 2013