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Schwere Trauma-Patienten: Die Folgen vom ärztlichen Non-Compliance an die Leitlinien zum  Einleiten oder Beenden von lebensrettenden Maßnahmen, 2012

Keiner der insgesamt 294 Patienten hatte regelrechtes Überleben, und intensivmedizinische Maßnahmen kosteten ca. 4 Millionen Dollar.

In den USA hatten 2003 die Fachgesellschaften "National Association of Emergency Medical Services" und "Physicians and the American College of Surgeons Committee on Trauma" Leitlinien (2) darüber veröffentlicht, wann die lebensrettenden Maßnahmen bei Patienten mit traumatischem kardiopulmonalen Stillstand (TCPA: traumatic cardiopulmonary arrest) gar nicht eingeleitet bzw. beendet werden sollten. Eine aktuelle Studie (1) hat überprüft, wie weit die Rettungskräfte diese Leitlinien umsetzen. Des Weiteren wurden die Konsequenzen untersucht, wenn die Rettungsteams sich nicht an die Leitlinien-Vorgaben gehalten hatten.

Anhand von Level-I-Traumaregister (in den USA Level-I sehr schwere, bis Level V für leichte Fälle) wurden 294 Patienten (von 2003 bis 2010) identifiziert, die über 18 Jahre waren und ambulant eine TCPA erlitten hatten. Die Daten der Patienten (Demographie, Überleben, neurologisches-Outcome, Krankenhaus-Entlassungen usw.) wurden dann analysiert. Ca. 30% der Patienten hatten stumpfe, und ca. 70% penetrierende Verletzungen.

Laut den Leitlinien (2) waren die folgenden Kriterien zum nicht-Einleiten bzw. Beenden der Lebensrettenden Maßnahmen entscheidend (in verkürzter Form):

  • Stumpfer Trauma mit Apnea (fehlende Atmung), Pulslosigkeit, und fehlende EKG-Aktivität.

  • Penetreriende Verletzungen mit fehlendem Lebenszeichen

  • 15-minutige kardiopulmonale Wiederbelebung ohne Erfolg

Von den 294 Patienten wurden lediglich 0,3% eine Krankenhaus-Entlassung mit einer Glasgow-Coma-Scala von 6in eine Langzeit-Pflege/Reha-Einrichtung entlassen.. Ca. 93% der Patienten starben auf der Nofallaufnahme, und 4% während der Notfall-Operation.

Ca. 40% der Patienten wurden von mehreren medizinischen Rettungs- bzw. Intensiv-Teams gesehen. Über die Lebenszeichen gab es zwischen den Teams keine Meinungsverschiedenheiten.

Fazit: Die Wissenschaftler ziehen die Schlussfolgerung, dass die aktuellen TCPA-Leitlinien, (die Empfehlungen bezüglich der Nicht-Einleiten bzw. Beenden der lebensrettenden Maßnahmen bei schweren Traumapatienten mit kardiopulmonalen Stillstand) Gültigkeit haben und bei der Entscheidungsfindung am Notfallort nützlich sind. Die Rettungsteams, medizinische Notfallkräfte waren in der Lage traumatischen Herzstillstand genau zu erfassen. Jedoch Nicht-Achten der Leitlinien-Empfehlungen hat dazu geführt, dass 6 Patienten lebensrettende Maßnahnahmen erhalten haben, obwohl sie neurologisch in einem katastrophalen Zustand waren.

Insgesamt ist es durch Nicht-Einhalten an den Empfehlungen zu ca. 4 Millionen Kosten gekommen, obwohl keiner der insgesamt 294 Patienten ein signifikantes Überleben oder gutes Outcome hatten.

Die Daten der Studie betonen nochmals, wie wichtig ist es, dass die medizinischen Rettungskräfte, nicht nur aus finanziellen Gründen, die existierenden Leitlinien-Empfehlungen für schwere Trauma-Patienten zum einen verinnerlichen und zum anderen auch anwenden.

  1. Mollberg NM et al. The consequences of noncompliance with guidelines for withholding or terminating resuscitation in traumatic cardiac arrest patients. J Trauma 2011 Oct; 71:997
  2. Guidelines for withholding or termination of resuscitation in prehospital traumatic cardiopulmonary arrest: a joint position paper from the National Association of EMS Physicians Standards and Clinical Practice Committee and the American College of Surgeons Committee on Trauma, 2003
Schlüsselwörter: ärztliche Non-Compliance, Leitlinie, Weiterführen, Beenden, lebensrettende Maßnahmen, schweren Trauma-Patienten, Mund-zu-Mund”-Beatmung, Laien-Reanimation, Hands-Only Laie, Herzdruckmassage, Mund zu Mund Beatmung, keine Reanimation, score, überleben, sterblichkeit, mortalität, nicht-retten, Atemspende, leid der familien, intensivstation, beatmung, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Brustkompressionen, Herzstillstand Trauma, Atemwegsobstruktion, rettungskräfte, rettungsteam, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013