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Lithium-Nebenwirkungen bei bipolarer Psychose - Eine Meta-Analyse bei Lancet, 2011

Aufgrund des deutlichen Hyperparathyreoidismus-Risikos sollten die Kalzium-Werte vor und während der Lithium-Therapie kontrolliert werden.

Lithium wird vor allem bei bipolaren Krankheiten mit Manie/Depression zur Stimmungsstabilisierung und Rezidivprophylaxe auch in Deutschland sehr oft verwendet (Quilonum®, Hypnorex® retard). Lithium hat jedoch eine geringe therapeutische Breite, bei deren Überschreitung es zu einer lebensgefährlichen Intoxikation (u.A. Bradykardien, Nierenfunktionsstörungen) kommen kann.

Eine aktuelle Meta-Analyse (1) untersuchte die Daten der randomisiert-kontrollierten und Beobachtungs-Studien, um die Sicherheit und Nebenwirkungen von Lithium zu beurteilen. Insgesamt wurden 5988 Abstracts und 385 Studien bewertet. (Anmerkung Medknowledge: In dem Abstract ist generell von Nebenwirkungen von Lithium die Rede, und nicht von Komplikationen bei Überdosierung).

Ergebnisse: Die Anwendung von Lithium ging mit folgenden Komplikationen einher:

  • Reduktion der glomerulärer Filtrationsrate um −6,22 mL/min, und Reduktion der Urin-Konzentrationsleistung. Das absolute Risiko für Nierenversagen war jedoch insgesamt gering.

  • Hypothyreose mit Erhöhung des TSH-Wertes (Odds Ratio 5.78)

  • Hyperparathyreoidismus mit erhöhtem Kalzium-Serumspiegel um +0.09 mmol/l

  • Gewichtszunahme (Odds Ration 1,89)

Fazit der Autoren: Lithium ist mit einem erhöhten Risiko für Verringerung der Harnkonzentrationsleistung, Hypothyreose, Hyperparathyreoidismus und Gewichtszunahme assoziiert. Wenn es unter Lithium zu Nierenfunktionsstörungen kommen kann, ist das Risiko für ein dialyse-pflichtiges Nierenversagen insgesamt gering. Das teratogene Risiko ist unklar, der Einsatz von Lithium bei Schwangerschaft sollte daher Nutzen und Risiko gegeneinander abgewogen werden.

Aufgrund der anhaltend festgestellten Prävalenz von Hyperparathyreoidismus sollten die Kalzium-Werte vor und während der Therapie kontrolliert werden.

1- Rebecca F McKnight: Lithium toxicity profile: a systematic review and meta-analysis. The Lancet, Early Online Publication, 20 January 2012doi:10.1016/S0140-6736(11)61516-X
Schlüsselwörter: spiegel-messung, Lithium-Intoxikation, manie, depression, vergiftung, nebenwirkung, komplikation, bipolare Psychose, Lithiumspiegel, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013