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Post-Schlaganfall-Blutdruck und Risiko für Schlaganfall-Rezidiv, 2011

Systolische Blutdruckwerte nach einem Schlaganfall beeinflussen das Risiko für einen erneuten Schlaganfall. Das Schlaganfallrezidiv-Risiko war sowohl mit einem erhöhten (systolisch >150mmHg) als auch einem sehr niedrigen Blutdruck (systolisch <120mmHg) erhöht.

Also lange Rede, kurzer Sinn: Bei Patienten mit stattgehabtem Schlaganfall sollten nach der Akutphase systolische RR-Werte um 120-130mmHg angestrebt werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Systolische Blutdruckwerte innerhalb der Referenzbereiche und das Risiko für einen erneuten Schlaganfall

ZUSAMMENHANG:
Präventionsleitlinien gegen einen erneuten Schlaganfall äußern, dass eine höhere Reduktion des systolischen Blutdruckes (engl. systolic blood pressure, SBP) mit einer stärkeren Risikoreduktion für einen erneuten Schlaganfall positiv assoziiert ist und definieren einen SBP-Wert von weniger als 120 mmHg als normal. Allerdings ist die Assoziation von einem SBP, der auf diesem Wert gehalten wird, und dem Risiko für vaskuläre Ereignisse nach einem kürzlich aufgetretenen ischämischen Schlaganfall nicht klar.

 

ZIELSETZUNG:

Es sollte die Assoziation von niedrig-normal vs hoch-normal gehaltenen SBP Werten mit dem Risiko eines erneuten Schlaganfalls untersucht werden.

 

DESIGN, SETTING und PATIENTEN:

Es wurde eine post hoc Beobachtungsanalysen einer multizentrischen Studie durchgeführt, die 20 330 Patienten (Alter ≥50 Jahre) mit einem kürzlich stattgehabten nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall einschloss; die Patienten wurden von 695 Zentren in 35 Ländern im Zeitraum vom September 2003 bis Juli 2006 rekrutiert und wurden für 2,5 Jahre nachbeobachtet (das follow-up endete am 8. Februar 2008). Die Patienten wurden nach ihrem durchschnittlichen SBP Wert kategorisiert: sehr niedrig-normale Werte (<120mmHg), niedrig-normale Werte (120-<130 mmHg), hoch-normale Werte (130-<140 mmHg, hohe Werte (140-<150 mmHg) und sehr hohe Werte (≥150 mmHg).

 

HAUPTENDPUNKTE:

Der primäre Endpunkt war der erste Wiedereintritt eines Schlaganfalls jeglicher Art und der sekundäre Endpunkt war das Zusammenspiel von Schlaganfall, Myokardinfarkt oder Tod wegen vaskulärem Grund.

 

ERGEBNISSE:
Die rezidivierenden Schlaganfallraten waren 8,0% (95% Konfidenzintervall [CI], 6,8%-9,2%) für die sehr niedrig-normalen SBP-Werte-Gruppe, 7,2% (95% CI, 6,4-8,ß%) für die niedrig-normale SBP-Gruppe, 6,8% (95% CI, 6,1%-7,4%) für die hoch-normale SBP-Gruppe, 8,7%  (95% CI, 7,9%-9,5%) für die hohe SBP-Gruppe und 14,1% (95% CI, 13,0%-15,2%) für die sehr hohe SBP-Gruppe. Verglichen mit Patienten in der hoch-normalen SBP-Gruppe war das Risiko für den primären Endpunkt höher für Patienten in der sehr niedrig-normalen SBP-Gruppe (angepasstes Hazard-Ratio [AZR], 1,29; 95% CI, 1,07-1,56), in der hohen SBP-Gruppe (AHR 1,23; 95% CI, 1,07-1,41) und in der sehr hohen SBP-Gruppe (AHR 2,08; 95% CI, 1,83-2,37). Verglichen mit Patienten in der hoch-normalen SBP-Gruppe war das Risiko für den sekundären Endpunkt höher für die Patienten in der sehr niedrig-normalen SBP-Gruppe (AHR 1,31; 95% CI, 1,13-1,52), in der niedrig-normalen SBP-Gruppe (AHR 1,16; 95% CI, 1,03-1,31), in der hohen SBP-Gruppe (AHR 1,24; 95% CI, 1,11-1,39) und in der sehr hohen SBP-Gruppe (AHR 1,94; 95% CI, 1,74-2,16).

 

FAZIT:

Unter Patienten mit einem kürzlich stattgehabten nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall waren die systolischen Blutdruckwerte während des follow-ups in dem sehr niedrig-normalen (<120 mmHg), in dem hohen (140-<150 mmHg) oder in dem sehr hohen Bereich (≥150 mmHg) mit einem erhöhten Risiko für einen erneuten Schlaganfall assoziiert.

  1. Ovbiagele B et al. Level of systolic blood pressure within the normal range and risk of recurrent stroke. JAMA 2011 Nov 16; 306:2137
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Stand: 25. Mai 2013