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Das Risiko für eine Lungenembolie bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen, 2011

Entzündungsprozesse im Körper begünstigen Thrombose bei Autoimmunkrankheiten (z.B. Chronisch Entzündliche Darmkrankheiten wie M. Crohn, C. Ulcerosa, Systemische Lupus Erytrematodes, Rheumatoide Arthritis). Eine aktuelle Studie (1) untersuchte diese Assoziation, und kam zu folgendem Ergebnis: 

Autoimmunerkrankungen steigt das Risiko für eine Lungenembolie nach Hospitalisation, und hält 5 bis 10 Jahre an. Diese Daten zeigen, dass diese Erkrankungen generell als hyperkoagulabile Erkrankungen betrachtet werden sollten. 

Fachgesellschaften sollten sich die Frage der adäquaten Thromboembolie-Prophylaxe für diese Patienten während einer Krankenhausbehandlung annehmen. Die Hospitalisation erfolgt ja in der Regel während der Akutphase, in der das Thromboembolie-Risiko anscheinend wesentlich höher ist.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Das Risiko für eine Lungenembolie bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen: eine landesweite follow-up Studie aus Schweden

HINTERGRUND:
Einige Autoimmunerkrankungen wurden mit venösen Thrombembolien in Verbindung gebracht. In dieser Studie wurde untersucht, ob eine Assoziation zwischen Autoimmunerkrankungen und Lungenembolierisiko besteht.

 

METHODEN:
In dieser Studie erhielten alle Individuen in Schweden ein follow-up, die zwischen dem 1. Januar 1964 und dem 31. Dezember 2008 wegen einer Lungenembolie in ein Krankenhaus eingewiesen wurden und die keine frühere Krankenhauseinweisung wegen einer venösen Thrombembolie  aufwiesen, aber die Diagnose einer primären oder sekundären Autoimmunerkrankung hatten. Die Daten wurden aus der MigMed2 Datenbank abgerufen, die Informationen auf Individualebene über alle registrierten Bewohner Schwedens beinhaltet. Die Referenzpopulation war die Gesamtpopulation von Schweden. Es wurden standardisierte Inzidenzratios (SIRs) für eine Lungenembolie errechnet, die für individuelle Variablen (Alter und Geschlecht eingeschlossen) angepasst wurden.

 

ERGBNISSE:
535 538 Individuen wurden in ein Krankenhaus auf Grund einer Autoimmunerkrankung eingewiesen. Das Gesamtrisiko für eine Lungenembolie innerhalb des ersten Jahres nach Einweisung wegen einer Autoimmunerkrankung war 6,38 (95% Konfidenzintervall [CI], 6,19-6,57). Alle 33 Autoimmunerkrankungen waren innerhalb des ersten Jahres nach Einweisung mit einem signifikant höheren Risiko für eine Lungenembolie assoziiert. Allerdings hatten einige ein besonders hohes Risiko - zum Beispiel Patienten mit einer immunologischen thrombozytopenischen Purpura (10,79; 95% CI, 7,98 - 14,28), Polyarteriitis nodosa (13,26; 9,33-18,29), Polymyositis oder Dermatomyositis (16,44; 11,57-22,69) oder mit systemischem Lupus erythematosus (10,23; 8,31-12,45). Das Gesamtrisiko sank über die Zeit von 1,53 (1,48-1,57) nach 1-5 Jahren auf 1,15 (1,11 - 1,20) nach 5-10 Jahren und auf 1,04 (1,00-1,07) nach 10 Jahren und später. Das Risiko war für beide Geschlechter und alle Altersgruppen erhöht.

 

FAZIT:

Autoimmunerkrankungen sind mit einem hohen Risiko für eine Lungenembolie im ersten Jahr nach Krankenhauseinweisung assoziiert. Diese Ergebnisse suggerieren, dass diese Erkrankungen generell als hyperkoagulabile Erkrankungen betrachtet werden sollten.

  1. Zöller B et al. Risk of pulmonary embolism in patients with autoimmune disorders: A nationwide follow-up study from Sweden. Lancet 2011, Volume 379, Issue 9812, Pages 244 - 249
Schlüsselwörter: Autoimmunerkrankungen, vaskulitis, lupus erythematodes, Autoimmun-erkrankungen, ana, lungenembolie, embolie, thrombose, le, rheuma, rheumatoide arthritis, computer-tomographie, Strahlenbelastung reduzieren, angiographie, thrombose, krebs-gefahr, patinten, röntgen-strahlung, unterdiagnose, lyse, antikoagulation, venöse thrombose, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013