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Virtuelle Autopsie: Postmortale Bildgebung als eine Alternative zur Autopsie, 2011

Studie (1): Keine der Methoden (CT, MRT) konnten vor allem die vaskulären Ereignisse, als häufige Ursachen vom unerwarteten Tod, genau identifizieren. Jedoch zur Diagnose von Frakturen oder ZNS-Läsionen könnten die neuen Bildgebungsverfahren besser als die herkömmliche Autopsie sein. Die Autoren meinen, weitergehende Bildgebung wie Postmortem-Angiographie und differenzierte Biopsie-Methoden könnten möglicherweise den Bedarf für Ganzkörper-Autopsien verringern.

Des Weiteren haben Wissenschaftler aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Anfang 2012  in einer Studie in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine (2) darüber berichtet, dass eine spezielle Multidektor-CT-Untersuchung durchaus eine mögliche Alternative zur Obduktion ist.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Postmortale Bildgebung als eine Alternative zur Autopsie bei der Diagnostik von Todesfällen bei Erwachsenen: eine Validierungsstudie.

HINTERGRUND:

Öffentliche Einwände gegenüber Autopsien haben zu der Suche nach minimal-invasiven Alternativen geführt. Bildgebung hat Potential, jedoch ist die Genauigkeit der Bildgebung nicht gewiss. Ziel der Studie war es, die Genauigkeit von postmortaler CT und MRT im Vergleich zur Autopsie in einer großen Reihe von Todesfällen bei Erwachsenen zu identifizieren.

METHODEN:

Diese Studie wurde in zwei Zentren des Vereinigten Königreiches in Manchester und Oxford zwischen April 2006 und November 2008 durchgeführt. Es wurden Ganzkörper-CTs und –MRTs und anschließend komplette Autopsien durchgeführt, um eine Reihe von Todesfällen bei Erwachsenen zu untersuchen, die dem Rechtsmediziner gemeldet wurden. Über die CT- und MRT- Bilder wurde unabhängig voneinander von jeweils zwei Radiologen berichtet, die die Ergebnisse der Autopsie nicht kannten. Alle vier Radiologen haben dann zusammen einen Konsensbericht verfasst, der auf beiden Techniken basierte, haben ihre Gewissheit über die Todesursache schriftlich festgehalten und haben dann kenntlich gemacht, ob eine Autopsie nötig sei. 

ERGEBNISSE:

Es wurden 182 nicht ausgewählte Fälle festgelegt. Die hauptsächliche Diskrepanz-Rate hinsichtlich der Todesursache, die durch Radiologie und Autopsie identifiziert wurde, betrug 32% (95% KI 26-40) in der CT, 43% (36-50) in der MRT und 30% (24-37) bei dem Konsensbericht; 10% (3-17) niedriger in der CT als in der MRT. Radiologen indizierten, dass in 62 (34%; 95% KI 28-41) von 183 Fällen in CT-Berichten, in 76 (42%; 35-49) von 182 Fällen in MRT-Berichten und in 88 (48%; 41-56) von 182 Fällen im Konsensbericht keine Autopsie benötigt wurde. Von diesen Fällen war die Haupt-Diskrepanz Rate im Vergleich mit der Autopsie 16% (95% KI 9-27), 21% (13-32) und 16% (10-25), was signifikant niedriger (p<0·0001)  ist als bei den Fällen ohne definitive Todesursache. Die häufigsten Fehler in der Bildgebung bei der Identifizierung der Todesursache waren Ischämische Herz Krankheit (n=27), Pulmonale Embolien (11), Pneumonie (13) und intraabdominelle Läsionen (16).

INTERPRETATION:

Es wurde herausgefunden, dass die CT, verglichen mit traditioneller Autopsie, die genauere Bildgebung war als die MRT im Hinblick auf das Herausfinden der Todesursache. Die Fehlerrate der Radiologen, die sich im Hinblick auf die Todesursache sicher waren, war ähnlich wie die Fehlerrate bei  klinischen Todesbescheinigungen und war somit für gerichtsmedizinische Zwecke akzeptabel. Dennoch werden alltägliche Ursachen des plötzlichen Todes häufig in der CT oder MRT übersehen. Wenn diese Schwächen nicht angesprochen würden, würden systematische Fehler in Mortalitätsstatistiken daraus resultieren, wenn Bildgebung die konventionelle Autopsie ersetzen würde.

  1. Roberts ISD et al. Post-mortem imaging as an alternative to autopsy in the diagnosis of adult deaths: A validation study. The Lancet, Volume 379, Issue 9811, Pages 136 - 142, 14 January 2012
  2. Dominic Wichmann et al: Virtual Autopsy as an Alternative to Traditional Medical Autopsy in the Intensive Care Unit A Prospective Cohort Study. Annals of Internal Medicine 2012 156:123-130
Schlüsselwörter: virtuelle Autopsie, obduktion, leiche, leichenschau, pathologie, Postmortale Bildgebung als eine Alternative zur Autopsie, Ganzkörper-CT, Magnetresonanztomographie, mord, ungeklärter tod, plötzlicher tod, mrt, röntgen, computer-tomographie, herzinfarkt, leichen-halle, diagnostik, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013