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Überaktive Blase (Dranginkontinenz): Verhaltenstherapie vs. Medikamentenbehandlung beim Mann, 2012

Verhaltenstherapie ist mindestens so effektiv wie eine anticholinerge medikamentöse Therapie.

In Deutschland werden vor allem Anticholinergika wie Oxybutynin (Dridase®) gegen überaktive Blase eingesetzt. Als Verhaltenstherapie werden unter anderem Toilettentraining, Miktionstraining, und Beckenbodentraining eingesetzt, Änderungen des Lebensstils werden ebenfalls empfohlen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Verhaltenstherapie versus Medikamentenbehandlung der überaktiven Blase beim Mann: die Male Overactive Bladder Treatment in Veterans (MOTIVE) Studie.

ZIELSETZUNG:
Es sollte die Effektivität von Verhaltenstherapie mit einer antimuskarinergen Therapie bei Männern verglichen werden, die keine Blasenentleerungsstörungen haben und die trotz Therapie mit Alpha-Blockern weiterhin Symptome einer überaktiven Blase zeigen.

 

DESIGN:

Die Male Overactive Bladder Treatment in Veterans (MOTIVE) Studie war eine zweiseitig randomisierte, kontrollierte Äquivalenzstudie mit einer 4-wöchigen Alpha-Blocker Aufsättigungsphase.

 

SETTING:

Ambulante Veterans Affairs Medical Center Kliniken

 

TEILNEHMER:
Eine Probe von 143 freiwilligen Männern, die zwischen 42 und 88 Jahren alt waren, die weiterhin Harndrang und mehr als acht Entleerungen am Tag hatten, mit oder ohne Inkontinenz, nach der Aufsättigungsphase nahmen an der Studie teil.

 

MESSGRÖSSEN:

Es wurden Blasentagebücher über sieben Tage und validierte Harndrangskalen benutzt, um die Veränderung der 24-Stunden Entleerungsfrequenz, der Nykturie, des Harndrangs und der Inkontinenz zu erfassen. Sekundäre outcomes waren die allgemeinen Patienteneinschätzungen und der American Urological Association Symptom Index (AUASI).

 

ERGEBNISSE:
Die durchschnittlichen Entleerungen pro Tag fielen von 11,3 auf 9,1 (-18,8%) unter der Verhaltenstherapie und von 11,5 auf 9,5 (-16,9%) unter der medikamentösen Therapie. Äquivalenzanalysen deuteten an, dass der Durchschnitt nach der Behandlung äquivalent war (p<0,01). Nach der Behandlung schätzen sich 85% der Teilnehmer als viel besser oder besser ein; mehr als 90% waren komplett oder einigermaßen zufrieden. Es zeigten sich dabei keine Gruppenunterschiede. Die Verhaltenstherapiegruppe zeigte größere Reduktionen der Nykturie (Mittel = -0,70 vs -0,32 Episoden/Nacht; p = 0,05). Die Medikamentengruppe zeigte eine größere Reduktion des maximalen Harndrangscores (Mittel = -0,44 vs -0,12; p = 0,02). Andere Unterschiede zwischen den Gruppen waren nicht signifikant.

 

FAZIT:

Die Verhaltenstherapie und die antimuskarinerge Therapie sind bei Männern mit überaktiver Blase ohne Entleerungsobstruktionen effektiv, wenn sie zu einer Therapie mit Alpha-Blockern hinzugenommen werden. Die Verhaltenstherapie ist mindestens so effektiv wie eine antimuskarinerge Therapie.

  1. Burgio KL et al. Behavioral versus drug treatment for overactive bladder in men: The Male Overactive Bladder Treatment in Veterans (MOTIVE) trial. J Am Geriatr Soc 2011 Dec; 59:2209
  2. Siehe auch: Solifenacin (Vesicur®) : Anticholinergikum gegen Dranginkontinenz (überaktive Blase)
Schlüsselwörter: Verhaltenstherapie, training, Anticholinergikum, Harnblase, Dranginkontinenz, Inkontinenz, Blase, Nässen, Tröpfeln, Belastungsinkontinenz, Duloxetin, Solifenacin, Vesicur, Inkontinenz, Harninkontinenz, Harn, Muscarin-Rezeptor, Wasserlassen, Harndrang, Medikament, Arzneimittel, verhalten, therapie, blasentraining, psychotherapie, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013