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Hüftfrakturen bei postmenopausalen Frauen nach Beenden der Hormonersatztherapie, 2012

Laut einer aktuellen Studie (1) sind doch nicht alle Auswirkungen der „Women’s Health Initiative"-Studie (2) positiv: Frauen, die eine postmenopausale Hormontherapie beendet hatten, zeigten ein signifikant höheres Risiko für eine Hüftfraktur und geringere Knochendichte. Hüftfraktur-Risiko war verglichen mit den Frauen, die eine Hormontherapie weiter einnahmen, nach 5 Jahren um 77% höher, und die T-Score bei Knochendichtemessungen betrug -1,9 (im Vergleich -1.2 unter Hormontherapie).

Auf der anderen Seite müssen die Ergebnisse auch im Hinblick auf die potentiellen Nebenwirkungen einer Hormonersatztherapie (Thrombose-Risiko, Brustkrebs-Risiko usw.) betrachtet werden. Wenn Ärzte Frauen über Hormonersatztherapie beraten, sollten sie Nachteile und Vorteile der Hormontherapie erwähnen, und gegeneinander abwägen (3).

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Hüftfrakturen bei postmenopausalen Frauen nach Beenden der Hormonersatztherapie: Ergebnisse einer prospektiven Studie in einer großen Gesundheitsmanagement-Organisation.

ZIELSETZUNG:

Millionen von Frauen in den Vereinigten Staaten von Amerika und überall auf dem Globus beendeten abrupt ihre postmenopausale Hormonersatztherapie (HT) nach der ersten Publikation der „Women’s Health Initiative“ Studie. Es sind nur wenige Daten vorhanden, die den Effekt einer HT-Beendigung auf die Inzidenz von Hüftfrakturen in einer allgemeinen Population beschreiben. In dieser Studie wurde die Auswirkung von einem HT-Beenden auf die Inzidenz von Hüftfrakturen in einer großen Kohorte aus der Southern California Kaiser Permanente Gesundheitsmanagement-Organisation untersucht.

 

METHODEN:

In dieser Längsschnitt-Beobachtungsstudie wurden 80 955 postmenopausale Frauen nach beobachtet, die eine HT seit Juli 2002 bis Dezember 2008 erhielten. Die Daten über den HT-Gebrauch nach dem Juli 2002, über den Gebrauch von Medikamenten gegen Osteoporose und über das Auftreten von Hüftfrakturen wurden aus dem elektronischen medizinischen Aufzeichnungssystem entnommen. Die Knochendichtemassen (Osteodensitometrie) wurden einmalig bei 54 209 Frauen während der Studienzeit mit Hilfe der Dual X-ray-Absorptiometrie bestimmt.

 

ERGBNISSE:
Nach 6,5 Jahren des follow-ups zeigten nach Alter und Rasse angepasste Cox proportionale Hazardmodelle, dass Frauen, die eine HT aufgehört hatten, ein um 55% höheres Risiko für eine Hüftfraktur hatten, verglichen mit denen, die die HT weiter einnahmen (Hazard Ratio 1,55; 95% Konfidenzintervall [CI], 1,36-1,77). Das Hüftfrakturrisiko stieg bereits nach zwei Jahren nach Beendigung der HT an (Hazard Ratio 1,52; 95% CI, 1,26-1,84) und das Risiko nahm schrittweise mit längerem Beenden zu (p for trend <0,0001). Eine längere Dauer vom Absetzen der HT war linear mit geringeren Knochendichtemassen korreliert (β Einschätzung [SE] = -0,13 [0,003] T-Score SD unit pro Jahr nach HT-Beenden; p<0,0001).

 

FAZIT:

Frauen, die eine postmenopausale Hormontherapie beendet hatten zeigten ein signifikant höheres Risiko für eine Hüftfraktur und geringe Knochendichtemassen, verglichen mit den Frauen, die eine Hormontherapie weiter einnahmen. Die protektive Assoziation der Hormontherapie mit einer Hüftfraktur verschwand innerhalb von zwei Jahren nach Beenden der Hormontherapie. Diese Ergebnisse haben öffentliche gesundheitliche Folgen im Hinblick auf Morbidität und Mortalität durch Hüftfrakturen. 

  1. Karim R et al. Hip fracture in postmenopausal women after cessation of hormone therapy: Results from a prospective study in a large health management organization. Menopause 2011 Nov; 18:1172.
  2. Women’s Health Initiative"-Studie: Brustkrebsrisiko der Hormonersatztherapie bestätigt, 5. Februar 2009
  3. Hormonersatztherapie - Studienübersicht über Risiken/Nutzen
Schlüsselwörter: osteoporose, knochen, Primärprävention-Hormontherapie, Herzinfarkt, Thrombose, Östrogen, Hormonsubstitution, brüche, stürze, Progestin, Hormonersatztherapie, Knochen-Bruch, ende, beenden, Lungenembolie, hüftfraktur, knochenbruch, Brustkrebs, Nebenwirkung, Myokardinfarkt, Wechseljahre, sturz, frauen, Menopause, KHK, Koronare Herzkrankheit, Frauen und Schlaganfall, frakturen, Therapie, Behandlung, Medikament, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013