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Untere Rückenschmerzen mit Nervenwurzelreizsyndrom: MRT vor epiduralen Kortison-Injektionen? 2012

Untere Rückenschmerzen ist weltweit ein sehr häufiges Leiden. Bei vielen Patienten werden diagnostisch viele, auch zum Teil teure bildgebende Verfahren wie CT- oder MRT der Wirbelsäule durchgeführt, obwohl die US-Leitlinien eine Bildgebungan erster Stelle bei Patienten mit neurologischen Ausfällen oder bei Verdacht auf schwere Krankheiten wie Krebs empfehlen. Für Ischias Symptome oder Bandscheibenvorfall mit Radikulopathie (ausstrahlende Schmerzen durch Nervenwurzelreizsyndrom) werden unter Anderem epidurale Injektionen (ESI) empfohlen. Nach derzeitiger Evidenzlage sind ESI akut mäßig wirksam, ohne die Schmerzen langfristig zu lindern. Die amerikanischen ACP/APS-Leitlinien empfehlen vorher eine Magnetresonanztomographie, um Kontraindikationen für eine ESI-Therapie auszuschließen.

Eine aktuelle Studie (1) untersuchte die Fragestellung, ob MRT-Bildgebung vor ESI einen Einfluss auf die Entscheidungsfindung oder Outcome der Patienten hat. 

Die Ergebnisse zeigten, dass MRT vor einer epiduralen Injektionstherapie das Outcome nicht wesentlich beeinflusst, und einen geringfügigen Effekt auf die Entscheidungsfindung hat. 

Dieser kleine Vorteil bei der Entscheidungsfindung und Durchführung der Injektionen würde trotzdem die existierenden Leitlinen-Empfehlungen unterstützen, die eine MRT-Untersuchung vor ESI befürworten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Effekt von MRT auf Behandlungsergebnisse oder Entscheidungsfindung bei Patienten mit Lumbosacraler Radikulopathie bezogen auf Epidurale Steroid Injektionen

Eine multizentrische, randomisierte klinische Studie

Hintergrund

Studien haben gezeigt, dass radiologische Bildgebung das Outcome der meisten Patienten mit Rückenschmerzen nicht verbessern, obwohl Richtlinien die radiologische Bildgebung vor epiduralen Steroid-Injektionen (ESI) befürworten. Ziel dieser Studie war es festzustellen, ob Magnetresonanztomographie (MRT) bei Patienten mit lumbosacraler Radikulopathie, bezogen auf ESI, das Outcome verbessert oder ob sie die Entscheidungsfindung beeinflusst .

 

Methoden

In dieser multizentrischen randomisierten Studie war der behandelnde  Arzt bei Gruppe 1 Patienten den MRT-Ergebnissen gegenüber blind, während der Arzt der Patienten der 2. Gruppe über die Behandlung entschied, nachdem er die MRT-Ergebnisse eingesehen hatte. In Subjekten der Gruppe 1 hat ein unabhängiger Arzt einen Behandlungsplan vorgeschlagen, nachdem er die MRT-Ergebnisse eingesehen hatte. Dies wurde dann mit der Behandlung, die der Patient erhielt, verglichen.

 

Ergebnisse

Es wurden geringfügig niedrigere Punktzahlen hinsichtlich Beinschmerzen in Gruppe 2 nach einem Monat beobachtet im Vergleich mit Patienten der Gruppe 1, bei denen der Arzt das MRT nicht kannte (mittlere Punktzahlen, 3.6 vs. 4.4) (P = .12). Es wurden keine Unterschiede hinsichtlich der Punktzahlen der Schmerzen oder der Funktion nach 3 Monaten beobachtet. Insgesamt war die Proportion von Patienten, die ein positives Outcome erlebten, zu allen Zeitpunkten ähnlich (35.4% nach 3 Monaten in Gruppe 1 vs. 40.7% in Gruppe 2). Unter den Subjekten der Gruppe 1, die eine andere Injektion bekamen als es der unabhängige Arzt vorgeschlagen hatte, waren die Punktzahlen für sowohl Beinschmerzen (4.8 vs. 2.4) (P = .01) als auch Funktion (38.7 vs. 28.2) (P = .04) niedriger als bei den Patienten, deren Injektion mit der Bildgebung korrelierte. Insgesamt haben 6.8% der Patienten (Gruppe 2) keine ESI bekommen oder würden keine ESI bekommen (Gruppe 1), nachdem das MRT durchgesehen wurde.

 

Fazit

MRT-Bildgebung verbessert das Outcome von Patienten, die klinisch gesehen Kandidaten für eine ESI sind, nicht, und hat einen geringfügigen Effekt auf die Entscheidungsfindung.

  1. Cohen SP et al. Effect of MRI on treatment results or decision making in patients with lumbosacral radiculopathy referred for epidural steroid injections: A multicenter, randomized controlled trial. Arch Intern Med 2011 Dec 12
Schlüsselwörter: radikulopathie, untere Rückenschmerzen, Rückenschmerzen, Nervenwurzelreizsyndrom, MRT, epidurale-Kortison-Injektion, sterodi, schmerztherapie, Lumbago, Ischialgie, Lumbalgie, schmerzen, Rücken, Medikamente, peridural, Sport, Krafttraining, Aerobic, Dehnung, magnetresonanztomographie, CT-Wirbelsäule, spinalkanal, peridural-injektion, peridurale, epidural, röntgen-kontrolle,  infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013