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Impfung: Die Haltung der amerikanischen Kinderärzte zu alternativen Impfplänen, 2012

Aktuelle Studie (1): Die Kinderärzte des Staates Washington werden regelmäßig nach den alternativen Impfplänen gefragt und die meisten sind bereit, sie anzuwenden, wenn sie darum gebeten werden. Die Kinderärzte sind jedoch weniger bereit, Impfungen gegen Haemophilus influenzae Typ B-, Diphterie-Tetanus-Pertussis- und Pneumokokken-Infektionen zu verschieben.

Ärzte sollten einerseits klar Beziehung gegen die sogenannten alternativen Impfpläne in der Kindheit ACIS (alternative childhood immunization schedules) beziehen. Sie sollten aber auch gleichzeitig für die Sorgen der Eltern Zeit nehmen, und ihre Fragen über die wichtigen Impfungen beantworten. Ein ausführlicher Artikel in der Fachzeitschrift Pediatrics bietet Hintergrund-Informationen für einen Austausch zwischen Eltern und Ärzten in Bezug auf Aussagen der ACIS-Empfehlungen.

---Volltext: The Problem With Dr Bob's Alternative Vaccine Schedule

 
Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Haltung der amerikanischen Kinderärzte zu alternativen Impfplänen*

 

*Die beiden alternativen Impfpläne, die Dr. Robert Sears in seinem im Oktober 2007 erschienenen Buch „The Vaccine Book: Making the Right Descision for Your Child“ veröffentlichte, sind Schemata, nach denen besorgte Eltern Impfungen für ihre Kinder verzögern, zurückhalten, aufteilen oder gar auslassen sollen. Immer mehr Kinderärzte sehen sich nun mit Eltern konfrontiert, die darauf bestehen, dass ihre Kinder Immunisierungen nach Dr. Sears Impfplänen erhalten anstatt den Empfehlungen der American Academy of Pediatrics, dem Center for Disease Control und der American Academy of Family Physicians zu folgen. Die Mischung aus Missinformation über wissenschaftliche Erkenntnisse, das Schüren von Ängsten bei Eltern und das Verbreiten von nicht fundierten Impfgegnerthesen führt jedoch leider - wie auch hierzulande - dazu, dass Kinder oft nicht ausreichend vor gefährlichen Infektionskrankheiten mit vermeidbaren Folgeschäden geschützt werden.     

 

Das Ziel einer Studie, die in „Pediatrics“ erschien war die Bestimmung der Häufigkeit, mit der Eltern nach alternativen Impfplänen für Kinder fragen und die Bereitschaft der Kinderärzte diese anzuwenden.

 

Methoden:

Die Kinderärzte im Staate Washington, USA, wurden gebeten, eine Internetbasierte Umfrage über alternative Kinderimpfpläne zu beantworten. Die Hauptzielparameter waren die Häufigkeit, mit der Eltern nach den alternativen Impfplänen fragten und wie sehr die Kinderärzte bereit waren, alternativen Impfplänen für individuelle Immunisierungen zu folgen. Zusätzlich wurden die Teilnehmer der Umfrage gebeten, ihre praktischen Methoden zu beschreiben und demographische Informationen zu liefern.

 

Ergebnisse:

Von den 311 Kinderärzten, die die Fragen beantworteten (Antwortrate 65%) erfüllten 209 die Einschlußkriterien für die Studie und wurden in die Analyse einbezogen. Insgesamt berichteten 77% der ausgewählten Kinderärzte, dass Eltern manchmal oder häufig nach alternativen Impfplänen fragten. 61% waren bereit, der Bitte der Eltern nach einer alternativen Immunnisierung nachzukommen. Am wenigsten gewillt einem alternativen Impfplan zu folgen, waren die Kinderärzte bei der Diphterie-Tetanus-Pertussis (azellulär)-Impfung (DTaP), bei der Hämophilus influenzae Typ B-Impfung (HiB) und bei der Pneumokokken-Konjugat-Impfung. Kinderärzte, die in örtlichen Gemeinschaftsklinik praktizierten waren weniger bereit, einem alternativen Impfplan zu folgen als diejenigen, die in der eigenen Arztpraxis alleine oder mit einem Kollegen zusammen arbeiteten.              

 

Fazit:

Die Kinderärzte des Staates Washington werden regelmäßig nach den alternativen Impfplänen gefragt und die meisten sind bereit, sie anzuwenden, wenn sie darum gebeten werden. Am wenigsten bereit sind die Kinderärzte Impfungen gegen Haemophilus influenzae Typ B-, Diphterie-Tetanus-Pertussis- und Pneumokokken-Infektionen zu verschieben, was eine Priorisierung der Impfungen gegen schwere bakterielle Infektionen im Säuglings- und Kleinkindalter vermuten lässt.

  1. Wightman A et al. Washington state pediatricians' attitudes toward alternative childhood immunization schedules. Pediatrics 2011 Dec; 128:1094.
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Stand: 25. Mai 2013