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Bronchodilatator Therapie bei Schwerkranken: Levosalbutamol nicht besser als Salbutamol, 2012

Viele Ärzte haben die Befürchtung, dass inhalierbare Beta-Agonisten (z.B. Salbutamol, in anglosächsischen Ländern heisst es Albuterol) bei schwerkranken Patienten aufgrund der beta-mimetischen Wirkung kardiovaskuläre Komplikationen hervorrufen können.  Levalbuterol (Levosalbutamol; Xopenex in den USA) ist ein R-Isomer von Albuterol (also von Salbutamol), und wird als Alternative zu Albuterol mit weniger Nebenwirkungen vermarktet. Eine aktuelle Studie (1) überprüfte die Unterschiede zwischen beiden Medikamenten bei schwerkranken Patienten.

Die Ergebnisse zeigten, dass die inhalative Therapie mit Levosalbutamol nicht besser als Salbutamol ist. Kardiale Nebenwirkungen bei Intensiv-Patienten (ca. die Hälfte unter mechanischer Beatmung), die Bronchodilatoren durch Vernebler alle 4 bis 6 Stunden erhielten, waren bei beiden Medikamenten ähnlich.

Also, Levosalbutamol hat laut der Studie kein günstigeres Nebenwirkungsprofil gegenüber Salbutamol, welches die hohen Kosten von Levosalbutamol rechtfertigen würde.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Inhalative Bronchodilatator Therapie bei Schwerkranken und ihre Auswirkung auf Herzfrequenz und Arrhythmien

 

HINTERGRUND: Tachykardien und Tachyarrhythmien sind bei Intensivpatienten mit steigender Morbidität und Mortalität assoziiert. Diese Studie beobachtet die Auswirkung der Therapie mit inhalativen Bronchodilatatoren (Albuterol und Ipratropium) auf Herzfrequenz und Arrhythmien in einer Population und soll zeigen das Levalbuterol in dieser Hinsicht sicherer in der Anwendung als Albuterol ist.

 

METHODEN:  Es handelt sich um eine randomisierte, einfach-blinde, crossover prospektive Studie mit 70 Schwerkranken Patienten die mit inhalativen Bronchodilatatoren behandelt werden. Die Patienten wurden per Zufall abwechselnd mit Albuterol und Levalbuterol alle 4 bis 6 Stunden behandelt.  Die Gruppe A bekam 2,5 mg Albuterol im Wechsel mit  0,63 mg Levalbuterol. Die Gruppe B bekam 2,5mg Albuterol im Wechsel mit 1,25 mg Levalbuterol. Alle Patienten bekamen zusätzlich inhalatives Ipratropriumbromid bei jeder Behandlung. Die Herzfrequenz wurde vor und nach der Behandlung erfasst. Der Herzrhythmus wurde mittels elektronischer Telemetrie ständig überwacht.

 

ERGEBNISSE: In Gruppe A wurden im Mittel +/- SD Veränderungen der Herzfrequenz  beobachtet, nach 2,5mg Albuterol (n=303) betrug diese 0.89 +/-  4,5 Schläge/Minute, im Vergleich zu 0,85 */- 5,3 Schläge/Minute nach 0,63 mg Levalbuterol (n=301) (P=.89). Die Gruppe B (n=114) zeigte ein Absinken der Herzfrequenz von 0,16 +/- 5,1 Schläge/Minute nach 2,5 mg Albuterol im Vergleich zu einer Zunahme der Herzfrequenz von 1,4 +/- 5,4 Schläge/Minute nach 1,25mg Levalbuterol (n=118), (P=.03). Fünf Fälle von Arrhythmien (0,6%) wurden bei 836 Behandlungen detektiert. Vier davon waren ventrikuläre Extrasystolen. Nur ein Patient beendete die Behandlung wegen einer Fünf-Schläge-langen ventrikulären Tachykardie (einer von 70 Patienten, 1,4%).

 

ZUSAMMENFASSUNG: Bei Schwerkranken Erwachsenen Patienten führt die inhalative Behandlung mit Albuterol und Ipratropriumbromid nicht zu signifikanten Tachykardien oder Tachyarrhythmien. Die Zugabe von Levalbuterol zu Albuterol um Tachykardien und Tachyarrhythmien zu vermeiden ist nicht berechtigt.

  1. Khorfan FM et al. Effects of nebulized bronchodilator therapy on heart rate and arrhythmias in critically ill adult patients. Chest 2011 Dec; 140:1466
Schlüsselwörter: Levosalbutamol, Salbutamol, Inhalative Bronchodilatator Therapie, Herzfrequenz, Vorhofflimmern, Vorhofflattern, Absolute Arrhythmie, Freqeunzkontrolle, Ryhtmuskontrolle, Ryhtmusierung, Kardioversion, Arrhythmien, Herzrhythmusstörungen,  Ipratropiumbromid, Atrovent, Tiotropiumbromid, Spiriva, schlaganfall, Therapie, sicherheit, tod, herzinfarkt, atrovent, ipratropium, COPD,infektion, Sinusrhytmus, beta-blocker, Herz, rhythmusstörungen, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013