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Antidiabetika: Niedrigeres Krebsrisiko unter Metformin als unter Sulfonylharnstoff-Derivaten, 2012

In der Vergangenheit haben Beobachtungsstudien mögliche Assoziationen zwischen Krebs und Diabetes-Typ-II hingewiesen, wenn auch diese Assoziationen bisher eher kontroverser Natur sind. Ein möglicher Mechanismus ist die verstärkte Zellproliferation durch Hyperinsulinämie. Weitere Studien hatten gezeigt, dass Metformin mit einem niedrigen Krebsrisiko verknüpft ist. Eine aktuelle Studie (1) ging dieser Frage nach. (Medknowledge-Anmerkung: Metformin hemmt die Glucose-Produktion in der Leber und somit verhindert theoretisch eine Hyperinsulinämie, während Sulfonylharnstoffe die Insulin-Freisetzung in der Bauchspeicheldrüse steigern.)

Aktuelle Studie (1): Metformin war mit einem niedrigeren Krebsrisiko assoziiert. Im Vergleich zu Sulfonylharnstoff-Anwender hatten Metformin-Anwender etwa 10% niedrigeres Krebsinzidenz. Es ist dabei noch unklar, ob es sich hier tatsächlich um eine Verringerung des Krebsrisikos unter Metformin oder um eine Steigerung des Krebsrisikos unter Sulfonylharnstoff-Derivaten handelt. Aber auch die Ergebnisse der aktuellen Studie unterstreicht die Stellung von Metformin als Erstlinientherapie bei Diabetes-Typ-II.

Fast zeitgleich berichtet eine weitere aktuelle Studie (2,3) in der Fachzeitschrift Science, warum Aspirin und Metformin vor Krebs schützen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Niedrigeres Krebsrisiko unter Metformin als unter Sulfonylharnstoff-Derivaten. Ergebnisse einer großen bevölkerungsbasierten Follow-up-Studie.

ZIEL:

Zahlreiche Studien lassen auf ein verringertes Krebsrisiko von Diabetespatienten unter Metformin schließen. Aufgrund unterschiedlicher Studiengruppen ist das Ausmaß aber nur schwer abzuschätzen. Deshalb sollte in der vorliegenden Studie untersucht werden, ob und in welchem Maß die Gabe von Metformin mit einem verminderten Krebsrisiko einhergeht. Dabei wurde eine Patientenkohorte mit Metformin-Behandlung im Vergleich zu Patienten mit Sulfonylharnstoff-Derivaten verglichen.

STUDIENDESIGN UND METHODEN:

Insgesamt wurden Daten von 2,5 Millionen Patienten aus den Niederlanden im Rahmen der Studie ausgewertet. Dabei wurden die Ausgabeberichte der kommunalen Apotheken mit den Krankenhausentlassbriefen der jeweiligen Patienten abgeglichen. Der Zusammenhang von Krebsrisiko und Metformin-Therapie verglichen zur Therapie mit Sulfonylharnstoff-Derivaten wurde mittels COX-Analyse berechnet, wobei die kumulative Dauer der Medikamentengabe als zeitveränderliche Determinante eingesetzt wurde.  

ERGEBNISSE:

Die Metformin-Behandlung war gegenüber dem Einsatz von Sulfonylharnstoff-Derivaten mit einem verringerten allgemeinen Krebsrisiko assoziiert (Hazard Ratio 0,90 [95%-KI 0,88-0,91]). Bei Bestimmung einzelner Krebsarten als Endpunkt zeigte sich das gleiche Ergebnis. Das Dosis-Wirkung-Verhältnis wurde für die Metformin-behandelten Patienten, nicht für die Patienten mit Sulfonylharnstoff-Derivaten bestimmt.

SCHLUSSFOLGERUNGEN:

In der vorliegenden Studie war eine kumulative Metformin-Exposition im Vergleich zur kumulativen Exposition mit Sulfonylharnstoff-Derivaten mit einem niedrigeren Risiko für spezifische Krebsarten sowie mit einem verringerten allgemeinen Krebsrisiko assoziiert. Allerdings bleibt zu zeigen, ob es sich hierbei tatsächlich um eine Verringerung des Krebsrisikos unter Metformin oder um eine Steigerung des Krebsrisikos unter Sulfonylharnstoff-Derivaten handelt.

1-Ruiter R et al. Lower risk of cancer in patients on metformin in comparison with those on sulfonylurea derivatives: Results from a large population-based follow-up study. Diabetes Care 2012 Jan; 35:119

2-Warum Aspirin und Metformin vor Krebs schützen, 20.04.2012

3- The Ancient Drug Salicylate Directly Activates AMP-Activated Protein Kinase

Schlüsselwörter: Metformin , Antidiabetika, novonorm, Repaglinide, glitazone, Marktrücknahme, Krebs-Verdacht, Pioglitazon, Repaglinid, starlix, Nateglinid, Actos, Glitazone, Insulinresistenz, Diabetes Mellitus, Troglitazon, Rosiglitazon, Avandia, harnblasenkarzinom, Sulfonylharnstoffe, Hepatotoxizität, Insulinsensitizer, Sulfonylharnstoff-Derivaten, glitazon, nebenwirkung, harnblasenkrebs, Pioglitazon, Actos,  infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013