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Antibiotika und schweres Blutungsrisiko bei älteren Erwachsenen unter Warfarin (~Marcumar) , 2012

Wir hatten 2010 eine Studie (2) vorgestellt, die folgendes gezeigt hatte: Bei älteren Patienten, die eine Warfarin-Langzeittherapie (in Deutschland oft Marcumar®) erhalten, ist eine Antibiotika-Therapie mit Cotrimoxazol (Bactrim®) mit einem deutlich erhöhten Risiko von Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt assoziiert.  

Eine aktuelle Fall-Kontrollestudie (1) hat ebenfalls gezeigt, dass gleichzeitige Antibiotika- und Warfarin-Einnahme das Blutungsrisiko verdoppelt. Das Risiko war bei Antimykotika vom Azol-Typ (wie Fluconazol) am höchsten war (Interaktion über CYP2C9-Enyzm).

Medknowledge-Anmerkung: Was ist die letzendlich die Schlussfolgerung aus dieser Studie (1) für die Praxis? Die Marcumar-Patienten sollten nach Möglichkeit unter kurzfristiger Antibitika-Therapie mit INR-Werten weniger scharf eingestellt werden; Orientierungspunkt könnte z.B. der Bereich um die unteren Zielwerte sein.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Zusammenhang von zeitgleicher Anwendung von Warfarin und Antibiotika und dem Blutungsrisiko bei älteren Erwachsenen.

HINTERGRUND:

Antibiotische Medikation ist assoziiert mit einem gesteigerten Blutungsrisiko bei Patienten, die Warfarin erhalten. Die derzeitige Verfügbarkeit von Daten des „Medicare Part D prescription drug program“ liefert eine Möglichkeit, die Assoziation von antibiotischer Medikation und dem Blutungsrisiko in einer nationalen Population von älteren Erwachsenen, die Warfarin erhalten, festzustellen.

METHODEN:

Es wurde eine Fall-Kontroll-Studie, die in einer Kohorte von 38,762 Patienten (65 Jahre oder älter), die regelmäßig Warfarin einnahmen, verschachtelt war, durchgeführt. Es wurden Einschreibungs- und Anspruch-Daten für eine 5% nationale Probe von Medicare-Versicherten mit Part D-Leistungen genutzt (?). Die Fälle wurden definiert als Patienten, die wegen der Primärdiagnose „Blutung“ in das Krankenhaus aufgenommen wurden und wurden angepasst an 3 Kontrollsubjekte in Alter, Rasse, Geschlecht und Warfarin-Indikation. Logistische Regressions-Analyse wurde genutzt um die angepassten Odds Ratios (aORs) und 95% Konfidenz Intervalle (KIs) für das Blutungsrisiko auszurechnen, das mit vorherigem Kontakt mit antibiotischer Medikation assoziiert war. 

ERGEBNISSE:

Der Kontakt zu allen antibiotischen Mitteln innerhalb von 15 Tagen bezogen auf das Ereignis/ Stichtagindex war assoziiert mit einem erhöhten Blutungsrisiko (?) (aOR 2.01; 95% KI, 1.62-2.50). Alle 6 untersuchten spezifischen antibiotischen Wirkungsklassen (Azol-Antimykotika [aOR, 4.57; 95% KI, 1.90-11.03], Makrolide [aOR, 1.86; 95% KI, 1.08-3.21], Chinolone [aOR, 1.69; 95% KI, 1.09-2.62], Cotrimoxazole [aOR, 2.70; 95% KI, 1.46-5.05], Penicilline [aOR, 1.92; 95% KI, 1.21-2.07] und Cephalosporine [aOR, 2.45; 95% KI, 1.52-3.95]) waren assoziiert mit einem erhöhten Blutungsrisiko.

FAZIT:

Unter älteren regelmäßigen Warfarin-Einnehmern war der Kontakt zu antibiotischen Mitteln, vor allem die Einnahme von Azol- Antimykotika, mit einem erhöhten Blutungsrisiko assoziiert.

  1. Baillargeon J et al. Concurrent use of warfarin and antibiotics and the risk of bleeding in older adults. Am J Med 2012 Feb; 125:183.
  2. Obere Gastrointestinale Blutung bei Warfarin- (~Marcumar)-Patienten während Cotrimoxazol-Antibiotika-Therapie, 2010
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Stand: 25. Mai 2013