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Benzodiazepine und Co. bei Schlafstörungen: Die Assoziation von Schlafmittel mit Mortalität und Krebs, 2012

Schlafmittel verschrieben zu bekommen war mit einem mehr als dreifach erhöhtem Risiko für Tod assoziiert, auch wenn nur <18 Pillen/Jahr verschrieben wurden.

Verschreibungen >132 Pillen/ Jahr war des Weiteren mit einem erhöhten Krebs-Risiko verknüpft. Auch wenn die Studie nicht nachweist, dass die Schlafmittel direkt Krebs verursachen, werfen die Ergebnisse der Studie Fragen bezüglich der Sicherheit der Hypnotika auf. Die Resultate gelten auch für sogenannte atypische kurzwirksame Benzodiazepine wie Zolpidem.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Assoziation von Hypnotika mit Mortalität und Krebs: eine gematchte Kohortenstudie.

 

ZIELSETZUNG:

Im Jahr 2010 nahmen geschätzt 6% -10% der US-amerikanischen Erwachsenen ein hypnotisches Mittel gegen Schlafstörungen ein. Diese Studie erweitert vorherige Berichte, die Hypnotika mit vermehrter Mortalität assoziieren.

 

SETTING:

Ein großes integriertes Gesundheitssystem in den USA.

 

DESIGN:

Longitudinale elektronische medizinische Berichte wurden für eine eins-zu-zwei gematchte Kohortenüberlebensanalyse extrahiert.

 

PERSONEN:

Die Personen (mittleres Alter 54 Jahre) waren 10 529 Patienten, die ein Schlafmittel verschrieben bekamen und 23 676 gematchte Kontrollen ohne Schlafmittelverschreibungen. Es folgte eine Nachbeobachtung für einen Durchschnitt von 2,5 Jahren zwischen Januar 2002 und Januar 2007.

 

HAUPTMESSPUNKTE:

Die Daten wurden für Alter, Geschlecht, Rauchen, Body Mass Index, ethnische Zugehörigkeit, Familienstand, Trinken von Alkohol und früherem Krebs angepasst. Hazard Ratios (HRs) für Tod wurden aus Cox proportionalen Hazardmodellen errechnet, die auf Risikofaktoren kontrolliert waren und bis zu 116 Schichten benutzten, die genau die Fälle und Kontrollen für 12 Klassen von Komorbiditäten matchten.

 

ERGEBNISSE:
Wie vorhergesagt, hatten Patienten mit Schlafmittelverschreibung erheblich höhere Hazards für Sterben verglichen mit denen, die keine Schlafmittel verschrieben bekommen hatten. Für die Gruppen, denen 0,4-18, 18-132 und >132 Dosen/Jahr verschrieben worden waren, waren die HRs (95% Konfidenzintervall [KI]) respektive 3,60 (2,92 bis 4,44), 4,43 (3,67 bis 5,36) und 5,32 (4,50 bis 6,30). Die Werte zeigen eine Dosis-Wirkung Beziehung. Die HRs waren bei separaten Analysen für einzelne häufig benutzte Schlafmittel, wie Zolpidem, Temazepam, Eszopiclon, Zaleplon, andere Benzodiazepine, Barbiturate und sedative Antihistaminika erhöht. Der Gebrauch von Hypnotika in dem oberen Drittel war mit einer signifikanten Erhöhung von inzidentiellem Krebs assoziiert; HR = 1,35 (95% KI, 1,18 bis 1,55). Die Ergebnisse waren robust innerhalb der Gruppen mit den jeweiligen Komorbiditäten. Das zeigt, dass die assoziierten Tod- und Krebs-Hazards mit Schlafmitteln nicht durch vorbestehende Krankheiten bedingt sind.

 

FAZIT:

Schlafmittel verschrieben zu bekommen war mit einem mehr als dreifach erhöhtem Hazard für Tod assoziiert, auch wenn nur <18 Pillen/Jahr verschrieben wurden. Diese Assoziation wurde bei den verschiedenen separaten Analysen für einzelne häufig gebrauchte Schlafmittel und für neuere kurzwirksamere Medikamente gleicherweise beobachtet. Eine Kontrolle über selektive Verschreibung von Schlafmitteln bei Patienten mit schlechter Gesundheit erklärte die beobachtete vermehrte Mortalität nicht.

  1. Kripke DF et al. Hypnotics' association with mortality or cancer: A matched cohort study. BMJ Open 2012 Feb 27; 2:e000850
Schlüsselwörter: hypnotika, diazepam, tavor, Lorazepam, droge, entzug, Benzodiazepin-Abhängigkeit, krebs, tumor, neoplasie, medikamenten-abhängigkeit, diazepam, medikamenten-abhängigkeit, Tranquase, Tranxilium, Valium, tavor, Adumbran, Benzodiazepinabhängigkeit, drogen, sterblichkeit, mortalität, zop, zolpidem, Ambien, temazepam, Restoril,  infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013